Richtige Verarbeitung Rapshonig

  • Und... was ist die "richtige" Temperatur, kannst Du die eingrenzen?


    Das ist jetzt aber Geheimwissen!!! Zwischen 26 -28°c bleibt er so wie er ist. Kommt immer ein bißchen auf den jeweiligen Honig an. 'Problem' beim Raps ist gelegentlich die Farbe, wenn der zu lange warm bleibt (bzw. nach dem Abfüllen nicht schnell genug runtergekühlt wird), dann bekomm der schnell mal einen Gelbsticht und das Reinweiße ist weg. Probieren geht über studieren (oder Du fragst jemandem, der es weiß - Hab ich auch nicht selber herausgefunden und bevor ich's wußte so manche Nacht mit abfüllen verbracht weil der Honig sonst hart geworden wäre:) ).


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Um noch mal auf die Eingangsfrage von Enno einzugehen (der Rest wird mir hier zu religiös):
    Gerade Rapshonig kann super einfach in die Gläser gebracht werden, ohne Impfen und erwärmen!
    Frühtracht/Raps abschleudern, 1 Tag stehen lassen, abschäumen, 4-5 Tage rühren, 2-3 Mal am Tag (wir haben es dieses Jahr auch "nur" 2x geschafft, halt morgens und abends) ca. 3-5 Minuten pro Hobbock.
    Wenn der Honig dann gerade noch fließt, (siehst du ja morgens), dann noch 1x rühren (abends) und dann ab in die Gläser. Die restliche Kristallisation kann dann in den Gläsern erfolgen.
    Da muss nix erwärmt werden, bis der Honig wieder flüssig ist. Es sei denn du hast 300kg+ und schaffst die Menge nicht, aber die meisten hier haben diese Mengen nicht, da muß man den Frühtrachthonig nicht erst hart werden lassen und wieder auftauen.


    Beim Sommerhonig sieht das dann wieder ganz anders aus, der kann gerne ein paar Tage stehen, da er erst spät kristalliert.
    Den kannst du gerne impfen, ca. 1kg auf ein 25-30kg Hobbock, dann solltest du aber auch wieder anfangen zu rühren (wie oben beschrieben) und nach einer Woche kannst du den abfüllen.
    Der Honig ist dann auch wieder feinkristallin und dem vom Frühjahr ähnlich.
    Auch hier würde ich vermeiden, den erst hart werden zu lassen und den dann auftauen lassen.


    Grobe/sandige Konsistenz erhält man immer nur dann, wenn der Honig zu selten gerührt wurde und runde Kristallkeime bilden. Finde ich eigentlich ungewöhnlich für Rapshonig, ist mir bisher nur bei der Spättracht aufgefallen, wenn ich den Hobbock ungerrührt habe stehen lassen.


    40°C ist meiner Meinung auch schon zu hoch temperiert, da reichen schon 30-35°C aus, er soll sich ja nur wieder rühren und die Gläser füllen lassen.


    Und letztendlich muss jeder seinen eigenen Weg finden, probieren geht über studieren;-)))

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool: