Kö Begattungserfolg 2016

  • Wollte mich auch noch einmal beim Bernhard für die Ausführungen bedanken. Sehr viel Aufwand, aber da muss man schon einfach gestehen, dass es eben auch die innere Einstellung zur Zucht und Vermehrung sein muss. Viele von uns nutzen die üblichen Begattungskästchen und viele leider noch die ganz kleinen Ausgaben. Minimaler Aufwand für maximalen Erfolg, ist dieses Jahr falsch angebracht.


    Ansonsten kann man vieles verantwortlich machen und kommendes Jahr kann es wieder prima sein. Auch hier zählt die langfristige Beobachtung. Wir lernen doch alle dazu, jedes Jahr neu.

  • Ralf was ist, wenn die Spermatheka der Königinnen einfach nicht ausreichend gefüllt gewesen ist, etc.? Die Bienen schmeissen die neuen Königinnen sicherlich nicht einfach so raus. Ich hatte auch Einheiten, die sich toll entwickelt haben und dann eine Woche später Weiselzellen und keine Madame mehr drinnen.


    Die Bienen wissen das besser. Die kann man nicht so einfach täuschen.

  • Das Problem bei allem wo wir Kisten für mehrere Einheiten nutzen sind diese bescheidenen offenen Gitterböden. Dadurch verlaufen sich nicht nur unsere Königinnen bei der Rückkehr vom Begattungsflug und sitzen dann unterm Gitter statt in der Kiste, auch die Bienen nehmen von unten den Geruch der anderen wahr. Dadurch kann es dazu führen, dass sie sich am Ende wie eine Einheit fühlen, besonders wenn der Rest der Kisten auch nicht dicht genug ist. Entweder laufen sie dann über oder es fehlen irgendwann Königinnen -und logisch fehlen dann die ausreichenden Pheromone der Königin, was zu Zellenbildung führt. Wer mal 2 Bruträume trennt und dazwischen 3-4 Honigräume setzt, der wird das selbe feststellen, die werden Zellen ziehen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ralf was ist, wenn die Spermatheka der Königinnen einfach nicht ausreichend gefüllt gewesen ist, etc.?


    Dann weiseln sie rechtzeitig still um oder das Volk wird buckelbrütig. In beiden Fällen ist die alte Königin noch da (wenn die Zelle im Volk schlüpfen oder eben wenn's zu spät ist und nur noch Drohnenbrut angelegt wird). Ist doch auch verständlich, solange de Bienen die Chance haben, die Neue erstmal zu testen bevor sie sich der auf Gedeih und Verderb ausliefern, dann tun die das. Kommt ja garnicht so selten vor, das sie still umweieln wollen und mit der Neuen nicht zufrieden sind und einen zweiten oder dritten Anlauf nehmen, oder das man im Herbst Muter und Tochter einträchtig auf einer Wabe findet. Das die Bienen in einem normalen Volk mit Brut erst ihre Mutter abstechen und sich dann Gedanken darüber machen, wie es weitergeht, das hatte ich noch nie (aber das heißt ja nix).


    Markus : das mit den Gitterböden stimmt, die gleiche Erfahrung hab ich auch gemacht.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo,


    Bernhard seine Art ist gewöhnungsbedürftig und unbedingt verbesserungswürdig, aber sein Beitrag ist fachlich eine Bereicherung.
    Ich möchte noch hinzufügen:
    Ein Drohnensammelplatz bildet sich erst ab mindestens 4-5000 Drohnen.
    In einen Volk sind wie viele begattungsfähige Drohnen max. 1000?
    Somit sind 5 Drohnenvölker für ein Sammelplatz notwendig.
    Die Königin meidet den nahegelegenen Sammelplatz um Inzucht zu vermeiden, fliegt im schnitt etwa 2-5 km
    Die Drohnen nehmen lieber den der am nächste ist um Ihre Flugzeit zu verlängern und somit Ihre Chance auf eine Begattung zu erhöhen, fliegt um 1-2 km im schnitt


    Wie viele Drohnensammelplätze gibt es im Umkreis von 5 KM,- 10 oder 20 oder 50? Ich weiß es leider nicht.


    Die Anzahl der Drohnenvölker sollte laut neusten Empfehlungen über 50 sein um ein gutes Ergebnis zu erreichen.


    Grüße


    Enrico

  • Hallo Enrico,


    OT an
    Bernhard ist nun mal so, wie er ist. Und er ist so und nicht anders. Und ob, oder ob nicht etwas verbesserungswürdig ist, geht uns nichts an.


    OT aus


    Gruß
    Ulrich

  • Bernhard ist nun mal so, wie er ist. Und er ist so und nicht anders. Und ob, oder ob nicht etwas verbesserungswürdig ist, geht uns nichts an.


    Sind wir nicht alle einzelne Individuen die sich gerade durch die kleinen Unterschiede unterscheiden? Was wäre denn, wenn wir alle gleich wären.
    Ich bin froh, dass Bernhard, Rase, Drohn und alle anderen Hier im Forum so sind wie sie sind. Gibt genug die mitschwimmen und da muss man keine Innovationen erwarten.


    Habt euch lieb, zeigt Toleranz und schätzt den anderen so wie er ist.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ich starte alle Begattungseinheiten, auch die kleinen Apideas, immer mit einer begatteten Königin. Die Bienen bauen dann in den Begattungseinheiten schnell ein richtiges(!) Brutnest auf, mit voller Power = Pollen und Honig und jungen Bienen. Erst wenn das Brutnest ein echtes Brutnest ist, erst dann kommt die alte Königin raus und die junge Prinzessin rein. So werden die Begattungseinheiten auch nicht leergeräubert, denn die Bienen verteidigen ein richtiges Brutnest anders, als wenn sie als Häufchen Elend (Kunstschwarm/1-Wabenableger) dort vor ein paar Tagen reingekippt wurden. Und in so ein Brutnest kehrt die junge Königin auch gern zurück!


    Also ich nehm dann für alle Begattungseinheiten die ich nicht überwintern kann (Apidea) zum Start eine begattete Königin? Da laß ich die dann ein richtiges(!) Brutnest aufbauen mit voller Power (auf den drei Wäbchen) und mit jungen Bienen. Also erst nach 21+x Tagen(?) kommt dann die neue rein? Hab ich so noch nicht gemacht, geb ich zu. Ich hätte allerdings zu Anfang der Zucht (-25 Tage für die Brutnestbildung) auch noch keine 40 -100 begatteten Kös über, die ich in für drei bis vier Wochen in so'n Kistchen sperren könnte um das Nest zu bereiten. Wenn die drei Waben dann auslaufen wird's auch schnell was eng in dem Kistchen, oder? Wir reden ja nicht von MiniPlus, wo ich erweitern könnte.


    Was ist an einem Häufchen Elend falsch? Wie groß man die KS-Einheiten erstellt ist doch einem selbst überlassen, und ein Kunstschwarm mit unbegatteter Königin kommt dem natürlichen Nachschwarm doch schon recht nah. Muß ja nicht unbedingt elendig klein sein. Immer schön nah dran an der Natur, entweder als vorweggenommener Vorschwarm und die Neue schlüpft im Brutnest ihrer Mutter, oder eben der KS, als Äquivalent zum Nachschwarm. Hat doch beides seine Berechtigung, und davon hängt der Begattungserfolg nun echt nicht ab. Das bestens aufgezogene Jungköniginnen mit guter Genetik bessere Chancen haben auf einen erfolgreichen Begattungsflug ist doch unstrittig! Aber dann wieder:


    Und ob so'n Sammelbrutableger jetzt 10, 30 oder 100 Dadant-Brutwaben beinhaltet, auch die legelustigste Jungkönigin wird da keine riiiiesigen Brutnester anlegen, weil die Legeleistung einer Bienenkönigin so oder so begrenzt ist. Auf die erste Zarge ein ASG und fertig, selbst die 12 Waben macht die nicht wieder voll. Wenn man das bei Dir so geschrieben sieht denkt man erstmal, hui, der treibt aber einen Aufwand, aber wenn man's nochmal genauer liest relativiert sich das. Das klingt alles super, keine Frage, aber das stimmt doch so vorne und hinten nicht.


    Und persönlich nehm ich das, weil Du mir/uns anhand so'ner Geschiche von oben herab erklärst, mein Hagel/Stark- u. Platzregen hätte keine Auswirkungen auf meine Begattungsergebnisse, das wär nur ein handwerkliches Problem. Wenn Deine Muttis nix geworden wären, wärst Du der erste, der uns mit ellenlangen Diagrammen und Wetterdaten genaustens belegen könnte, warum es nicht geklappt hat (klappen konnte!) und keinnesfalls der Imker hinter der Kiste eine Mitschuld tragen würde.


    Deswegen war ich unlustig. Aber die neuste Serie hat Sonnenschein zum Liebe machen und das stimmt mich dann auch wieder versönlich.


    Beste Grüße & nix für ungut,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Meine Begattungseinheiten haben
    - 1 Dadant Pollen
    - 1 Dadant geschlossene Brut
    - 1 Dadant offene Brut
    - 1 Dadant Futter


    Diesen Mini-Plus-Kram habe ich vor 3 Jahren verkauft.
    Viel zu klein. Apidea ist ja noch winziger.


    Gruß Sanni, die ihre Nachzucht auch gut versorgt haben möchte.

  • Kurzes Update, Luffi hatte Recht. Hab heute die 2 übrig gebliebenen Königinnen gezeichnet, sind 2 richtig schön große Königinnen, die Stiften wie die verrückten.
    Dadurch das pro Kasten nur eine was geworden ist, bin ich mir sicher das es so war wie Luffi beschrieben hat.


    War mir eine Lehre.


    Viele Grüße,


    Max