Kö Begattungserfolg 2016

  • Hallo,


    mal ne Frage an die alten Hasen hier.
    Ich mache dieses Jahr zum zweiten mal Völkervermehrung nach Liebigs 4 Schritte Methode. Meine Begattungsvölkchen
    sind letztes Jahr am Stand alle super begattet worden, von 14 Kös gab es nachher eigentlich nur 4 Schwache Völker, der Rest super.


    Dieses Jahr sind 18 Kö von 23 Larven geschlüpft. am WE hab ich in dei Begattungsvölkchen reingeschaut und habe entsetzt feststellen müssen, dass bei mindestens der Hälfte der Völker neben normaler Brut auch Drohnennester angelegt sind - Das ist doch nich normal oder? (hatte ich letztes Jahr nirgendwo). Die beobachte ich jetzt erstmal, oder was sagen hier die Experten? Kann ich die in die Tonne treten?


    Einig sind auch komplett Drohnenbrütig die ich wieder auflösen muss.
    Kann das am Dauerregenwetter und nur mäßigem Begattungserfolg liegen?


    Gruss
    Manfred


  • Einig sind auch komplett Drohnenbrütig die ich wieder auflösen muss.
    Kann das am Dauerregenwetter und nur mäßigem Begattungserfolg liegen?


    Gruss
    Manfred


    Hallo Manfred,


    da hast du leider schon den Grund für deine schlechte Begattung gefunden. Ich habe von anderen Imkern ähnliche Zahlen gehört. Wenn die Königinnen zur Schlechtwetterzeit ausfliegen, kommt es zu solchen Ergebnissen. Sogar Totalverluste von Königinnen sind bei einem Gewitter nicht ungewöhnlich. Gerade im Süden soll ja das Wetter mehr schlecht als Recht gewesen sein.


    Wenn bei schwachen Völkern Drohnen angelegt werden, ist das meistens ein schlechtes Zeichen.


    Gruß
    Frank

  • Hallo Manfred,


    meinen Sammelbrutableger habe ich am 2. Juni aufgelöst und daraus 11 Ableger gebildet. Diese 11 Königinnen sind alle begattet worden und stiften. Allerdings haben die zum Hochzeitsflug auch gutes Wetter gehabt. Zwei Königinnen haben abgeschwärmte Völker bekommen. Aufgrund der da noch nicht geschlüpften alten Brut kann ich noch nicht sagen wie erfolgreich das war.


    Grüße von Herrn Rübengrün

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!

  • Hallo


    Ich bin auch der Meinung das hier das Wetter eine große Rolle gespielt hat. Wenn auch die Königinnen ausgeflogen sind, die Drohnen fliegen so richtig nur bei Sonnenschein aus.


    Aber zu dem Thema habe ich eben auch gerade eine Beobachtung gemacht. Ein starker Ableger, dessen Königin, heute schon ein richtiges Brutnest haben müsste, hatte nur vereinzelt Rundmaden und es waren Nachschaffungszellen angesetzt. Als ich die Königin gefunden hatte, sah ich sie von Ammenbienen umgeben, aber sie kippte immer wieder auf die Seite, raffte sich kurz wieder auf und fiel wieder auf die Seite.
    Was kann da passiert sein, eine Beschädigung durch mich ist ausgeschlossen. Ist da eine Vergiftung möglich oder ist die Königin von einer fremden Biene gestochen worden ? Habe die Königin abgedrückt und den Ableger mit dem danebenstehenden Volk vereinigt.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Die Königinnen die begattet wurden legen bei mir wie verrückt, allerdings sind bis jetzt ungewöhnlich viele vom Begattungsflug nicht zurückgekehrt im vergleich zu sonst.

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Andere Methode suchen. Liegt nicht am Wetter. Bei mir sind die fast durchgehend begattet und zwar gut begattet worden, trotz des Monsuns in der letzten Zeit.

  • Hallo Bernhard
    Ich denke das das Lokal stark unterschiedlich ist. Ich habe bei rund 40 Königinnen eine Quote von über 90 %. Wir hatten aber zwischendurch immer mal wieder gute tage.
    Gruß Frank

  • Guten Morgen, na dann berichte ich auch mal, was ich selber kaum glauben kann:


    Die Annahme des Zuchtrahmen war prima.
    Die Königinnen, in Begattungskästchen aufgeteilt kamen auch außer einer alle begattet zurück und haben schöne Brutnester aufgebaut.
    Einige Fremdschwärme wurden auch eingefangen.


    und nun kommt es:


    In diversen Ablegern, aber auch Schwärmen fehlt auf einmal die Königin.
    Dies, nachdem wunderbare Brutnester über min. 3 Waben angelegt wurde.
    Es sind Nachschaffungszellen vorhanden.


    Und NEIN: ich arbeite sehr vorsichtig und habe noch nie eine Königin gequetscht.
    Es wäre ein Wunder, wenn ich bei 5 Ablegern und 2 Schwärmen dieses Unglück hervor gerufen hätte.
    Ich frage mich hier, was da los ist und bin völlig ratlos :-(


    By the way: es ging auch einigen Imkerkollegen hier im Umkreis so! was ist denn da bloß los????


    Honigernte momentan kannste auch knicken, ich fütter eher zu, als dass ich was entnehmen könnte.......

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Da bin ich mit Anni in der selben Situation. Ich füttere schon seit 2 Wochen Honigwaben von einem geschwärmten Volk den anderen Völkern hinzu. Kein Nektar nichts gar nichts.
    Bei der Begattung sieht es wie folgt aus...von 7 Könniginen sind 2 nicht mehr in der Beute,auch keine Brut,1 mal unbegattet nur Drohnenbrut und 4 Srück legen normal.
    Ist halt nicht optimal gewesen das Wetter..aber jammern ist nicht dafür schmeckt mein Honigbrot in der früh zu gut um jetzt Trübsal zu blasen :liebe002:


    Gruss Markus

  • Andere Methode suchen. Liegt nicht am Wetter. Bei mir sind die fast durchgehend begattet und zwar gut begattet worden, trotz des Monsuns in der letzten Zeit.


    Klar. Liegt am Imker. Wenn der gaaaaanz kleine Hände hat und abends am Kamin nach getaner Arbeit geruhsam gaaaaaaaanz kleine Schwimmflügelchen häkelt, dann klappt's auch mit der Begattung - selten so'n Quatsch gelesen. Auf den Austellungsort hab ich Einfluß, den Untergrund und natürlich dn Inhalt der Einheit. Aber beim eigentlichen Begattungsflug halte ich mich diskret zurück. Wenn's dauerhaft beschissenes Wetter ist, dann sind die Ergebnisse schlecht, da jetzt 'ne Kausalität absprechen zu wollen und es auf den Imker zu schieben ist ulkig.


    Echt jetzt.


    Beste Grüße,
    Ralf (mit zu großen Händen und zu wenig Zeit und dem entsprechend schlechten Begattungsergebnissen bei Serien die ins Wasser gefallen sind)


    Edit: und ob die wirklich 'gut' begattet worden sind, zeigt sich nicht jetzt, sondern im Frühjahr.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife


  • Edit: und ob die wirklich 'gut' begattet worden sind, zeigt sich nicht jetzt, sondern im Frühjahr.


    Königinnen die aus solchen Wetterverhältnissen stammen, sind häufiger darunter im Frühjahr umgeweiselt zu werden. da werd ich garantiert schon jetzt einige Minis mehr bereit halten. Wobei es bisher nur bei 20 Stück das Problem gab, vermutlich kommen die direkt in minis/bzw. verbleiben dort.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Nach meiner Bescheidenen Erfahrung ist es wichtig, dass die früh Morgens Sonne bekommen. Der eigentliche Standort ist dieses Jahr fast der gleiche nur stehen die Kisten nun auf der anderen Seite des Waldes. Letztes Jahr bekamen die Sonne ab 15 Uhr, dieses Jahr ab Sonnenaufgang bis 15 Uhr. Letztes Jahr hatte ich Ausfall zahlen von über 60%, dieses Jahr unter 10%. Wenn es dann aber ständig schüttet, kommt die beste Königin nicht zurück.

  • Hallo,


    hätte da auch einen bescheidenen Beitrag:


    Dass Königinnen plötzlich nicht mehr in der Kiste sind, glaube ich definitiv. Denn ich habe vor 2 Wochen tatsächlich auch eine Prinzessin als Krabblerin gefunden. Anschließend war auch tatsächlich eines der Völker dahinter weisellos.


    Wie ich an anderer Stelle schon schrieb, gibt's hier bei uns irgendein Problem mancher Völker, so dass relativ viele Krabbler entstehen, bei denen es sich definitiv NICHT um Varroaschäden handelt. Kein Wunder, dass es auch mal eine Königinnenzelle trifft.
    Ich tappe noch im Dunkeln, ob es sich um Vergiftung, Maikrankheit, Tracheenmilbe oder anderes handelt, aber das Problem trifft nicht nur meinen Stand.


    Kollegen dachten auch, "bei mir ist das nicht", doch nach kurzer Suche im Gras vor den Beuten war klar: Falsch gedacht, du hast es also auch!


    Es ist wie gesagt insgesamt nicht dramatisch, den Völkern ist nichts anzumerken, aber wenn man es einmal entdeckt hat, schon auffällig. Anfangs waren bei mir fast alle Völker leicht betroffen, inzwischen sind es nur noch einzelne, aber bei denen sieht man dann auch vor den Fluglöchern deutlich mehr Totenfall und immer mal wieder auch nachts Krabbler hervorkommen.
    Bei einer Nachschau kann ich beim besten Willen aber nichts auffälliges erkennen.


    Schaut mal genauer nach, die 5-20 Meter Gras vor euren Fluglöchern. Ist da mehr Totenfall als üblich? Sind Krabbler unterwegs (bevorzugt ab Mittag bis abends, wenn der Vorflug und eventueller Trachtflug sein Maximum hatte)? Die Krabbler sind ziemlich mobil und entfernen sich rasch über 10m hinweg, daher dürfte es den meisten bisher gar nicht aufgefallen sein. Schaut daher bevorzugt an Hindernissen wie Stufen etc., wo sie sich eine Weile stauen und dort auch gehäuft verenden.


    Es könnte durchaus einfach nur ein Zusammenhang mit dem unterirdisch nassen Wetter bestehen, aber wenn ihr das seht, habt ihr vielleicht eine mögliche Ursache für die Königinnenverluste gefunden.


    Gruß
    hornet