Ableger nach drei Wochen noch keine Königin gebildet!?

  • Hallo,
    ich habe am 11. Juni einen neuen Ableger gebildet. Also einzelne Zarge mit Boden und Deckel. Darin Brutwaben, Futterwaben (Honigwaben), Pollenwaben, leere Waben. Leider hatte keine der Waben bereits eine Weiselzelle.


    Nun, nach über drei Wochen kann ich weder eine Königin, noch Brut/Stifte finden. Ist das normal?


    Viele Grüße,
    David.

  • Hallo DavidD,


    ich würde sagen, dass es für Stifte/Brut noch etwas früh ist. Und die Königin übersieht man schonmal schnell. Oder sie befand sich gerade zufällig auf ihrem Hochzeitsflug.
    Bis die Königin schlüpft, dauert es 16 Tage (3-5-8). Dann dauert es ca. eine Woche, bis die Königin geschlechtsreif ist uns sich bei passendem Wetter auf den Hochzeitsflug begibt. Nach erfolgreicher Begattung vergehen weitere fünf bis zehn Tage, bis sie in Eilage geht.
    Insgesamt kannst Du als von mindestens 28 Tagen (16 + 7 + 5) ausgehen (also vier Wochen), bis man Stifte/Brut entdecken kann. Da Bienen aber nicht normiert sind und alles auch von äußeren Umständen (Witterung, Imker etc.) abhängt, ist Geduld und Ruhe gefragt. Solange genügend Futter da ist, einfach das Volk in Ruhe lassen und das Flugloch beobachten. Wenn normaler Flugverkehr herrscht, ist erstmal anzunehmen, dass alles in Ordnung ist. Wenn Pollen eingetragen wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Brutgeschäft anläuft. Dann nochmal ein paar Tage warten, bevor Du reinschaust.
    Die machen das schon.


    Grüße
    Christoph


  • Hallo Christoph,
    vielen Dank für deine Antwort.
    Dann werde ich noch etwas warten. Die Bienen scheinen sich relativ normal zu verhalten, normaler Flugverkehr und drinnen wird auch gearbeitet.


    Gibt es irgendeinen Trick um die Königin schnell zu finden und zu erkennen? Ich tue mich da immer schwer.


    Viele Grüße,
    David.

  • Guten Tag!
    DavidD : Du kannst die Königinnen zeichnen, am einfachsten mit "Nagellack" der am besten hält, oder Du übst wann immer sich eine Gelegenheit bietet, aber bitte nicht mit dem Ableger, in dem noch keine Königin stiftet. :wink:
    Mit imkerlichem Gruß ...Ralf

  • Hallo David,


    es waren aber schon juengste Larven auf den Brutwaben, mit denen Du den Ableger gebildet hast, oder?


    Du koenntest eine Weiselprobe, d.h. eine weitere Wabe mit juengsten Larven zuhaengen, um zu sehen, ob sie nachschaffen.

  • Hallo,


    Bis die Königin schlüpft, dauert es 16 Tage (3-5-8). Dann dauert es ca. eine Woche, bis die Königin geschlechtsreif ist uns sich bei passendem Wetter auf den Hochzeitsflug begibt. Nach erfolgreicher Begattung vergehen weitere fünf bis zehn Tage, bis sie in Eilage geht.
    Insgesamt kannst Du als von mindestens 28 Tagen (16 + 7 + 5) ausgehen (also vier Wochen), bis man Stifte/Brut entdecken kann.


    Schön auswendig gelernt ....
    ... an der Auführung gibt es aber noch Verbesserung:


    Ableger sind ein "Notprogramm des Bien" !
    Da läuft alles möglichst schnell, auch auf die Gefahr hin, das das Ergebnis nicht das Optimum für ein Volk darstellt.


    Der Bien nimmt eine drei Tage alte Made (also -3 Tage Stift & -3 Tage Made) ....
    ... der optimale Begattungstermin ist 7 Tage nach Schlupf (haben wir hier ja schonmal diskutiert,
    bzgl. Untersuchung des BI Kirchhain) ....



    .... im Endeffekt ist 28 Tage das Maximum für einen Ableger,
    im Normalfall sind zu diesem Zeitpunkt Stifte und Maden zu sehen, ....



    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • ------ Ableger gebildet
    .....Darin Brutwaben, .......Leider hatte keine der Waben bereits eine Weiselzelle.


    ulrich : das hast Du bestimmt missverstanden. Ich für meinen Teil so, dass auf den zugegebenen Brutwaben keine Weiselzelle gewesen ist, was den Schlupftermin nach vorne verschoben hätte.


    Die daraus resultierende Frage wäre nun, David : wenn Du schon geschaut hast: war denn eine geschlüpfte Zelle oder Zellenrest zu sehen? Wobei man den eben auch nicht immer sehen oder auch erkennen kann. Mit viel Bienenbesatz sowieso nicht. Das gleiche gilt für das Entdecken der Königin, wenn es denn eine junge ist.


    Der Schlupftermin einer Nachschaffungskönigin wäre der Freitag, der 24.6. gewesen, Brünftigkeit ab Mitte letzter Woche ca. denkbar. Es sollte also in den nächsten Tagen losgehen mit Stiften.
    Lass sie noch ganz in Ruhe und guck von außen. Dicke Pollenhöschen wären ein gutes Zeichen, sowie Vorspielflug. Und dann nochmal reinsehen.


    Wenn dann nichts sichtbar ist, umgehend eine Weiselprobe machen und eine Königin besorgen oder den Ableger auflösen.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo,
    vielen Dank an alle, die geantwortet haben.


    Ich habe heute mal wieder nachgeschaut und mehrere Stifte gefunden, zwei Tage alt. Außerdem habe ich auch Maden entdeckt, ca. 6 Tage alt. Insgesamt sind ca. 1,5 Waben (drei Seiten) mit Eiern oder Maden befüllt.


    Die Königin habe ich zwar nicht gefunden, ich habe aber auch nicht richtig gesucht.


    Ich habe mal gelesen, dass Arbeiterbienen unter Umständen auch Eier legen können. Stimmt das? Wie kann ich erkennen, dass diese nun wirklich von einer Königin sind, (ohne die Königin gefunden zu haben)?


    Wann setzte ich eine neue Zarge auf? Wenn der Platz eng wird?


    Kann ich nun noch einen Ableger bilden? Oder ist das schon zu spät? Wovon hängt das ab?


    Viele Grüße,
    David.

  • Hallo,


    das hatten wir natürlich schon öfter hier,
    die Problematik eines Anfängers,
    die Thematik,
    und die Antwot dazu


    Klickst Du z.B. hier http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=52021&p=514952#post514952


    d.h., warten bis zur Verdeckelung, Angucken, wissen, wie es korrekt aussehen sollte - oder mit jemendem zusammen gucken, der das sicher weiß :daumen:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo David, hallo Nigth-Shadow,
    es tut mir leid aber ich finde nicht, dass es gut aussieht.
    Das Volk hungert.
    Gruß Eusvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk