Honigraum aufsetzen

  • Hallo liebe Imker/innen,
    ich habe im letzten Jahr mit der Imkerei begonnen mit 2 Ablegern auf 10er Dadant.
    Dieses Jahr habe ich Anfang Mai zwei Königinnenableger gemacht, die sich sehr gut entwickelt haben.
    Bei den beiden Ursprungsvölkern war die Entwicklung unterschiedlich. Das eine Volk war offensichtlich mit der Nachschaffung sehr fix, die Königin wurde schnell begattet und ist sofort in die Eilage gegangen. Jetzt ist das Volk jetzt wieder sehr stark und ich habe letzte Woche einen zweiten Honigraum aufgesetzt, weil der erste fast voll ist und die Bienen neben dem Trennschied begonnen haben, alles mit Wildbau zu bestücken. Ich dachte, durch den zweiten Honigraum könnte ich die Bauaktivitäten in die richtigen Bahnen lenken. (Scheint auch zu klappen).
    Das zweite Volk hat sich langsamer entwickelt, hat jetzt aber drei Waben verdeckelte Brut kurz vor dem Schlüpfen und ansonsten auch noch 2 Waben mit Brut in allen Stadien.
    Jetzt meine - vermutlich typischen Anfängerfragen:
    Woran kann ich erkennen, wann das zweite Volk wieder einen Honigraum "brauchen" kann? Derzeit ist auf allen Waben ein ordentlich verdeckelter Honigkranz eingetragen. Ich meine: Ich muss von diesem Volk nicht unbedingt Honig ernten. Wenn sie den selbst brauchen, ist das ok. Ich will nur alles richtig machen :). Nicht dass sie irgendwann den Brutraum zu sehr mit Honig füllen - woran erkenne ich "zu viel"??
    Mein einer Ableger dagegen ist mindestens genauso stark wie das geschröpfte Volk. Sollte da vielleicht auch ein Honigraum drauf? Nicht dass die Bienen auf dumme (Schwarm-) Gedanken kommen wegen Unterforderung? Wenn sie nicht wollen, können Sie den Honigraum doch einfach ignorieren??
    Bitte geduldig mit mir sein.... ich bin nur eine unerfahrene Anfängerin, die nächtelang Foren liest und sich, bedingt durch mangelnde Erfahrung, selbst schlaflose Nächte bereitet :).
    Vielen Dank schon mal!

  • Ein zuviel an Honigraum gibt es um diese Jahreszeit eigentlich nicht (einzig die Temperierung der Beute spricht im Frühjahr für ein nicht zu frühes Aufsetzen). Also einfach einen Honigraum aufsetzen und zusehen, ob er sich füllt.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • es gibt beim angepassten Brutraum fast immer nur ein zu spät für die HR, der erste kommt zur Salweide drauf. wenn der erste ausgebaut ist, kann der 2. aufgesetzt werden mit MW.
    Wenn der erste fast voll ist, besteht eine Honigkappe, die man vermeiden möchte, wegen der Reiselust- viel zu spät.
    Außerdem beschränken sie bei zuviel Futter und Tracht die Brutnesterweiterung zugunsten von Nektar. "Verhonigen des Brutnests"

  • Hallo Resi,


    der Ratschlag bringt dieses Jahr nicht mehr viel, aber im Frühjahr lasse ich immer eine (Kontroll)Wabe außerhalb vom Schied, wenn diese angefangen wird einzutragen, ist es allerhöchste Zeit den Honigraum aufzusetzen (wie Bienenfreund schreibt, fast zu spät) um den Virtuellen Brutraum zu erhalten. Der nächste kommt bei meiner Betriebsweise rauf, wenn der erste zu zwei drittel gefüllt ist.



    gr. Stefan

  • Vielen Dank, das beruhigt mich. Dann werde ich nach dem Durchschauen morgen überall einen Honigraum draufpacken, wo viel ins Brutnest eingetragen wurde. Gerade blühen die Linden.... da gibt es was zu sammeln :)