Waben zu dick und gehen kaputt

  • Hallo zusammen,


    ich bin Imkeranfänger. 2 Völker in Segeberger Beuten, eine seit etwa einem Jahr, eine seit diesem Frühjahr. Beide Beuten haben zwei Brutzargen und einen Honigraum. Soweit erstmal zu den Bienen und mir.


    Nun zu meiner aktuellen Sorge. Bei der aktuellen Kontrolle habe ich alle Rähmchen gezogen und kontrolliert. Drei Rähmchen waren so dick, dass ich sie nicht ziehen konnte, ohne dass der Honig geflossen ist. Die gefüllten Waben standen also so weit über, dass der daneben liegende Rahmen sie aufgeschlitzt hat.


    An einer Stelle war der betroffene Rahmen neben einem Leerrahmen für die Drohnenbrut. Die anderen Stellen waren zwischen zwei Rahmen mit Mittelwänden, also identisch mit dem ausgebauten Rahmen.


    Gibt es eine Möglichkeit, dies zu verhindern? Oder ist das normal? Muss ich dann einen Rahmen entnehmen, damit ich genug Platz habe, um die anderen Rähmchen zu prüfen? Und stecke ich den dann zum Schluss einfach wieder zurück?


    Vielen Dank schonmal für Tipps in diesem Fall.


    Viele Grüße
    der Schorsch

  • Das machen die Bienen regelmäßig, dass sie Dickwaben bauen, statt die Mittelwand der nächsten Rähmchens auszubauen - wenn man sie lässt.
    Das Problem bei der zweizargigen Betriebsweise ist, dass hier im zweiten Brutraum oft viel Honig eingelagert wird, wenn das Volk eigentlich nicht starkt genug für zwei Bruträume ist. Da hilft, die Bienen enger zu führen (nur ein Brutraum) und niemals ausgebaute Waben und Mittelwände gemischt einzuhängen. Dann passiert das allenfalls an einer Stelle.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • wie o.g. nur im Block MW geben, und auch auch bei Segerberger DNM- ein angepasster Brutraum ist stressfreier, als ein doppelter, der wird nur als Pollenlager mißbraucht! 2 abgeschwärmte hatten 5-6 Pollenbretter! Ich will inzwischen, das sie dickere bauen- deshalb verteile ich nur 10 statt 11 Waben im HR- zum Ausbauen W-3MW-3W-3MW-W.
    Nachdem Schleudern auf Holz zurückschneiden.
    Zargen spart man dabei nicht ein- 2-4 HR werden gebraucht und ein größeres Honiglager ;)
    Gruß Fred

  • Hallo Fred,


    da muss ich jetzt aber nochmal nachfragen. Ich habe auf die erste Zarge eine zweite (Brutraum-)Zarge aufgesetzt, als ich fand, dass es zu voll wurde. Dein Vorschlag ist aber, dass ich keinen zweiten Brutraum, sondern gleich einen Honigraum aufsetze? Und dann noch einen, wenn der langsam voll wird? Könnte ich ja an einem Volk im kommenden Frühjahr mal probieren.


    Aber (bitte entschuldige die Unwissenheit, ich lerne noch) was ist W-3MW-3W-3MW-W?


    Viele Grüße
    Der Schorsch

  • Hallo Fred,


    da muss ich jetzt aber nochmal nachfragen. Ich habe auf die erste Zarge eine zweite (Brutraum-)Zarge aufgesetzt, als ich fand, dass es zu voll wurde. Dein Vorschlag ist aber, dass ich keinen zweiten Brutraum, sondern gleich einen Honigraum aufsetze? Und dann noch einen, wenn der langsam voll wird? Könnte ich ja an einem Volk im kommenden Frühjahr mal probieren.


    Kann ich nur empfehlen: Ich setze alle Völker, die ich zweizargig überwintert habe, zur Salweidenblüte (wenn also erstmals erweitert wird) auf einen Brutraum. Dann werden nur noch weitere Honigräume gegeben, keine weiteren Bruträume. Platz für Bienen ist auch in Honigräumen. Ein Brutraum genügt völlig und das Einengen verbessert die Völkerentwicklung. Werden die Völker enger geführt, trocknet auch der Honig schneller und nicht zuletzt ist die Durchsicht viel einfacher.


    "W-3MW-3W-3MW-W" meint die Anordnung von Waben und Mittelwänden in der Zarge; also eine ausgebaute Wabe, dann 3 Mittelwände usf.
    Ich würde aber im Honigraum die MW in einem Block geben, nicht in zweien.



    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Muss ich dann einen Rahmen entnehmen, damit ich genug Platz habe, um die anderen Rähmchen zu prüfen? Und stecke ich den dann zum Schluss einfach wieder zurück?


    Ja. Das macht man immer, wenn man mit Beuten arbeitet, die komplett mit Rähmchen gefüllt sind. Sonst rollst und quetscht du ja dauernd Bienen und die werden irgendwann richtig sauer und am Ende bekommt dann die Genetik die Schuld.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D