Baurahmen als Honigwaben?

  • Kann man Baurahmen mit leeren Drohnenwaben im Honigraum benutzen?
    Füllen die Bienen die größeren Zellen?


    Mich würde interessieren, ob das jemand weiß, der es schon mal probiert hat.

  • Ja, kein Problem. Da kann man schönen Wabenhonig machen, weil es ja Naturbau ist.
    Wenn man die Bienen im Honigraum bauen lässt, ist die Zellgröße auch kaum anders.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Äh, wenn man dann aber auf den bebrüteten Zellen rumkaut fühlt es sich nicht soooooooo gut an. Unbebrütet ist es lecker.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich ging davon aus, dass die Waben unbebrütet blieben.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Da macht man sonst immer mit ASG usw. rum, damit kein Honig in bebrütete Waben gelagert wird, und dann nehmt ihr absichtlich Brutwaben und wollt, dass die Bienen Nektar eintragen?


    Wabenhonig! Da sind dann diese vielgerühmten Balaststoffe mit drin, in den Larvenhäutchen. Gibt wenn man gründlich kaut glänzendes Haar und feste Fingernägel! :daumen:


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Also noch mal zur Klarstellung: Volle (bebrütete) Baurähmchen werden ja üblicherweise ausgeschnitten, bzw. eingeschmolzen. Dann iss nix mehr mit Honigraum.
    Ich habe das auch schon gemacht: Ein nicht bebrütetes Baurähmchen (die gibt's gerade zu Ende der Schwarmzeit öfter) einfach in den Honigraum hängen. Ich fand es einfach zu schade zum Ausschmelzen
    Wo liegt das Problem?


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hast du den Baurahmen gedrahtet? Wenn nicht, mußt du später sehr vorsichtig damit sein... Mir ist vor 2 Wochen so eine Honigwabe aus dem Rahmen geflogen, als ich Bienen abschütteln wollte. Also wenn dann auf jeden Fall kennzeichnen und auch später dran denken!

  • Also wenn dann auf jeden Fall kennzeichnen und auch später dran denken!


    Die sind eigentlich sehr gut zu erkennen - an den großen Zellen.
    Ich habe gestern zwei davon auch geschleudert - ging problemlos.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Da ich dies Jahr immer zuwenig MW hatte, habe ich auch bei einigen Honigräumen als letzte Wabe einen Baurahmen gegeben, wurde mehrmals voll ausgebaut. Muß man bloß beim Schleudern vorsichtig sein, da nicht gedrahtet.
    Jetzt werden im Brutraum schon einige Drohnenrahmen nicht mehr bestiftet, sondern mit Nektar gefüllt, kann man als Futterwaben für die Auffütterung verwenden, und nach Leerung im Frühjahr ausgeschneiden.

  • Ich fand es einfach zu schade zum Ausschmelzen. Wo liegt das Problem?


    Kein Problem, Humor. Ich schleuder gelegentlich auch bebrütete Waben, ich hab da keinerlei Probleme mit. Als Wabenhonig würd ich bebrütete Waben nicht wollen, aber das wär ja jetzt geklärt. Gegen unbebrütete Bau-, Drohnen- oder sonstwas für Waben spricht ja nix, außer das man sie ggf. schlecht schleudern kann. Alles gut.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Tach Gemeinde,
    also meine Erfahrung ist, dass Drohnenzellen erst dann mit Nektar gefüllt werden, wenn sich sonst keine Ablage findet.
    Nicht selten finde ich auch Drohnenbau partiell in Honigraumwaben (trotz Dickrahmen) und immer werden bei solchen Waben zuerst die kleineren Vorratszellen befüllt, oft auch noch verdeckelt, bevor auch nur ein Tröpfchen Honig in den Drohnenzellen landet.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."