Pflegevolk in den Keller

  • Wäre es denn eine Möglichkeit, das Pflegevolk - welches die WZ bis zur Verdeckelung pflegen soll - bei starker Tautracht in den Keller zu stellen. Oder reicht Verstellen zum Verlust der Flugbienen aus?


    Bitte um Erfahrungsberichte!


    Vielen Dank und liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Gehen tut alles, hab schon einiges probiert. Aber Kellerhaft ist für ein Pfelgevolk eine Zumutung, dann lieber täglich verstellen. Ich arbeite in solchen Fällen mit Startern die dann nach 24h mit BeeBoost und SuperBoost versorgt werden, dazu geb ich dann noch Drohnenwaben mit offener Brut flankierend an die Zuchtrahmen und schon sollte zumindest das Problem mit der Temperatur erledigt sein. Hatte ich erst dieses Jahr wieder so im Einsatz, da es dank Blatthonig erste Probleme gab, nun ist es aber wieder gut und die Annahme/Pflege liegt auch so bei ca. 90%
    Inwiefern es sich auf die Gelee Royal Produktion und Zusammensetzung auswirkt kann ich leider nicht beurteilen, jedoch verbleibt in den Zellen immer ein Gelee Royal Rest und die Königinnen stehen in Größe und Gewicht nicht den Schwestern in richtigen Pflegevölkern nach.


    Ach ja, statt Kellerhaft reicht auch eine Garage!
    Starter kann man ohne Probleme in der Garage halten mit geschlossenem Flugloch. Aber nach einmal Anbrüten immer wieder mal 1-2 Tage fliegen lassen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Danke!
    Die Idee mit Kellerhaft deswegen, weil Weiß schreibt, dass sich die Außentemperatur fast gar nicht auf das Resultat auswirkt. So hätte ich ihnen einfach 4 Tage schlechtes Wetter vorgespielt...


    Ich wollte einen offenen Starter ohne Brut machen... und mit BeeBoost habe ich noch nie gearbeitet, hätte ich auch nicht zur Hand jetzt... somit fällt diese Möglichkeit für dieses Jahr weg.
    Vermutlich lass ich 24 Stunden anpflegen und dann in Pflegevolk mit viel offener Brut oben. Täglich verstellen. Mal sehen was dabei raus kommt. Sobald wie möglich in den Brutschrank.


    PS: Aber deine Königinnen waren dann doch einen Tick zu klein :-D

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Ich habe das Volk umgestellt und dann Königin und alle offene Brut entnommen.
    Jetzt klappts. Und sobald die Weiselzellen verdeckelt sind, kann ich ja wiedervereinigen.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Ich habe das Volk umgestellt und dann Königin und alle offene Brut entnommen.
    Jetzt klappts. Und sobald die Weiselzellen verdeckelt sind, kann ich ja wiedervereinigen.


    Wolfgang


    Dann hast ja nichts anderes als einen Starter mit viel Bienen und verdeckelter Brut... Im Pflegevolk macht man sich ja die vorhandene offene Brut zu nutze sowie die stärkere Gelee Royal Produktion sowie Temperatur.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Meine Idee war: Zu wenig Futtersaft; also offene Brut raus, dann ist aller Futtersaft für die Weiselzellen da.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Danke!
    Die Idee mit Kellerhaft deswegen, weil Weiß schreibt, dass sich die Außentemperatur fast gar nicht auf das Resultat auswirkt. So hätte ich ihnen einfach 4 Tage schlechtes Wetter vorgespielt...


    Naja, die Außentemperatur wird nicht das Problem sein, sondern die Temperatur im Stock. Eingesperrte Bienen können da schon recht warm werden oder sich irgendwann etwas lethargisch zur Traube zusammen finden und die Temperatur vernachlässigen. Darin seh ich hier das Hauptptoblem.



    PS: Aber deine Königinnen waren dann doch einen Tick zu klein :-D


    Nicht die Königinnen, die Weiselzellen waren unserem Franz zu klein :roll:
    Wenn du die Brummer siehst die aus denen heraus gekommen sind, dann wird es einem manchmal Angst und Bange. Manchmal denk ich, je kleiner die Zelle umso größer dann die Königin die schlüpft...

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Meine Idee war: Zu wenig Futtersaft; also offene Brut raus, dann ist aller Futtersaft für die Weiselzellen da.


    Wolfgang


    So einfach ist das leider wieder nicht. Die Futtersaftproduktion bedarf auch gewisser Auslöser und dazu gehört eben ein Volk mit Brut in allen Stadien und einer Königin. Pflegebienen müssen ja z.B. unmengen Pollen in den ersten Tagen zu sich nehmen um damit die Futtersaftproduktion überhaupt ins Laufen zu bringen.
    Ein Starter hat nun aber auch nur begrenzte Menge an eingehängtem Pollen und da so gut wie kein frischer Pollen herein kommt, muss man hier z.B. laufend Pollenwaben nach hängen, sonst ist da nach 4 Wochen die Luft raus.


    Es gibt aber auch hierzu wissenschaftliche Studien, die die ganzen Zusammenhänge erklären und welche Auslöser wo wichtig sind und was sie benötigen/bewirken.


    Für einen einmaligen Starter kann man natürlich einfach alle offene Brut und die Königin entnehmen und fertig ist der Starter, aber damit dann weiter zu arbeiten wird sich sicher nicht positiv auf die Königinnen auswirken und jeder Pfleger wird hier bessere Qualität liefern -sofern dieser auch richtig vorbereitet wurde und die Weiselzellen nicht nur im Honigraum mit Honigwaben hängen, sondern hier auch von offener Brut flankiert wird.
    Als Tipp ist es hier immer sinnvoll, mindestens 1 Honigraum zwischen den Zellen und dem Brutraum als Puffer zu haben. Dadurch wird der Abstand erhöht und die Ergebnisse der Endpflege sind besser. Hier gibt es aber auch verschiedene Meinungen, bei denen andere sagen es muss direkt übers Brutnest...

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Könnt ihr mich mal aufklären, warum ihr so einen Aufwand betreibt?
    Nutzt ihr ein weiselrichtiges Pflegevolk?
    Oder geht es um die Tautracht? Oder um die Menge der Bienen? Je mehr Bienen, umso besseres Ergebnis, oder?


    Ich habe dieses Jahr wie letztes Jahr einen Anbrüter mit 3 Waben (1x Pollen, 1x Wasser, 1x Futter/Nektar) verwendet, allerdings hab ich auch nicht bei mir sondern bei einem Kollegen umgelarvt.
    Hatte recht schlechte Annahme, muß morgen verschulen, aber wenn ich beim Umhängen vom Anbrüter in die Zuchtlatte richtig gesehen habe, sind nur 5-8 von Ü20 angeblasen worden.
    ich muß aber auch dazu sagen dass ich dieses Jahr das erste Mal selber umgelarvt habe.
    Das Volk hatte ich 9 Tage vorher Weisellos gemacht (die Bienen daraus waren aber auch echt zickig, da mußte eh was passieren;-) und alle Zellen gebrochen.


    Halt die klassische Art

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Naja, die Außentemperatur wird nicht das Problem sein, sondern die Temperatur im Stock. Eingesperrte Bienen können da schon recht warm werden oder sich irgendwann etwas lethargisch zur Traube zusammen finden und die Temperatur vernachlässigen. Darin seh ich hier das Hauptptoblem.


    Danke, hast mich überzeugt...



    Nicht die Königinnen, die Weiselzellen waren unserem Franz zu klein :roll:
    Wenn du die Brummer siehst die aus denen heraus gekommen sind, dann wird es einem manchmal Angst und Bange. Manchmal denk ich, je kleiner die Zelle umso größer dann die Königin die schlüpft...


    Hat super ausgeschaut dein Zuchtrahmen!


    Franz sagt, Starter darf auch offene Brut haben :roll: Eigentlich müsste er es ja wissen... Hast das schonmal versucht Markus?

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Könnt ihr mich mal aufklären, warum ihr so einen Aufwand betreibt?
    Nutzt ihr ein weiselrichtiges Pflegevolk?
    Oder geht es um die Tautracht? Oder um die Menge der Bienen? Je mehr Bienen, umso besseres Ergebnis, oder?


    Es geht um das Problem, dass die Annahmequote der Larven mit Einsetzen der Tautracht abnimmt und man die Königinnenzucht vergessen kann.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • Könnt ihr mich mal aufklären, warum ihr so einen Aufwand betreibt?
    Nutzt ihr ein weiselrichtiges Pflegevolk?
    Oder geht es um die Tautracht? Oder um die Menge der Bienen? Je mehr Bienen, umso besseres Ergebnis, oder?


    Ja, weiselrichtiges Pflegevolk! Die Zucht im schwarmtriebigen Volk ist dabei eine Ausnahme und ist jetzt auch schon vorbei.



    Ich habe dieses Jahr wie letztes Jahr einen Anbrüter mit 3 Waben (1x Pollen, 1x Wasser, 1x Futter/Nektar) verwendet, allerdings hab ich auch nicht bei mir sondern bei einem Kollegen umgelarvt.
    Hatte recht schlechte Annahme, muß morgen verschulen, aber wenn ich beim Umhängen vom Anbrüter in die Zuchtlatte richtig gesehen habe, sind nur 5-8 von Ü20 angeblasen worden.
    ich muß aber auch dazu sagen dass ich dieses Jahr das erste Mal selber umgelarvt habe.
    Das Volk hatte ich 9 Tage vorher Weisellos gemacht (die Bienen daraus waren aber auch echt zickig, da mußte eh was passieren;-) und alle Zellen gebrochen.


    Also du bist vom Anbrüter in ein weiselloses Pflegevolk ohne offene Brut gegangen? Ich würde den Anbrüter auch anders machen...

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)


  • Franz sagt ja, Starter darf auch offene Brut haben :roll: Eigentlich müsste er es ja wissen... Hast das schonmal versucht Markus?


    Also offene Brut im Starter hab ich jedesmal wenn ich ihn neu erstelle. Ich nehm da dann keine Rücksicht, wobei ich überwiegend verdeckelte und schlüpfende Waben nehme, jedoch auch hier so, dass der Schlupf über eine Woche verteilt ist.
    Ohne Warten geb ich dann direkt meine Zuchtrahmen und da gibt es dann erstmal kaum Unterschiede in der Annahme. Bricht man aber die Zellen der Waben nicht rechtzeitig, dann geht die Annahmequote stark zurück und wenn dann eine verdeckelte dabei ist, kann es auch zum Ausräumen aller Näpfchen führen.


    Hier plane ich mal noch einen Versuch mit offener Drohnenbrut, Arbeiterbrut kann man im Starter vergessen, dann muss man laufend schauen und artig Zellen brechen. Selbst bei Drohnenbrut würden sie dann mit zunehmendem Alter irgendwann eine Drohnenlarve als Weiselzelle umarbeiten, gibt dann gut 5cm lange Weiselzellen.


    Seine Ausführungen mit Brut und BeeBoost sind nach meiner Erfahrung kontraproduktiv und waren eher eine Reaktion auf mein Versuch mit BeeBoost und SuperBoost zur Umstellung des Starters als Pflegevolk.
    SuperBoost werde ich jedoch im Starter nicht testen, kostet ja alles Geld und da geb ich lieber eine frische Brutwabe dazu und hab den selben Effekt. Prinzipiell solltes es jedoch funktionieren, jedoch stellt sich mir die Frage zu Kosten/Nutzen bei 24h Anbrüten...

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • Also offene Brut im Starter hab ich jedesmal wenn ich ihn neu erstelle. Ich nehm da dann keine Rücksicht, wobei ich überwiegend verdeckelte und schlüpfende Waben nehme, jedoch auch hier so, dass der Schlupf über eine Woche verteilt ist.
    Ohne Warten geb ich dann direkt meine Zuchtrahmen und da gibt es dann erstmal kaum Unterschiede in der Annahme. Bricht man aber die Zellen der Waben nicht rechtzeitig, dann geht die Annahmequote stark zurück und wenn dann eine verdeckelte dabei ist, kann es auch zum Ausräumen aller Näpfchen führen.


    Dann könnte ich ja Volk entweiseln und zusammendrücken auf den Brutraum und 2 Stunden später Zuchtrahmen einhängen?



    gibt dann gut 5cm lange Weiselzellen.


    Die musst dann dem Franz zeigen :-D


    Es ist ganz klar dass man einen Starter anders behandeln und bilden muss wenn man den im Dauereinsatz hat... ich möchte den nach 24 Stunden wieder Rückvereinigen. Der muss dann wieder Tracht fliegen :wink:

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)