Linde 2016

  • Pro ha Lindenwald 1000 kg Honig sollten lt. Expertenmeinungen eine ungefähre Größe sein...
    Ausbeute von 500 g pro Baum im Bereich des Möglichen.


    Die Zahlen schwanken je nach Art der Hochrechnung/Autor. Pritsch faßt die Angaben einschlägiger Autoren zusammen und gibt in seiner "Bienenweide" einen HONIG-Ertrag von 150 - 600 kg/ha Linde (alle Arten) an. Die exakteste Methode bestehe darin, Nektar aus der Einzelblüte mittels Kapillarröhrchen anzusaugen, Menge + Zuckergehalt zu bestimmen und dann über Anzahl der Einzelblüten/Pflanze, Pflanzenanzahl/ha, Blühdauer/Einzelblüte den theoretischen Honigertrag/ha + Jahr hochzurechnen. Das mag für LW-Kulturen noch einigermaßen exakt gelingen, was ja auch der Schwerpunkt der entsprechenden hungersnotdiktierten Forschungsarbeiten war. Aber bei Wildbäumen wie der Linde nimmt die Unschärfe naturgemäß zu (wer zählte die Anzahl der Einzelblüten je exakt aus?; wetter-/standortbedingte starke Schwankungen etc.).


    I.ü. müßten tagsüber die Stockgewichte bis zu einem 5-fachen des erhofften Honigertrages anwachsen je nach Wassergehalt des Nektars...


    p.s.: @ Franz Xaver: Was sagen Mauricio/Schaper zu ihrem Berechnungsweg? Deren Ertragsangabe von 700 ... 1000g/Baum bezieht sich ja auf die tägliche Nektarpropduktion eines Baumes. Daraus müßte der Ertrag von Honig erst einmal hochgerechnet werden, um mit anderen Angaben vergleichen zu können. Ich gehe davon aus, daß Pritsch die Angaben von Mauricio/Schaper kannte (als Quelle benannt) und in seinem Buch verarbeitete .

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von ribes () aus folgendem Grund: p.s.

  • Linde läuft, Kornblume läuft. Der Rest ist äußerst bescheiden bis jetzt.

  • Hier hat sich der Extremregen bis auf ein paar Tage halbwegs in Rahmen gehalten, aber es gab ziemlich wenig "Flugfenster". Aber die scheinen die Mädels an direkten Lindenstandorten ganz gut genutzt zu haben. Aktuell sind die ziemlich am Verhonigen. Aber das Ganze scheint auch unter nem ziemlichen topografischen Einfluss zu stehen. An einigen Standorten kannste hier honigfeuchte Waben offen lagern, an anderen wird selbst das abgekratzte Wildbauwachs beräubert.


    Nach dem mittelmäßigen Raps hoffe ich jetzt mal auf anhaltend gutes Wetter..

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Bei uns blühen die Winterlinden und sind voll besetzt mit Bienen. In den Honigräumen war bis gestern davon leider nichts zu merken. Hoffentlich kommt noch was rein.


    Viele Grüße
    Landbiene

  • Moin zusammen!


    Nachdem ich gerade vom Stand zurück bin und dort HR-Heben ge-"spielt" habe um einen Eindruck von der Lindentrachtnutzung zu bekommen, bin ich doch tendenziell positiv überrascht.
    Zwar sind es nicht ansatzweise die gewünschten oder durchschnittlichen Mengen, doch beinahe alle WV haben schleuderbare Honigmengen (~ 10-20 kg) in den HR. Vermutlich beinahe ausschliesßlich aus den gerade im Abblühen befindlichen Winterlinden.
    Ich werde wohl Ende kommender / Anfang übernächster Woche (Ab-)Schleudern und somit die diesjährige Honigsaison beenden.


    Wie ist die Lage bei Euch? Haben die verschiedenen Linden (noch) merklich gehonigt oder blieb`s komplett trocken?


    Gespannte Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Gehonigt haben Sie und jetzt endet die Blüte. Es sieht aber so aus, also wäre die Ernte deutlich kleiner als in den Vorjahren.
    Soweit auf den Waben zu erkennen, ist der Honigtauanteil dieses Jahr geringer.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Bei mir honigt sie noch, doch sollte es die Tage zuende gehen.
    Soweit ich es abschätzen kann, ist es deutlich mehr als sonst.
    Selbst die Maischwärme haben ihren Honigraum voll.
    Alles ist reiner Lindenblütenhonig, kein Tau.
    Ich werde wohl zur Belohnung einen guten Teil als Winterfutter in den Völkern lassen.
    Elk

  • Ich schätze auch in Berlin-Spandau dürften die letzten Linden bald durch sein, ein klein wenig duftet es noch.
    Erste Langeweile kommt offenbar auch schon auf und drum durfte mein Mini-Völkchen gestern noch umziehen, weg von den Wirtschaftsvölkern. Vielleicht bin ich übervorsichtig? :roll:


    LG
    Andreas

  • Bei uns Honigt es verblüffent gut. Die Buden sind voll bis zum Rand, kaum Honigtau, so gut wie alles Nektar. Bei mir ein gutes Lindenjahr, auch wenn von der Sommerlinde garnix kam. Heute leider etwas kühler und windig nachdem es gestern Regen gegeben hat. Freistehende Linden sind so gut wie durch, die im Wald blühen jedoch noch sehr gut. Morgen soll es wieder heiß werden... kann nur was werden. Bin seeeeehr zufrieden. Dann noch Springkraut und das Honigjahr ist für uns durch.

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Bei mir ist es mehr als erwartet, aber weniger als in den letzten Jahren. So langsam scheint es aber zu Ende zu gehen. De Damen waren gerade sehr aggressiv, ohne Rauch Honigräume runter und ich hatte schon 5-10 Stiche in den Beinen. Das hatte ich so noch nicht bei diesen Völkern. Diese Königinnen gehen nicht mit in den Winter...

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Hier wird die Linde stark beflogen, es hört sich an wie ein Schwarm, es duftet - ABER es kommt FAST NICHTS davon im Honigraum an!


    Seit der Frühtracht, die zugegebenermaßen sehr gut war, ist hier seit etwa Ende Mai sowas von Trachtlücke, wie ich es hier noch nicht erlebt habe. Von Ende Mai bis Ende Juni haben die Völker stetig abgenommen, ca. 8-12 kg Minus pro Volk! Wirtschaftsvölker haben die Sicherheitsreserven fast aufgebraucht. Kg-Ableger mussten gefüttert werden, statt dass sie noch einen HR voll machen wie in den Jahren zuvor, das hatte ich noch nie!


    Und seit Ende Juni bis jetzt kommt jeden Tag maximal nur etwa das herein, was sie verbrauchen, die Waage zeigt einen waagrechten Gewichtsverlauf seitdem. Das ist sehr enttäuschend heuer und dabei soll es rundum in meiner Gegend viele geben, die noch nicht mal eine gute Frühtracht hatten, weil es dort noch mehr geregnet hat.


    Wobei meine Imkerkarriere ja noch nicht soooo lang ist. Aber auch die langjährigeren Imker hier bestätigen ebenfalls, dass eine so deutliche und lange Trachtlücke bei uns schon sehr ungewöhnlich sei.


    Was bei der Gelegenheit jedenfalls schon mal festgehalten werden kann ist, dass einer der vielen bekannten Imkersprüche wieder mal nur Müll ist und offenbar immer nur abgeschrieben, aber nie überprüft wird.


    Nämlich "dass die Linde honigt, wenn sie nasse Füße hat". Totaler Blödsinn, nassere Füße als heuer bei uns sind nur schwer möglich, zur Blütezeit dann wunderbar warmes Hochsommerwetter, TROTZDEM kein Nektar. Glaubt also einfach den alten Sprüchen erst mal nicht, überprüft sie erst mal selber, dann bleiben Enttäuschungen seltener.


    Gruß
    hornet

  • Bei mir hat die Linde die Honigräume wenigstens halbvoll gemacht. Sie ist gerade am Abblühen, bzw gerade abgeblüht. Nur ein paar Silberlinden sind noch da. Nächstes WE werde ich wohl abschleudern. Die Stockwaagen im Landkreis zeigen alle nur Abnahmen seit Anfang Juni mit Ausnahme von einzelnen Tagen mit nicht nennenswerten "Gewichtszuwächsen". Die Frühtracht war bei den meisten nicht dolle. Habe aber auch gehört, dass jemand Rekordernte bei der Frühtracht hatte.