Beutengrößen

  • Hallo :-),


    wie ist das generell mit den Beutengrößen?
    Passt sich ein Bienenvolk an die Größe der jeweiligen Beuten an? Daher... Ziehen die Bienen je nach Platzangebot mehr oder weniger Brut auf? Wenn ich lese, dass eine Königin bis zu 2.000 Eier am Tag legt wird mir immer ganz schwummrig. Ich frage mich, wo sollen die alle hin? :-D

  • Von welcher Beute redest du / gehst du aus / hast du. Rechne mal aus wieviel Zellen die hat, dann wie viel Brutzellen maximal belegt sind und dann hört das meist ganz schnell auf mit dem "schwummrig sein und "wo sollen die alle hin"!

  • Wenn wir von Magazinen reden gilt: Jede ist groß genug für die Brut, die ein Bienenvolk haben kann. Man kann allenfalls darüber streiten, ob bei den kleineren Formaten (DNM, Zander usf.) auch ein Brutraum ausreicht.
    Natürlich passt sich das Bienenvolk an. Eventuell auch dadurch, dass es schwärmt.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Man kann allenfalls darüber streiten, ob bei den kleineren Formaten (DNM, Zander usf.) auch ein Brutraum ausreicht.


    Die Praxis ist da schon weiter als die Theorie. Ein Brutraum Zander oder Deutschnormal reicht locker.


    Natürlich passt sich das Bienenvolk an. Eventuell auch dadurch, dass es schwärmt.


    Aber auch nur eventuell. Das Volk schwärmt sobald das Brutnest unharmonisch wird. Dafür gibt es einige Gründe, allen voran zu viel Platz im Brutraum, der von der Königin nicht bewältigt werden kann. Daran zu erkennen, daß das Brutnest von der Seite her verhonigt/verpollt. Zu viel Platz ist ein größeres Problem als zu wenig! Zumindest im Brutraum. Im Honigraum ist es genau anders herum. :wink:


    Und weil keine Königin gleich ist, und daher jeder Brutraum normalerweise eine andere Größe haben müßte, ist der anpaßbare Brutraum die optimale Wahl für eine Bienenwohnung.

  • Die Praxis ist da schon weiter als die Theorie. Ein Brutraum Zander oder Deutschnormal reicht locker.


    Meine Praxis auch!


    Das Volk schwärmt sobald das Brutnest unharmonisch wird. Dafür gibt es einige Gründe, allen voran zu viel Platz im Brutraum, der von der Königin nicht bewältigt werden kann. Daran zu erkennen, daß das Brutnest von der Seite her verhonigt/verpollt. Zu viel Platz ist ein größeres Problem als zu wenig! Zumindest im Brutraum. Im Honigraum ist es genau anders herum.


    Das würde mich jetzt näher interessieren. Im Allgemeinen gilt ja zu wenig Raum als schwarmfördernd. Das bezieht sich dann auf den Gesamtraum und nicht auf den Brutraum?! Also heißt die Empfehlung: kompakter Brutraum, reichlich Honigraum!
    Ich meinte bei mir einen gewissen Anstieg der Schwarmneigung festgestellt zu haben, als ich auf einen DNM-Brutraum umgestellt habe.
    Das kann aber natürlich auch von anderen Faktoren abhängen. Ansonsten hat sich der einzargige Brutraum sehr bewährt. 12 DNM-Waben reichen aus. Ich hatte noch kein Volk das alle 12 Waben bebrütet hat.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)


  • Ich meinte bei mir einen gewissen Anstieg der Schwarmneigung festgestellt zu haben, als ich auf einen DNM-Brutraum umgestellt habe...
    Ich hatte noch kein Volk das alle 12 Waben bebrütet hat...


    ... also zu viel Platz im Brutraum, daher die erhöhte Schwarmneigung, passt doch.
    Mußt du schieden, wenn die Königin 12 Waben nicht schafft. Und auf jeden Fall zu viel Pollen oder Honig raus aus dem Brutnest (höchhängen). Nur eine Pollenwabe vorne oder seitlich lassen.
    Ich habe zur Zeit auch noch keine Hochleistungsköniginnen und die sind mit 10 Waben DN voll ausgelastet, haben aber auch nicht die geringsten Schwarmgedanken (bis jetzt!). Ein BR 10`er DNM läuft einfach klasse! Die ersten Jahre hatte ich die Völker auf 2-3 Zargen, gar kein Absperritter und ständig Schwärme. Passt auch zur Aussage von Bernhard...


  • Mußt du schieden, wenn die Königin 12 Waben nicht schafft. Und auf jeden Fall zu viel Pollen oder Honig raus aus dem Brutnest (höchhängen). Nur eine Pollenwabe vorne oder seitlich lassen.


    Ich schiede im Frühjahr. Danach ist mir das zu umständlich. Zumal in der Regel sieben bis 10 Waben bebrütet sind, dazu das Baurähmchen und ein, zwei Pollenwaben, die ich an den Rand hänge. Und ist schon kein Platz mehr für das Schied.
    Bei einem DNM-Brutraum kann man da natürlich schlampiger rangehen als bei Großraumbeuten.
    Der Hinweis auf noch zu viel Platz ist natürlich interessant.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)