Brutraum verhonigt, Völkerführung mit Honigraum UNTER dem Brutraum???

  • Hallo Imkergemeinde,


    ich hab das Problem, das bei mir die Bruträume verhonigt sind. Das war auch schon im Spätsommer 2015 so.


    Die Völker sind zwar trotzdem recht "stark", aber eben nur sub-optimal wenn die Stockmutter lediglich auf der Hälfte des Brutnestes stiften kann.


    Selbst wenn ich die verdeckelten Honigwaben aus dem Brutnest entnommen, geschleudert und leer in den Honigraum gegeben habe und im Brutraum mit Mittelwänden ersetz habe, haben die die Mittelwände im Brutnest ausgebaut und voll neuen Nektar geklatscht.


    Das frustiert mich total. Ich habe mittlerweile sogar einen Zwischenboden mit Anflugbrett zwischen Brutraum und Honigraum gepackt, damit die möglichst gleich in den Honigraum einkehren und abtanken können. Wird aber nicht wirklich angenommen. Stattdessen kehren die schön alle "unten" ein und betanken das Brutnest.


    Der Zwischenboden hat übrigens ein großes Loch, sodass die Bienen durch das Absperrgitter über den Zwischenboden in den Honigraum aufsteigen können, aber da ist wahrscheinlich der Weg zu weit oder was)


    Daher überlege ich, die Völker so zu führen, dass ich den Honigraum unten platziere und das Brutnest darüber. Damit erübrigt sich auch das Abheben der schweren HR-Zargen.


    Hat jemand damit schon Erfahrungen.


  • Ich habe mit allen durchgeführten und geplanten Maßnahmen zwar keine Erfahrung, aber vermute aufgrund deiner Beschreibung gemäß meinen Erfahrungen mit anderen Maßnahmen folgende Probleme:


    Am Ende des Brutnestes befindet sich Futter oder Pollen, das die Königin nicht überquert, um dahinter liegende Waben zu bestiften. Selbst wenn du diese Waben dahinter entnimmst und dort Mittelwände einsetzt, werden diese zwar wieder ausgebaut, aber die Barriere verhindert wieder das Bestiften, also wird wieder Futter reingepackt.


    Der Zwischenboden oder ein Untersetzen von Honigraum dürften das Problem eher verschlimmern. Meiner Erfahrung nach versuchen Bienen das Futter weit weg vom Flugloch und über der Brut anzulagern. Deckel mit Loch zu einem zweiten Raum wirkt wie ein Schied. Oberhalb zählt also nicht mehr richtig zur Beute.
    Bienen, die auf das untere Loch eingeflogen sind, nutzen weiterhin dieses und lagern den Honig unten ein, weil oben ja irgendwie außerhalb ist.
    Aufsetzen über einen Zwischenboden mit Loch oder Folie mit Loch sowie Untersetzen von Waben nutze ich deshalb, wenn sie die Waben dort leerräumen und das Futter in den Brutraum tragen sollen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Amape () aus folgendem Grund: Autokorrektur rückgängig machen

  • Was soll der Zwischenboden da drinnen.
    Raus das Teil!
    Was hast Du für ein Absperrgitter, ist es durchlässig genug.
    Zum Beispiel ist die Lindentracht nicht Spätsommer, dieser ist im September und da muß es so sein das unten eingelagert wird.
    Du kannst den HR nicht unten platzieren. Denn dann wird er zum BR umfunktioniert und kannst keinen Honig ernten.
    Peter

  • Tu doch mal eine der ausgeschleuderten Waben und eine Mittelwand mittig ins Brutnest, jeweils zwischen zwei Brutwaben. Wenn eine von denen besser bebrütet wird als die andere, weisst Du, was zu tun ist.

  • Hallo Immenfreund,


    sprichst du von einem VOlk bei dem die BR verhonigt sind oder von mehreren Völkern? Verwendest du einen oder zwei BR?


    Davon unabhängig würden mir schon ein paar Gründe für die Beobachtung einfallen. Einer davon, die Völker haben geschwärmt und die neue Kö ist noch nicht begattet. Oder aber die Völker machen "Backfilling" weil sie sich aufs Schwärmen vorbereiten.


    Das "Verhonigen" im Spätsommer willst du sicher nicht vermeiden, das ist die EInlagerung von WInterfutter ....


    Gruß
    Reiner

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Selbst wenn ich die verdeckelten Honigwaben aus dem Brutnest entnommen, geschleudert und leer in den Honigraum gegeben habe und im Brutraum mit Mittelwänden ersetz habe, haben die die Mittelwände im Brutnest ausgebaut und voll neuen Nektar geklatscht.


    Du machst das Problem so sogar noch schlimmer. Deine Königin hat zuviel Platz im Brutraum, oder anders herum, sie ist nicht so gut/stark wie Platz da ist. Wenn Du ihr den Raum enschränken würdest (Schied), ginge es vielleicht, wenn Du ihr aber noch mehr Platz bietest, kommt sie vollends ins schwimmen. Besorg Dir zum testen mal ein zwei wirklich gute Königinnen von einem guten Züchter, kannst ja unbegattete nehmen, die kosten nicht die Welt. Und dann vergleichst Du nächstes Jahr mal.


    HR nach unten ist Blödsinn, die Bienen lagern ihre Schätze nicht an der Haustür. Du brauchst gute Königinnen und einen Brutraum, der an deren Legeleistung angepaßt ist, dann klappt es auch mit dem Brutraum.


    Beste Grüße und viel Erfolg,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo,
    nimm sofort den "Zwischenboden " aus der Beute. So ein Teil giebt es nicht.
    Wenn deine Bienen jetzt immer noch nicht in den Honigraum wollen, nimm mal einen Brutraum weg, oder setze ein Schied.
    Auf jeden Fall : Brutraum drastisch einengen ! ... Offensichtlich ist die Königin nicht in der Lage zwei Bruträume zu nutzen.
    Also lagern die Bienen natürlich den Honig dort ein wo er der Brut am nächsten ist, ( in den leeren Zellen im Brutraum ).
    Mit welchem System imkerst du ?


    Beutenaufbau von unten nach oben :
    1. Boden
    2. ein / zwei Bruträume , ( je nach Betriebsweise und Leistungsfähigkeit der Königin ) .
    3. Absperrgitter
    4. Honigraum
    6. Folie
    7. Deckel
    8. Ein gutes Imkerbuch !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    9. Lesen


    Gruß und gute Honigernte,
    Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Mit den letzten Bemerkungen können wir wohl nicht mehr drauf hoffen, dass der gute Immenfreund uns weiter berichtet, wie es mit dem Volk weiterging und ob die Tipps was gebracht haben...

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Amape () aus folgendem Grund: Fehler verbessert

  • Wenn ich auch schon solche Ableger von den Völkern machen könnte, ehe ich die Völker habe, wäre ich auch noch zufriedener... :lol:


    Das geht, aber andere Frotzeleien nicht???
    Seit nicht alle so empfindlich.
    Dieser Zwischenboden ist (unter anderem) nun mal grober Unfug. Das darf auch mal deutlich so dargestellt werden. Wenn man dann noch dem Fragesteller jeden Popel zur Betriebsweise aus der Nase ziehen muss, macht das einfach keinen Spaß.
    Finvara hat mit der Aufstellung vollkommen recht. Da gibt es nichts vernünftiges zu ergänzen.
    Warum bekommt Reiner keine Antwort auf seine Fragen?
    Profil (minimal) ausfüllen, wäre fein. Muss man da jedes mal drauf hinweisen? Das macht auch keinen Spaß. Sollte sich auch nach einem Jahr mal rumgesprochen haben. Aber das ist ja alles zu hart für die Fragesteller. Wer wollte noch mal eine Frage beantwortet haben?:-(

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)

  • Sehe ich ähnlich. :-)
    Darűber hinaus sollte zudem auch jedem Anfänger bekannt sein, daß die Tiere die Honig-Bevorratung gerne bzw. generell fluglochfern vornehmen. Somit kann der Threadtitel mit einem klaren Nein beantwortet werden. Das steht beispielweise auch in jedem Anfängerbuch. Häufig sogar durch Zeichnungen anschaulich verdeutlicht.
    Ich habe seit einiger Zeit den Eindruck, daß so mancher Beginner die notwendige Theorie ausspart. Diese ist aber fűr erfolgreiches Imkern unerläßlich.

  • Hallo ihr zwei,
    das ist der Nachteil des ausschließlich geschriebenen Wortes hier. Man merkt es erst spät, dass etwas ganz anders wirkt als es gedacht war. Die Bemerkungen zum Buch fand ich nämlich sogar aus genau denselben Gründen prima, die ihr angeführt habt.
    Ich wollte eigentlich den Bienenfreund zu einer Antwort provozieren, nachdem er von jedem von uns bis gestern klare Hilfe bekommen hat. Laut Profilinfo war er ja gestern spät abends noch aktiv, hat aber keine weitere Info zu den Fragen gepostet oder vielleicht wenigstens einfach mal kurz irgendsowas wie "Danke für die Antworten" hier reingestellt, ehe ihm heute ein Buch empfohlen wurde. Aber vielleicht sollte ich nicht immer davon ausgehen, dass die Umgangsformen aus dem richtigen Leben auch im virtuellen Leben wünschenswert wären...

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)