Tageszeitabhängige Nektarproduktion und Blütenstetigkeit

  • Prägung bis eine was besseres empfiehlt, oder auf Lebenszeit? Das ist hier die Frage.


    Also wenn, dann Prägung aufgrund der 1. besuchten Blüte des jeweiligen Ausfluges. Alles andere macht keinen Sinn.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Menzel hat ja festgestellt, dass sie sich Futterstellen merken von anderen Tänzen an den Stellen sie selber noch nicht waren und wenn dann die Futterstelle die sie ansonsten kennen erschöpft ist sie sogar Alternativrouten zu dieser zweiten "persönlich" unbekannten Stelle "berechnen" und fliegen.


    Was dann wohl unter PSM z.B. nicht mehr gut funktioniert.

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • Nein, das hat mehr was damit zu tun, wie die Anforderungen auf den Tanzwaben sind.
    Deshalb ja die Grüppchen Ab-und Anflüge der Damen. Wenn eine oder viele für Wasserholen angefordert werden, fliegen solange welche auf Wasser, bis das nicht mehr abgenommen wird. Dann wird die nächste Priorität abgearbeitet, usw.
    Die Tanzwaben sind quasi das Kommunikationscenter, und besser als jeder PC in der Datenverarbeitung mit der Reaktion.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Das mit der Nachfrage auf der Tanzbodenbörse kann zwar stimmen, erklärt aber doch nicht die Blütenstetigkeit. Es wird Pollen nachgefragt, aber doch nicht explizit Löwenzahnpollen. Oder wenn Nektarbedarf besteht, wird doch auch nicht nur nach Rapsnektar gefragt.


    Aus den Beiträgen erkenne ich eine große Einigkeit darüber, dass die Stetigkeit relativ kurzlebig ist. Interessant wäre für mich aber noch in diesem Zusammenhang, wer die Meldungen über die Trachtquellen macht. Wer tanzt auf dem Tanzboden? Sind das spezielle Spurbienen die ausschließlich Aufklärungsflüge durchführen und zu Hause darüber berichten; oder bringt jede der Sammlerinnen Informationen mit. Quasi: "Ey, rechts neben dem Apfelbaum, in den wir schon seit 2 Stunden fliegen, ist das Rapsfeld wesentlich ertragreicher. Hab ich gerade mal probiert. Lecker." Hat darüber schon einmal jemand was gelesen?

  • Hallo Berggeist,


    Blütenstet heißt doch nicht, daß das ganze Volk nür eine Blütensorte anfliegt. Das sind alles kleine Gruppen, die sich wie der Erzgebirgler schrieb, ein kleines Scheinchen abgeholt haben. Und nicht nur eine Scheingröße und auch nicht nur eine Währung.
    Sehen kann man das doch auch an den Pollenhöschen, wo die sich alle rumtreiben. (Wieder Erzgebirgler)


    Gruß
    Ulrich

  • Hallo,


    wenn ich den Tautz richtig lese heißt Blütenstetigkeit gleich Blühtenstetig.
    Die Masse der Trachtbienen fliegen auf eine Blüte, wenn genug Blühten vorhanden sind.
    Nur ein geringer einstelliger Prozentsatz fliegt auch andere Blüten an.
    Wie sonst sollte man Sortenhonig ernten können.


    Wenn die z.b. 20 Gruppen bilden und so viele andere Blüten anfliegen würden- so viele Tanzböden hatten die gar nicht.
    Was würde das für ein durcheinander geben bei 10-20tausend oder noch mehr Flugbienen die Organisiert werden müssten.
    Die große Masse nur zu einer Blüte, ist doch einfacher zu organisieren- wenn wie schon geschrieben die Blühfläche groß genug ist.
    Und das Sie in sehr kurzer Zeit sehr viel Nektar eintragen können ist ja der Vorteil für uns und gegenüber den anderen "Insekten".


    Der Buchweizen bringt sehr früh den Nektar - man kann zusehen wie der Flugbetrieb von 5- bis 6 Uhr extrem ansteigt und dann wieder stark abflacht- dann ab 10 gehts wieder los zur Sonnenblume.
    Da eine Bienen bei Volltracht über 10 mal ausfliegt wird Sie später die Sonnenblume auch anfliegen.


    Gruß Enrico