DNM oder Zander

  • Hallo,
    jetzt nach über 47 Jahren kann ich mich für die Imkerei begeistern. Nachdem mein Vater angekündingt hat, dass er mit 80 damit aufhören will hab ich mich dazu entschlossen das weiterzuführen was schon mein Opa aufgebaut hat.
    Und ich muss sagen es macht tierisch Spass und ist sehr Interessant. Frage mich gerade warum ich es nicht schon früher gemacht habe.


    Aber nun zur eigentlichen Frage.
    Nach Freudenstein, Golz ist nun alles in DNM vorhanden. Aber alles Segeberger Kunststoffbeuten. Da ist der Punkt, ich weiss ja das die Bienen darin gut leben. Aber mit gefällt eine Holzbeute einfach besser.
    Deshalb spiele ich nun mit dem Gedanken auf Zander umzustellen und das natürlich in Holz.
    Leider bin ich etwas unschlüssig und hör mir dazu gerne auch ne andere Meinung an.


    Gruß Uli

  • Hallo,
    Frage mich gerade warum ich es nicht schon früher gemacht habe.
    ... Nach Freudenstein, Golz ist nun alles in DNM vorhanden. Aber alles Segeberger Kunststoffbeuten. Da ist der Punkt, ich weiss ja das die Bienen darin gut leben. Aber mit gefällt eine Holzbeute einfach besser. Gruß Uli


    Gratuliere zum Entschluß, ich habe mir die selbe Frage gestellt, zumal nach einem Jahr Imker bis auf die Birkenzeit, mein Heuschnupfen und die Kreuzallergie zu Obst fast weg war.
    Ich denke, dein Vater wird sich sehr darüber freuen, das du mit den Bienen weitermachst. Auch ein vernünftiger Entschluß auf 4 Völker oder ganz aufzuhören, bevor man gesundheitlich dazu gezwungen wird, das schafft kaum ein Imker.
    Mach mal Inventur wieviel Beuten, Rähmchen, Ablegerkästen, Wachsschmelzer, MW-Giesser, ect du für DNM hast. Was kannst du bei einer Maßumstellung weiternutzen? Passt die Schleuder für andere Honigwaben?
    Mit wieviel Völkern willst du maximal arbeiten? Was kosten die Investitionen, das Maß komplett zu wechseln?
    Es lässt sich gut imkern mit Segebergern. Auch mit der Betriebsweise -1x angepasster Brutraum, wobei eine Umstellung auf 1,5 DN sinnvoller ist als auf Zander. Ich ändere bei den Segeberger nur die bisher verwendeten Böden, fehlende Varroadiagnose.
    Ich würde erstmal 1-2 Jahre mit dem vorhandenen Material arbeiten. Und mich nicht auf das Material, sondern das Bienenjahr mit allen Abläufen konzentrieren. Bei Neuanschaffungen würde ich daran denken, das man wenn man älter wird, eher flachere HR verwendet, um den Rücken zu schonen.
    Ich arbeite mit Lagerbeuten(1xBr-HB 1,15Dn, 2-3x 11er HR-DN) im Bienenhaus, Segeberger(11xDN), Unimagazin(12xDN). Normbeuten und Kuntzschmagazine wurden außer Betrieb genommen. Bisher konnte ich der Versuchung widerstehen 1,5DN oder Dadant zu testen.
    Bei Neuanschaffungen würde ich falzlose Unimagazine empfehlen- gibt es als 12er DN, 10xZander oder 10dadant.
    Gruß Fred

  • Hallo,



    Nach Freudenstein, Golz ist nun alles in DNM vorhanden. Aber alles Segeberger Kunststoffbeuten. Da ist der Punkt, ich weiss ja das die Bienen darin gut leben. Aber mit gefällt eine Holzbeute einfach besser.
    Deshalb spiele ich nun mit dem Gedanken auf Zander umzustellen und das natürlich in Holz.
    Leider bin ich etwas unschlüssig und hör mir dazu gerne auch ne andere Meinung an.


    Zander und DNM sind praktisch mit ein und der selben Betriebsweise möglich.
    Aus meiner Sicht würde ich zu dem raten was in Deinem Umfeld vorhanden ist,
    (Nord/Ost Deutschland eher DeutschNormal / Süden eher Zander).
    Vorteil: Du kannst einfach zukaufen oder bei (D)einem (bei guter Betriebweise vorhandenem)
    Völker Überschuss gut verkaufen ....
    ... willst Du ertragsoptimiert arbeiten ist das etwas anderes.


    Zunächst würde ich an Deiner Stelle erst einmal mit dem Bestand weitermachen,
    entscheide einen Umstieg dann, wenn Du "selbst" es entscheiden kannst.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Ich arbeite mit beidem DNM und Zander, wobei ich Zander deutlich angenehmer finde.
    Von daher würde ich dir raten beides vielleicht mal bei anderen Imkern etwas zu erproben.


    Die Idee, sich beim Maß an das vor Ort häufigste zu orientieren ist zwar ne schöne Idee, aber so oft tauscht man jetzt nicht mit anderen,
    von daher nimm das was für dich am besten passt.

  • Eine einfache und kostengünstige Lösung wäre bei den Segebergern eine Halbzarge darunter und dann auf 1,5 umstellen.


    DNM und Zander ist heutzutage nicht mehr das optimale.


    Hallo Priesi. Kann ich nur bestätigen, oder Dadant, wenn schon neu angeschafft werden soll. Dazu gibt es Flach oder Halbzargen für die Honigräume. Du hast höchstens 6-8 Waben für die Schwarmkontrolle und die vollen Honigzargen sind auch viel leichter.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute

  • .
    Mach mal Inventur wieviel Beuten, Rähmchen, Ablegerkästen, Wachsschmelzer, MW-Giesser, ect du für DNM hast. Was kannst du bei einer Maßumstellung weiternutzen? Passt die Schleuder für andere Honigwaben?
    Mit wieviel Völkern willst du maximal arbeiten? Was kosten die Investitionen, das Maß komplett zu wechseln?
    Es lässt sich gut imkern mit Segebergern. Auch mit der Betriebsweise -1x angepasster Brutraum, wobei eine Umstellung auf 1,5 DN sinnvoller ist als auf Zander. Ich ändere bei den Segeberger nur die bisher verwendeten Böden, fehlende Varroadiagnose.
    Gruß Fred


    Wir haben jetzt vier Wirtschaftsvölker und drei Ableger. Also ich könnte locker auf 8 Völker erweitern. Zargen und Rähmchen sind dafür vorhanden. Auch gibt es Ablegerkisten und Begattungskästchen. Mein Vater hat in guten Zeiten bis zu 15 Völker betreut.
    Die Schleuder müsste passen.
    Das Stichwort Dadant lässt mich wieder überlegen. Das wäre auch ne Alternative.
    Wenn ich umstelle, dann aber nach und nach.

  • Machs doch nicht so kompliziert. Klar will man sich selbst einbringen/verwirklichen ABER warum um jeden Preis?
    Jahrzehntelang haben die Imker mit Zander, Deutsch Normal und sonstigem gearbeitet.
    Nur weil du nun Holz bevorzugst, würde ich nicht alles über den Kopf brechen und wenn, dann würde ich dir raten, besorg dir eine/zwei Heroldbeute/n. Da hast du Holz UND die Option mit Zander im Kalt- und DN im Warmbau.


    Probier doch einfach mal aus was du an Material vorfindest, alles andere sind Investitionen die man gut überlegen sollte, Beuten und Rähmchen schlagen böse in die Portokasse. Zumal du ja das Erbe weiterführen möchtest udn sich dein Vater mit Deutsch Normal sicher bestens auskennt und die entsprechende Hilfe leisten kann.

  • Hallo Uli,


    ich würde erst mal mit dem vorhandenen Material Erfahrungen sammeln. Zander und DN ist dieselbe Betriebsweise (einheitliches Rähmchenmaß vorausgesetzt), die Heroldbeute kann ich nicht empfehlen! Ob sie gut für DN passt kann ich nicht beurteilen aber für Zander sind sie sch... da hast Du immer Wildbau, auch mit modifizierten Rähmchen, weil der Abtstand von Rähmchen zu Rähmchen zu groß ist!
    Wenn Du nur mit einem Brutraum arbeitest würde ich Dir zu DN 1 1/2 raten, dann musst du nicht dein ganzes DN Gerödel austauschen!
    Probiers doch einfach mit einer Zarge DN 1 1/2, da halten sich die kosten in grenzen.

  • Umstellen, immer wieder ...
    Warum? Bringt das was für die Bienen ???
    Vor allem, wenn man mit dem vorhandenen Material noch gar keine Erfahrungen gesammelt hat?
    Und dann am besten umstellen auf irgendwas anderes, das weder besser noch schlechter ist...
    Hauptsache, man macht was neues, schafft einen klaren Schnitt! "So hast du das früher gemacht, ich mach das jetzt ganz anders..."
    Das ist in der Imkerei nicht besonders hilfreich, seinen besten Imkerpaten von Anfang an zu vergraulen. Wenn du unbedingt auf Holz umstellen willst, und auch schon ein wenig investieren möchtest, fang doch ganz sanft mit dem Boden an, das wäre wenigstens sinnvoll zwecks Varoa-Diagnose: http://www.holtermann-shop.de/popup_image.php/pID/6941&imgID=1
    Was meinst du, wie viele Imker von Holzbeuten auf Kunststoffbeuten umsteigen, wegen der leichteren Zargen, der besseren Isolierung und der schnelleren Frühjahrsentwicklung + besseren Honigernte in der Frütracht?


    Vielleicht sollte man hier auch mal ein "Beutenkarussell" einrichten, damit jeder Interessierte alle Systeme durchprobieren kann! Sonst ist die Imkerei doch viel zu langweilig!:roll:

  • Hallo Uli,


    ich würde erst mal mit dem vorhandenen Material Erfahrungen sammeln. ...
    Wenn Du nur mit einem Brutraum arbeitest würde ich Dir zu DN 1 1/2 raten, dann musst du nicht dein ganzes DN Gerödel austauschen!
    Probiers doch einfach mit einer Zarge DN 1 1/2, da halten sich die kosten in grenzen.


    nur eine 0,5-DN-Zarge reicht auch aus, kann man als Zusatzraum für Nassenheider oder als HR weiterverwenden. Wenn das vorhandene Material für die gewünschte Völkerzahl schon vorhanden ist,
    würde ich eher eine passende Betriebsweise suchen- das Problem sind dabei nicht die Bienen, sondern der Imker.... und für alles braucht man Lagerplatz

  • Also die Segeberger Beute ist in jedem Fall eine gute. Die Anfängliche Ablehnung gegen Styropor ist nachvollziehbar, aber warte erstmal ein paar Monate, dann wirt du das mit Sicherheit anders sehen. Falls du dann doch auf Holz umsteigen willst, DNM gibt es auch in Holz, z.B. Hohenheimer Einfachbeute oder aber auch die Segeberger aus Holz.


    Wenn es ein Systemwechsel werden soll dann solltest du eher in Richtung Langstroth (Dadant US) gucken.

  • Ich wollte letzteres noch einmal bekräftigen: Segeberger System gibt es in Holz, sogar kompatibel zu Styro. Wenn es Dir wirklich nur um das Holz geht, kannst Du mit dem Vater-System arbeiten und schrittweise auf Holz umstellen.


    PS. Ich finde Holz auch viel schöner, habe mich aber aus rationalen Gründen für Styro entschieden.


  • Das halte ich für die richtige Antwort.


    Hallo Uli,


    eine vergleichbare Situation hatte ich auch.


    Bei den hier tausend gut gemeinten Ratschlägen, meiner inbegriffen, vergesse nicht den reichhaltigen Erfahrungsschatz deines ImkerVaters. Würdest Du jetzt auf Dadant etc. umsteigen, würdest du seine Erfahrung aus der Hand schlagen. Wenn kein Dadantler in deiner Nähe ist, stehst Du bei Fachfragen alleine da, obwohl ein erfahrener DN/Zandler in deiner Familie ist. Und eventuell (!) stößt Du ihm vor den Kopf, da bei manchen Imkern die Frage Zander/Dadant/Langstroth etc. eine Religionsfrage ist.
    Das Zander nicht (mehr) optimal sei, kommt oft von jenen Konfesionsfundamentalisten.


    Mein Rat ist der von Bienenknecht. Auch wenn Tatendrang und Motivation schwer zu bändigen sind. Nach ein, zwei, drei Jahren kannst du auf Holz umstellen UND selbst entscheiden welches Maß DEIN Maß ist.


    Gruß,


    Tom

    Der Bien lehrt mich auf wunderbarer Weise eine schwere Disziplin: Geduld mit Ruhe. Ich bin dankbar an ihm Teil haben zu dürfen.