Welche Futterzarge oder wie Fütten

  • Hallo zusammen,



    Wir, ich und mein 11 Jähriger Sohn sind neu in diesen Forum und möchten uns auf diesen Wege vorstellen (hab keine passende Rubrik gefunden)
    Mein Sohn fing heuer nach langen Wunsch mit einen Volk und zwei Ableger das Imkern an.
    Die Beuten habe ich selber aus Kiefernholz vom eigenen Wald selbst gebaut, bin Schreiner.
    Wir Imkern auf Zander und mit der Liebigbeute, welche bei uns im Imkerverein gängig sind.
    Da jetzt bald eingefüttert wird stellt sich die Frage nach den passenden Fütterer.
    Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, über die Futterzarge, Adamsfütterer , und verschiedene Systeme aus Kunststoff die in einer Halbzarge eingehängt werden.
    Könnt ihr uns dabei helfen auf den optimalen System zu kommen, evtl selber Bauen.
    Vielen Dank im vorraus.



    Beste Grüße
    Bernhard und Lennard

  • Hallo Bernhard und Lennard,


    willkommen hier!


    Die Fütterer haben alle ihre Vor- und Nachteile. Ich versuche mal eine kleine Aufstellung:
    - Futtertaschen -> gut zum Aufpäppeln von kleinen Völkchen, wegen Position direkt am Brutnest und Fütterung in sehr kleinen Portionen.
    - Adamfütter -> quasi der Klassiker! Klarsichthaube ist vorteilhaft (Weißkrautsalatbecher bei Selbstbau). Füttern ohne "Bienenkontakt".
    - Fütterer mit seitlichem Aufstieg -> größere Kontaktfläche für die Bienen, dadurch evtl. schnellere Futteraufnahme. Ich mag die nicht so... Füttern ohne "Bienenkontakt".
    - Leerzarge mit Schüssel und Strohfüllung (o.ä.) -> simpel, gut, direkter Bienenkontakt, dadurch sind m.E. Probleme besser erkennbar.
    - Futtereimer mit Gazedeckel (Eimer umgedreht) -> gut, simpel. Bei Zuckerfütterung muss der Zucker nicht aufgerührt werden.
    - Futterflaschen, -Ballons usw. halte ich für Relikte aus der Bienenhauszeit...


    Hab ich etwas vergessen?


    Gruß Jörg

  • Bei Deckel mit Spundloch, das am besten noch dezentral, finde ich super auch für Ableger und kleine Einheiten: Kunststoff-Futtertröge mit Aufstieg nach Adamprinzip. Kommen über das SPundloch und sind auch für Kleinmengen gut geeignet.
    Klarsichtdeckel oder sogar ganz in Klarsicht möglich.
    Das ersetzt bei mir die Tetrapack/ Futtertaschensache mittlerweile.
    Kein Bienenkontakt, kein Beutenöffnen, über dem Bienensitz anzubieten, man kann immer gucken, was los ist.
    Man braucht allerdings eine Leerzarge, die auf den Deckel gestellt wird, als Raum. Wobei man HR ja dann eh meistens da hat. Deckel auf das Ganze reicht dann.


    Was übrigens meiner Meinung nach völlig K.... ist, sind diese Fluglochfütterer/Zungenfütterer von Nicot. Weil einfach nicht dicht genug. Da steigt am Rand irgendwo was hoch, denn außen suchen dann pötzlich welche und tanken da am Rand, der für den Menschen dicht erscheint. Geht gar nicht! Wäre schön gewesen, weil von außen Futterabnahme sichtbar, Zunge auch lang genug, um unter Schaumstoff durchgeschoben dicht unter dem Bienensitz anbieten zu können, jedoch was nützt das alles. :roll:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • @lennnie


    Es gibt nichts einfacheres und auch kostengünstigeres, zumindestens für einen Hobbyimker, als eine Leerzarge und einen ganzen Eimer Apiinfert drauf und du brauchst dir keine Gedanken über eine Fütterungszarge machen.


    Vorteile:


    Keine Räubereigefahr, da wesentlich geruchsneutraler als Zuckerwasser.
    Kein Verschütten
    Kein vergammeln des Futters, daher auch günstig, da bei schlechter Abnahme manchmal Zuckerwasser weggeschüttet werden muss.
    Kein ständiges Nachfüttern
    Kein Zeitdruck der Bienen bei der Abnahme, wenn noch zuviel Brut im Volk ist.
    Kein Futtergeschirr oder eine spezielle Futterzarge vonnöten.
    Keine unnötigen Kosten für ein spezielles Futtergeschirr
    Keine Lagerbedarf für Futtergeschirr


    Bei Erhaltungsfütterung im laufenden Bienenjahr (Ableger usw.) Futterteig verwenden. Offene Zuckerwasserfütterung ist immer mit einem Risiko verbunden.


  • Hallo,
    Nachteil
    - der letzte Rest Sirup duscht die Bienen und läuft eventuell unten aus dem Kasten raus.....
    Bis bald
    Marcus, der überall Futterzargen hat

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Ich nutze diese schwarzen Wannen, die man direkt in die Zargen bzw. Honigräume hängt: https://bienen-ruck.de/imkershop/bienenfutter/futtergeraete


    Eigentlich bin ich gegen Plastik in der Beute, aber das ist einfach eine sehr saubere und hygienische Sache. Läuft nix aus, keine Biene ertrinkt, und man kann ohne Bienenkontakt nachfüllen.
    Und ich habe keine extra Futterzargen rumstehen bzw. habe einen weiteren Verwendungszweck für die Honigräume, die während der Fütterung ja auch überflüssig sind.


    Daher für mich das optimale System.

  • Das Erlebnis der Restdusche aus umgestülpten Futtereimern und Verkleben plus evtl noch Auslaufen und Räuber kenne ich von einem Imkerpatenkind.
    Nachteilig sehe ich hier außerdem die Großmenge als Dauerangebot bei Füttern von Ablegern/ Schwärmen etc inclusive verkleinern der Brutflächen.
    Wintereinfütterung eines Großvolkes ist da sicher nochmal was anderes.
    aber auch hier bevorzuge ich mehrere Schritte in aufgeteilten Portionen. Hier läuft allerdings dann auch immer noch Tracht parallel.


    Die Fragestellung war nach einer Futterzarge/ Geschirr zum normalen Einfüttern:
    als Schreiner kannst Du Dir Adamfütterer selbst bauen. Unbedingt mit Bottichlack abdichten. Aufstieg dezentral und leichtes Gefälle in genau diese Richtung wäre mein Tipp. Plus durchsichtige Abdeckung so, dass kein Bieendurchtritt unten möglich ist.
    zum Einfüttern top.
    Sicher stapelst Du die, jedoch haben viele ihre HR als Leerzarge dann doch nicht zur Verfügung.
    Und man kann die Fütterer verschlossen durchaus auch als Deckelersatz drauf lassen.


    Irgendwas ist immer gestapelt in Reserve: HR in Überzahl, Leerzargen oder Fütterer

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Wenn Du ein Systemmaß hast dann nehme die Futterzarge von NICOT
    Gruß Peter


    1 mit Sternchen. Man kann viel probieren und wenn man dann einmal bei dieser Futterzarge ist, dann ärgert man sich über seine jahrelangen Versuche mit all dem anderen Mist. Die Vorteile überwiegen bei diesem System alle möglichen Nachteile -was bei den anderen Methoden immer irgendwie umgekehrt ist.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • 1 mit Sternchen. Man kann viel probieren und wenn man dann einmal bei dieser Futterzarge ist, dann ärgert man sich über seine jahrelangen Versuche mit all dem anderen Mist. Die Vorteile überwiegen bei diesem System alle möglichen Nachteile -was bei den anderen Methoden immer irgendwie umgekehrt ist.


    Ich hab mir dieses Jahr auch 15 Stück von diesem Füterrer gegönnt.
    Langstroth passt ganz gut auf Zander und der Preis ist unschlagbar.

  • Max die Marion meinte nicht den Fütterer den es von Nicot in braunem Plastik gibt, sondern das Spielzeug Teil rund aus durchsichtigem Plastik. Aber die Langstroth Hartplastik die du meinst sind Klasse!

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Den Nicot hätte ich auch gerne ausprobiert, aber den konnte ich bisher noch nicht für 12er US Dadant entdecken.


    Das wirst auch nirgendwo finden, hier kannst nur mit 2 Leisten an der Seite arbeiten. Dann passt es auch!

    Gruß Markus


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    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit