Fütterung - Alle Völker gleichzeitig?

  • Hallo und guten Morgen,


    als Neumitglied in dem Forum möchte ich zunächst vielen Dank sagen an die Organisatoren und vielen aktiven Informationsgeber hier. Es hat mir schon das eine oder andere mal geholfen als "anonymer Leser".


    Ich bin "Jungimker" seit Anfang 2015.


    Mit der Suchefunktion habe ich kein Erfolg zu meiner Frage gehabt.


    Derzeit habe ich vier Völker an einem Standort (gewollt waren nur drei; der Schwarmtrieb in diesem Jahr lässt grüßen) und zwei Futterzargen. Ende Juli/Anfang August, nach der Schleuderung (wenn es noch was gibt bei dem Wetter hier in der Wetterau) werde ich mit der Einfütterung beginnen (Apiinvert). Ich frage mich jetzt, ob ich zwei Zargen kaufen muss um die Völker gleichzeitig zu füttern (Räuberei?) oder ob es auch "nacheinander" funktioniert. Letztes Jahr haben die Bienen das Futter (3x7kg, ca. 14 Tage Abstand) sehr gut angenommen, war nach "gefühlt" 3-4 Tagen jeweils weg.


    Schon jetzt vielen Dank für den/die Hinweis(e)


    Beste Grüße,
    Oliver

  • Hallo Oliver,
    herzlich willkommen im Forum.
    Meine Empfehlung zu Deiner Frage: Füttere alle gleichzeitig. Die Gefahr der Räuberei bei der Einfütterung für den Winter ist immer gegeben. Wenn Futter in großen Mengen ins Volk kommt, beginnt das Volk in aller Regel sofort mit verstärkter Flugaktivität die sich auf das nicht gefütterte Volk überträgt und dieses sich in den "Suchmodus" steigert. Gerade bei der Fütterung mit Zucker (Apiinvert) ist dies deulich zu beobachten.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Oliver,


    willkommen hier!


    Gleichzeitige Fütterung (und nur abends) macht schon Sinn. Wenn die Tracht weg ist könnte es sonst schneller zu Räuberei kommen.


    Mein Tipp: Einfach mit einer Schüssel in einer Leerzarge füttern. Als Aufstiegshilfe macht sich Holzwolle ganz gut und eine Folie mit zurückgeknickter Ecke dazwischenlegen.


    Gruß Jörg

  • Super, danke! Wieder lehrreich.


    Das mit der "Aufstiegshilfe" kapiere ich nicht so richtig. Die Holzwolle dann in die Schüssel mit Zuckerlösung legen?


    thx

  • Holzwolle oder Korkscheiben oder sonst Schwimmfähiges in die Futterschüssel, und dafür sorgen, dass die Bienen den oberen Rand erklettern können. Ich nehme eckige Behälter und stelle die Kontakt zu mindestens einer Beutenwand auf, dann kommen sie auch leichter raus und rein. Und lieber breit und flach als hoch.


    Und ja - unbedingt alle gleichzeitig füttern, das Futter geschlossen zum Stand transportieren (Kanister), zügig arbeiten und viel Wasser dabeihaben, damit man Verkleckertes sofort wegspülen kann. Ich hatte grad eine heftige Räuberei am Stand - das will man nicht haben, auf gar keinen Fall!


    Gruß
    Marion

    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Gerade bei der Fütterung mit Zucker (Apiinvert) ist dies deulich zu beobachten.


    Gerade das ist ja ein großer Vorteil von Apiinvert, dass es im Vergleich zu Zuckerwasser viel weniger riecht. Siehe http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=36237


    Bei guter Führung ist aber beides kein Problem :wink:


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hi Ulrich,


    das mit der Folie, denke ich, habe ich kapiert. Die "Abdeckfolie" knicken "a la Eselsohr" damit nur in der Ecke Ein- und Ausgang ist. Ich frage jetzt nicht "Warum?".


    Ich werde mir aber Futterzargen holen. Habe ja wohl jedes Jahr den Bedarf...bei anvisierten 3-4 Völkern...


    Danke an alle Tipgeber!


    Grüße

  • Hallo Simon,
    wenn ich die Fütterung mit selbstaufgelösten Zucker, Appiinvert und Weizenstärke-Sirup (alles über mehre Jahre nacheinander praktiziert) vergleiche, ist das invertierte Zuckersirup für Bienen ein immer ein deutlicher Signalgeber auch wenn nichts verkleckert wird. Die entspannte Fütterung seit ich Weizenstärke füttere ist für mich der Beweis.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hach,


    wie schön. Du holst noch Futterzargen!
    Top!!


    Es geht nix über ordentliches Futtergeschirr und die Möglichkeit bienenfrei nachfüllen zu können.


    Statt Futterzargen in die Ecke zu stellen, ist eine saubere Alternative ein Kunststofffütterer mit zentralem Dom und Deckel. Den stellt man über ein Loch im Deckel oder in der Folie und benötigt eine Leerzarge drumherum. Bei vielen sind die HR dazu dann frei.


    Wilkommen und viel Erfolg


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • ...Es geht nix über ordentliches Futtergeschirr und die Möglichkeit bienenfrei nachfüllen zu können. ...


    Ich habe beides, mag aber die Schüsseln mehr! Da sehe ich die Bienen, bekomme sofort einen guten Überblich über die Stimmung im Volk... Und die paar Bienen am Kopp stören mich nicht.


    Gruß Jörg

  • Meine Futterzargen haben einen durchsichtigen Deckel und bienenfreies Nachfüllen - für mich das Optimum. Mit ner blauen LED-Taschenlampe kann man von oben sehr gut reinsehen, ohne Bienenkontakt.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Meine Futterzargen haben einen durchsichtigen Deckel und bienenfreies Nachfüllen - für mich das Optimum. Mit ner blauen LED-Taschenlampe kann man von oben sehr gut reinsehen, ohne Bienenkontakt.


    Danach suche ich: wo kriege ich die?


    Danke, Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Hast du schon mal die einschlägigen Internethändler durchwühlt ? Sehr intensiv scheinst du nicht gesucht zu haben. :wink: 3 Klicks auf der Holtermannseite haben mich mehrfach fündig werden lassen.


    GRüsse, Robert