Kö Begattungserfolg 2016

  • Und wieder gestern das Unfassbare:


    3 Waben voll verdeckelter Brut, 5 tage alte Maden, keine Stifte, Nachschaffungszellen
    KÖ tot vor dem Flugloch gefunden.


    Das ist kein Zufall und kein Imkerfehler mehr.
    Im ganzen Umkreis passiert das bei den - ich betone: ABLEGERN ( nicht Begattungskästchen!)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hier bei mir wollen die Apideas ausziehen. aussen eine große Traube Bienen am Loch, innen fast leer und nur noch ein kleiner Haufen von Innen am Loch und dazwischen ein Tüten der Verzweiflung. Wären die übervoll oder in der prallen Sonne... ne da passt alles. Selbst 2 Minis waren schon dabei auszuziehen. Überall in den Bäumen konnte man Bienen sehen die sich am Sammeln waren und dann wieder suchend umherflogen. die kleinen Einheiten machten dabei den EIndruck einer richtigen Schwarmwolke die überm Stand ihre Kreise zog.


    Dieses Jahr ist hier nicht normal

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Die Apokalyse ist nah! Wehe uns allen!


    Geh jetzt in meinen selbstgegrabenen Erdbunker. Popcorn und Cola auffüllen, sind fast alle.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Anni,


    ich habe heute eine tote Königin auf dem Weg zwischen den Beuten gefunden. Umrundet von 5 Arbeiterinnen. Vielleicht 3m vom nächsten Miniplus entfernt. Werde morgen mal nachschauen, ob und wo die Kö fehlt.
    Die Miniplus sind eigentlich überflällig, dass sie in Eilage gehen sollten. Aber vielleicht hat das miserable Wetter das hier verhindert - und die Bienen haben die überalterte Jungfer ausgemustert?


    Gruß
    Ludger

  • Hi,
    Begattungserfolg dieses Jahr 19/20 .
    Liegt aber wohl auch an meinem Standort und der Anzahl der Drohnenvölker.
    8 Vatervölker von mir + die etwa 10 Völker vom ortsansässigen Berufsimker 500m Luftlinie.


    Wie Bernhard sagt, starke Begattungseinheiten + ausreichend Drohnen --da sollte das ein normaler Schnitt sein.


    Gruß Andre

  • Im Moment ist nahezu 100 % Luftfeuchte, gestern dazu noch qualvoll warm. Die Luft kann man schneiden aber kaum atmen. Da hängt alles raus.




    Hat aber mit dem Begattungserfolg nix zu tun. Ich lasse fortlaufend Drohnenwaben bestiften und die kommen dann in die Pflegevölker, sobald die Weiselzellen bestiftet sind. Eine Drohnenwabe Dadant hat so 5.000 Drohnen vielleicht. Alle 8 Tage dann 5-10 Drohnenwaben. Das garantiert genug Drohnen am Platz, die alle über die Pflegevölker auch sehr gut gepflegt werden. Die Pflege der Drohnen ist wichtig. Sobald die Drohnenwaben geschlüpft sind, kommen sie wieder in die Zuchtvölker.


    Hier ein paar Bilder von der ersten Serie 2016.



    https://www.youtube.com/watch?v=vFUO2cPjxIE


    Die erste Serie starte ich mit Apideas und begatteten Königinnen, die ich in Zweiköniginnenvölkern überwintert habe. Die nächsten Serien baue ich nach und nach in Warré auf (die besseren Miniplusbeuten). Später baue ich dann Dadantableger auf. Alle Einheiten starte ich weiselrichtig und mit begatteter, legender Königin. Das daraus resultierende Brutnest ist der ideale Nährboden für neue Königinnen. Die alte Königin kommt raus, die geschlüpfte Königin dann per Zweitschlupfzelle rein. Ich lasse die erst im Brutkasten schlüpfen und sehe mir die Königin an, bevor ich sie zustecke.


    Zu dem Verfahren werde ich beizeiten auch mal ein paar Eindrücke in einem Video sammeln.

  • PS: Wenn ich aus der Ich-Sichtweise berichte, dann nur um Verallgemeinerungen zu vermeiden. Sprich: ich berichte aus der Ich-Perspektive, weil ich das für einen guten Ton halte. "Man" oder andere verallgemeinernde Floskeln, hinter denen verstecke ich mich nicht.


    Das heißt aber nicht, das ich nur meine Sichtweise gelten lasse, wie manche Hobbypsychologen hier glauben. Das heißt nur, daß ich aus meiner Perspektive erzähle. Und sonst gar nichts. Da brauch' man (man :wink:) nix dazu dichten und reindeuten.


    Das habe ich bei den Demetern gelernt, die mich immer gefragt haben: Ist das deine Erfahrung? Dein Erleben? So habe ich es gelernt. Schreibe mit 'Ich' und mit 'Du' und nicht mit 'man'. Hat rein gornix mit übertriebenem Selbstbewusstsein zu tun.

  • Hallo,
    "ich" :wink: habe da mal 'ne ganz doofe Anfängerfrage.


    Wieviel "mehr" Drohnen leben wirklich in einem "Drohnenvolk" als in einem "normalen" Volk, bzw. wieviel mehr erreichen die "Begattungsfähigkeit"?


    Laut einem Vortrag des Celler Bieneninstituts läßt jedes Bienenvolk nur ein paar hundert Drohnen zu, egal wieviele Drohnen in dem Volk geschlüpft sind.
    Der Rest wird vor die Tür gesetzt und muß sich irgendwo einbetteln, wo noch keine "paar hundert" Drohnen sind, was kaum irgendwo der Fall sein dürfte, oder sie geben halt komfortables Meisenfutter ab.


    Die Quelle dieser Aussage war wie erwähnt mündlich, ob das auch irgendwo niedergeschrieben ist, weiß ich nicht.
    Führt dieses Verhalten, wenn es denn so ist, in irgendeiner Weise zu einer zielgerichteten Selektion?


    Und noch 'ne Frage: wie positioniert ihr eure Drohnenvölker?


    Die Königin fliegt zur Begattung doch weiter als die Jungs, oder?


    Stellt ihr die Drohnenvölker dann 2km um die Begattungseinheiten in die Runde?


    Irgendwie schnalle ich es nicht.
    Ich dachte immer Standbegattung führt zwangsläufig zu einem Zufallsergebnis à la Landrasse und für bewußt gewollte Begattungsergebnisse gibt es dann die Belegstellen.


    Habe ich da irgendwo einen Knoten im Kopf?


    Liebe Grüße
    Astrid


  • 3 Waben voll verdeckelter Brut, 5 tage alte Maden, keine Stifte, Nachschaffungszellen


    So einen Ableger habe ich auch. Ich persönlich schiebe für mich den Fehler jedoch hinter die Kiste. Ich hatte sie gezeichnet und wohl wieder zu schnell ins Volk entlassen - schließlich gab es auch noch andere Königinnen zu zeichnen und drei Stände abzuarbeiten. [emoji17]
    Wieder was gelernt.


    Wenn es aber auch deutlich erfahreneren Kollegen so geht, dann finde ich es bedenklich.


    Für mich bleibt der Fehler in meiner Situation jedoch hinter der Kiste. Ich lasse den Ableger dennoch einfach mal laufen und beobachte um zu lernen.