Api'deus® Begattungskästchensten aus Holz

  • Hallo in die Runde,


    ich möchte meinen Bestand an Begattungskästchen aufstocken und stelle mir die Frage, ob die Holzvariante des Apidea (z.B. bei Holtermann als Api'deus angeboten) eine brauchbare Alternative zum klassischen Hartschaum-Apidea ist. Mit meinen Segeberger MWK's bin ich nicht mehr zufrieden. Die Fläche der Belüftungsgitter ist dort zu klein und verstopfen schnell durch Totenfall.


    Das Apidea ist ja lang erprobt und bewährt. Mir ist das Material aber einfach unsympathisch. Doch genügt die Wärmeisolation der 20 mm-Holzwände für den kleinen Haufen von 100g Bienen? Ich bin mir da unsicher.


    Hat jemand praktische Erfahrungen, evtl. mit beiden Variant?


    danke für Eure Beiträge!
    Michael


    PS: bitte nicht die Überwinterungsdiskussion starten. Die Kästchen sollen bei mir nur zur Begattung auf der Belegstelle und kurzfristigen Aufbewahrung der Königinnen dienen.

  • Hallo,
    ich benutze Apideas in Styropur und bin sehr zufrieden damit. Ich habe sie auch schon zur Belegstellen geschickt. Die Holzversion habe ich bei Holtermann angesehen. Sie ist für meine Zwecke ungeeignet. Der Deckel sitzt nicht fest, für eine Belegstellenverschickung ist das völlig ungeeignet. Auch sonst hat alles geklappert. Außerdem war die Holzqualität sehr schlecht, wie häufig bei Holtermann. Ich bleibe bei Styropur. Ein Nachteil haben die Kästen allerdings: die Belüftung ist nicht immer ausreichend. Besonders dann, wenn die Bienen mit Brut über eine längere Zeit transportiert werden. Man kann im Boden aber ganz leicht ein Stück rausschneiden und stattdessen mit Heißkleber ein Stück Gittergewebe einsetzen. Bei Standbegattung reicht die Belüftung aber auf jeden Fall aus. Ansonsten ist der Kasten gut durchdacht und alles passt.
    Susanne

  • Hallo,


    die Holz Apidea sind ja wie die Styropor Dinger.
    Also probieren.



    Wir haben die Kieler,
    Vorteile sehe ich da in der Stapelbarkeit = sehr guter Transport,
    auf engen Belegstellen auch einfach versetzt und trotzdem sehr standfeste Weise mal aufeinander stellbar.
    Verschiedene Fluglochmöglichkeiten ....
    Unser einzelnes "Holzkieler" hat leider keine gute Stapelbarkeit.



    An den Apidea nervt mich immer der Fluglochschieber ....
    .... der geht nicht gut. Wäre auch nichts das erste mal das er bei gut gebrauchten Apidea runterfällt und das Flugloch verschließt und das auf der Belegstelle.



    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • ...An den Apidea nervt mich immer der Fluglochschieber .... .... der geht nicht gut. Wäre auch nichts das erste mal das er bei gut gebrauchten Apidea runterfällt und das Flugloch verschließt und das auf der Belegstelle. GdBK

    Meine Imkerpatin nutzt hierfür den LEGO 8er Stein als Runterfallschutz

  • Hallo,
    normalerweise benutze ich die Styrodur-Apideas und bin eigentlich zufrieden.


    Dieses Jahr habe ich mir ein Holz-Apidea geholt und auch schon mit Bienen besetzt und sehe
    eigentlich nur Nachteile: alles klappert und sitzt nicht so recht fest,inclusive Deckel, die Gitterchen fallen raus
    während des Transports usw.
    Es wird sicher besser sobald mal Bienen länger darin wohnen um alle Lücken zu verschließen aber
    ich werde mir keines mehr besorgen.


    Grüße,
    Hannes

  • Schön, dass doch noch hilfreiche Antworten zusammen gekommen sind! Vielen Dank dafür!


    Nach den Erfahrungen von Susanne und Hannes werde ich die Finger von den Holz-Api'deus lassen. Zu den beschriebenen Problemen kommt sicher noch die deutlich geringere Isolierwirkung dazu. Obwohl ich bei Beuten auf Holz schwöre, ist es bei den winzigen Begattungsvölkchen evtl. doch sinnvoll, den kleinen Bienenhaufen bei der Warmhaltung der Brut zu unterstützen.


    Haben die anderen auch das von Susanne geschilderte Problem mit einem zu kleinen Bodengitter bei den Hartschaum-Apideas? Gerade für längere Transporte zur Belegstelle sollten die Kästchen doch ausgelegt sein!! Wenn ich bei diesem rel. hochpreisigen Teil erst anfangen muss selbst eine ausreichende Bodenbelüftung zu basteln, kann das doch nicht die Lösung sein.


    Wie gewährleistet Ihr die Lüftung beim Belegstellentransport mit Apideas? Geht Stapelung wirklich nicht?


    Michael

  • Hallo Michael,


    grundsätzlich nicht zu viele Bienen einfüllen, auch wenn es gut gemeint ist.......und vor dem Transport 1-2 hübe aus dem Wassersprüher.
    Für den Transport gibt es Holzgestelle für jeweils 8 Stck, oder halt Eigenbauten. An ganz heissen Tagen ggf. beim Transport zwischendurch
    noch mal Wasser geben, besonders wenn auf der Insel z.B. der Strandflieder vorher stark gehonigt hat.......Klimanalage "On" ist dann auch
    sinnvoll !


    LG
    Frank

  • Das Thema ist zwar schon alt, aber vielleicht interessieren hier aktuelle Erfahrungen. Ich habe einige Apideus-Holzbegattungskästchen im Besitz, weil mir das Material mehr zusagte als das der klassischen Apidea-Begattungskästchen. Vorletztes Jahr habe ich ca. 10 der Holzbegattungskästchen genutzt und die Erfahrungen waren tatsächlich nicht gut. Ich kann das viele Geklappere bestätigen und bei mir sind die Bienen auch ständig irgendwo hindurchgekommen, sodass ich das Gefühl hatte, dass die Begattungskästchen insgesamt nicht ganz "dicht" (im Sinne von geschlossen) sind. Infolgedessen waren fast alle nach wenigen Tagen teilweise oder komplett leer (d.h. die Bienen waren weg). Seitdem habe ich sie nicht mehr genutzt. Mein einziges parallel dazu genutztes Apidea-Begattungskästchen hat vorletztes Jahr hingegen tadellos funktioniert. Seit letztem Jahr nutze ich nun auch MiniPlus-Beuten als Begattungseinheiten mit sehr gutem Erfolg.

    Holzbeuten nach AG Magazinimker im Zandermaß (1 oder 2 BR), Carnica

  • Ich hatte sie aus einem ähnlichen Grund wie AquaStar angeschafft.

    Grundsätzlich muß ich sagen, funktionieren sie bei mir und es wurden hervorragend Königinnen auf unterschiedlichen Belegstellen und auch Stand begattet.

    Das ohne die beschriebenen Bienenverluste.

    Selbst wenn sie teilweise am Schieber und Gitter etwas "undicht" sind, bleiben die Bienen in der Regel bei ihrer Königin, sofern sie diese lukrativ finden.

    Was man evt vermeiden sollte, ist die Kästchen mit den Bienen zu befüllen, die aus Bienen im Flugkreis stammen.


    Der einzigen Nachteil, der mich zukünftig davon abhält diese Art weiter auszubauen ist dem Quellen des Material beim Außeneinsatz geschuldet.

    Nach sehr feuchtem Wetter und Regen wird der Bodenschieber so fest, daß man ihn kaum mehr bewegt bekommt.

    Das ist für einen einmaligen Einsatz evt nicht so schlimm, aber wenn man sie so wie ich in der Saison mehrfach benutzen und neu bestücken will, nervt das gewaltig. Reisst dann dabei noch die Holzkante ab, bist du von einem Wutanfall nicht weit entfernt.


    Dabei muss ich der Vollständigkeit halber noch erwähnen, daß es sich dabei nicht nur um 4 Kästen, sondern um eine mehrfach 2stellige Anzahl handelt.


    Liebe Grüße Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Danke, Bernd...freut mich, dass es auch positive Erfahrungen mit den Holzbegattungskästchen gibt, denn eigentlich ist es ja eine super Sache, wenn diese aus Holz gefertigt sind.


    Aus meiner Erinnerung heraus hatte ich die Bienen für die Begattungskästchen von meinem Zweitbienenstand, der sich mehr als 3km entfernt vom Begattungsbienenstand befindet. Ich führe den Bienenverlust in den Begattungskästchen tatsächlich vornehmlich auf die offenbar vielen undichten Stellen zurück. Das beginnt bei der Abdeckfolie, die von der Bauart her schon nicht "plan" aufliegen kann (Durchschlupfmöglichkeiten für Bienen mindestens links und rechts am Folienrand) und auch nicht durch den aufgesetzten Deckel fest "aufgedrückt" werden kann und endet beim Lüftungsgitter vorne, an dem sich (selbst beobachtet) eine Vielzahl an Bienen vorbeigequetscht hat. Sobald man das Begattungskästchen zudem einmal umdreht (z.B. zum Befüllen), kann innendrin so viel verrutschen, dass die Durchschlupflücken immer mehr werden. Aber vielleicht habe ich auch etwas falsch gemacht, wer weiß das schon. Die Anzahl der von mir erfolglos genutzten Holzbegattungskästchen bewegt sich allerdings auch im zweistelligen Bereich und ich habe wirklich mehrfach versucht, Bedienungsmängel meinerseits zu identifizieren und abzustellen. Am Ende hat nichts so recht funktioniert. Vielleicht gibt es ja bei den Holzbegattungskästchen irgendwelche "Zusammenstecktricks" (Position der Abdeckfolie, des Lüftungsgitters etc.), dich ich nicht befolgt habe (wobei das ja eigentlich selbsterklärend ist)? Wenn Du, Bernd, dazu noch etwas sagen kannst, dann würde ich mich freuen, denn ich würde die Begattungskästchen liebend gerne (dann aber erfolgreich) einsetzen, da ich grundsätzlich ein großer Freund der Holzbetriebsweise bin.

    Holzbeuten nach AG Magazinimker im Zandermaß (1 oder 2 BR), Carnica

  • Ich mach mal Fotos von meinen, denn die Rähmchen (Plastik) sitzen bei mir innen bombig fest. Da klappert eigentlich nix.

    Möglicherweise gibt es Versionsunterschiede innerhalb der Fertigungsjahre.


    Bei meinen Kästchen saßen auch immer bei dem einen oder anderen Kästchen Bienen auch bei geschlossenen Flugloch im Bereich des Schiebers und dem Lüftungsgitter, obwohl definitiv keine dran waren und im geschlossenem Auto keine zufliegen konnten.

    Ich sicher meine zusätzlich immer mit einem durchsichtigen Klebestreifen, gegen un- oder absichtliches Öffnen des Deckels


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.