Abschleudern bei unterschiedlichem ZargenmasRähmchenmass?

  • Hallo,


    Wenn man in HR und BR identische Rähmchen hat, gestaltet sich das Handling von unreifen HR-Waben beim Abschleudern einfach: in den BR umhängen, und gut ist. Hier wird dann Winterfutter eingelagert und im nächsten Jahr können diese Waben bebrütet werden.


    Wie handhabt man unreife HR-Waben beim Abschleudern, wenn man die HR-Waben wegen unterschiedlichen Abmessungen nicht in den BR umhängen kann?


    Schleudern will man die ja nicht.


    Aufheben geht auch nicht.


    Ausschlecken lassen? Könnte lange dauern und kommt auch noch den Varroa-Behandlungen in die Quere...


    Ich weiss, das ist eine dumme Frage. Aber irgendwie stehe ich hier auf dem Schlauch...

  • Hi,


    ich schleudere immer alles. Erst die guten Waben mit weniger Wassergehalt und im Anschluss die mit zu hohem. Den nutze ich dann zum Met-Ansatz.


    Letztes Jahr waren es glücklicherweise nur 4 kg von dem Honig mit zu hohem Wassergehalt... wenn es natürlich in den zweistelligen Bereich geht, wüsste ich auch nicht so recht, wohin damit.

  • Hallo,


    man könnte die Waben wieder draufsetzen, wenn es die Frühtracht ist.


    Oder noch abwarten. Nach ein paar kalten Tagen ist der Nektar verbraucht oder zu Honig gereift (worden).


    Oder am Ende der Schleuderung mit ausschleudern und Met machen, wie oben gesagt, oder mit Einfüttern. (Würde ich nur bei starkem Volk machen, da es sich gegen Räuber wehren könnte.)


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:


  • Wie handhabt man unreife HR-Waben beim Abschleudern, wenn man die HR-Waben wegen unterschiedlichen Abmessungen nicht in den BR umhängen kann?


    ... mit Verlaub, ich verstehe die Frage nicht.
    Wenn der Honig noch unreif ist, dann schleudert man nicht, sondern wartet man, bis es nicht mehr honigt und nach ca. einer Woche kann man diesen Honig schleudern ,weil er inzwischen reif ist.
    Wenn er dann nicht verdeckt ist, dann heißt das nur, dass die Zellen noch nicht "bis oben hin" mit Honig gefüllt sind, so dass die Bienen diese Zellen noch nicht verdeckeln.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Also, man kann natürlich auch absichtlich falsch verstehen, was der TE meint.


    Er will wissen, was er beim Abschleudern(!) mit den unreifen Waben machen soll. Wenn er abschleudert, kommt das zurückhängen und reifen lassen nicht mehr in Frage.
    Man hat ja meist sehr gute Gründe, einen Termin zum Abschleudern festzulegen, der ggf. auch mit Varroa-Behandlung o.ä. zu tun haben kann.


    Also halten wir doch fest: Der Honig ist unreif, kann aber nicht zum "nachreifen" aufgesetzt werden, da die letzte Schleuderung erledigt wurde.

  • Hallo


    grundsätzlich sehe ich das so wie Wald&Wiese. Wenn man aber wirklich unreifen Honig geerntet hat, dann würde ich den Honig wieder einfüttern, besseres Reizfutter für den Herbst gibt es nicht.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Danke Marcel,


    ich habe schon mehrfach nachgelsen, ob meine Frage wirklich sooo missverständlich formuliert war :oops:


    Zu den bislang genannten Optionen:

    • Met mache ich nicht, ist mir zu aufwändig.
    • Bärenfang wäre eine Option. Hier ist der Bedarf allerdings sehr übersichtlich.
    • Wieder aufsetzen geht nicht, da ja die Einwinterung ansteht (Füttern, Varroa-Behandlung, etc)
    • Aufheben bis NACH der Varroa-Behandlung: Mit ausgeschleuderten Waben habe ich hiermit kein Problem (war ja reif). Wenn das SEHR dünne Plörre ist (evtl sogar frisch eingetragen?) dann wird das wohl SEHR schnell gären.
    • Warten scheidet auch aus, die Völker müssen ja noch genügend Zeit haben, Futter einzulagern und Winterbienen aufzuziehen.


    Also nochmal die Fragestellung:
    - Für die Einwinterung müssen die Honigräume runter.
    - Reife Waben kann man schleudern, ist klar
    - Unreife Waben passen nicht in den BR.
    - Wohin damit?


    Bleibt wirklich nur einschmelzen?


    Im Grunde müsste doch jeder Dadant-Imker vor dem gleichen Problem stehen? Oder konsumieren die Unmengen an Met/Bärenfang? :eek:


  • Zu den bislang genannten Optionen:


    • Wieder aufsetzen geht nicht, da ja die Einwinterung ansteht (Füttern, Varroa-Behandlung, etc)
    • Aufheben bis NACH der Varroa-Behandlung: Mit ausgeschleuderten Waben habe ich hiermit kein Problem (war ja reif). Wenn das SEHR dünne Plörre ist (evtl sogar frisch eingetragen?) dann wird das wohl SEHR schnell gären.
    • Warten scheidet auch aus, die Völker müssen ja noch genügend Zeit haben, Futter einzulagern und Winterbienen aufzuziehen.


    Ich kenne jetzt Deine Betriebsweise nicht, ABER:


    ich behandel nicht automatisch direkt nach Honigernte gegen Varroa, sondern tue es schadschwellenabhängig. Den Völkern, die die Schadschwelle noch nicht überschritten haben, kannst Du die Waben mit dem feuchten Honig ruhig noch aufsetzen.


    Wenn Du das nicht willst, dann schleudere den feuchten Honig doch einfach und füttere ihn als Winterfutter. Sollte er bis dahin gären, kannst Du ihn immer noch entsorgen.


    Du kannst übrigens auch die Option des Wartens wählen, denn zum Futter einlagern und Winterbienen aufziehen bleibt noch genug Zeit, das können die auch gleichzeitig.


    Grüße von Herrn Rübengrün


    P.S. Bin ich froh das gleiche Rähmchenmaß in Brut- und Honigraum zu haben. :cool:

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!

  • Wann schleuderst du denn ab? Wenn nichts mehr reinkommt. Und dann ist der Honig nach 2-3 Tagen auch reif oder du schleuderst nach ein paar Regentagen ab, dann ist er auch reif. Hat Wald&Wiese doch ausgeführt.
    Also das Problem mit den unreifen Honigwaben stellt sich den wenigsten Imkern.
    Dass du weißt, dass Honig auch unverdeckelt reif sein kann, setze ich vorraus, da du hier seit 4½ Jahren angemeldet bist.
    Wenn du wegen fester Termin abschleudern musst und dann tatsächlich unreifen Honig hast, dann mache es so wie Janos schreibt und in ein paar Tagen (wenn es überhaupt so lange dauert) sind die Waben umgetragen und du kannst behandeln und füttern.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • joew unter welchem Termindruck leidest du denn? wenn du die Waben mit geknickter Folie und Leerzarge aufsetzt, die Waben evt noch mit Wasser einsprühst, tragen die innerhalb kürzester alles in den Brutraum, bei kristallisiertem Raps haben starke Völker 1-2 Zargen in einer Nacht geputzt! Dann kann noch oder auch gleichzeitig gefüttert werden- ca 5-6 kg hauen die auch in 2-3 Tagen locker weg, und dann kann die AS drauf.
    Beim Untersetzen kann es auch passieren das weitere Kleckertracht noch eingetragen wird.


    Wenn die o.g. zuviel Aufwand ist, lass sie stehen, die Ameisen putzen das alles weg.
    Wir machen KS (Beh. mit MS) bis Ende Juli und die bauen die 10-12er DNM noch locker aus und lagern das 1:1 Futter ein, neben später Kleckertracht, Anfang September wird dann Restaufgefüttert mit 3:2 oder Apiinvert.
    Gruß Fred


  • [*]Aufheben bis NACH der Varroa-Behandlung: Mit ausgeschleuderten Waben habe ich hiermit kein Problem (war ja reif). Wenn das SEHR dünne Plörre ist (evtl sogar frisch eingetragen?) dann wird das wohl SEHR schnell gären.


    :eek:


    Wenn noch Tracht reinkommt wird noch garnicht geschleudert, nach Trachtende benötigen die Bienen 2-3 Tage und dann ist das soweit gut.