Ableger tot

  • Oben Gesagtes kann ich voll unterschreiben.


    Vielleicht nochmal der Hinweis auf einen größeren Abstand.
    Denn da werden neue Flugbienen rekrutiert aufgrund der anderen Zusammensetzung im Ableger. Es wird sich auf jeden Fall eingeflogen.
    Wenn nun nebenan mit auch noch verwandschaftlich "leckerem" Geruch ein weiselrichtiges Vollvolk steht, dann fliegen die sewhr gerne dorthin ab, auch wenn es Jungbienen sind.
    Es geht an Pflegepersonal was verloren, damit kann auch und gerade bei unzureichender Menge an zugegebenen Bienen die Anzahl für Temperatur und Pflege absolut unzureichend werden - und zwar schnell.
    Damit mutiert der Ableger sehr schnell zur "Pommesbude" und wird leergeräumt.
    Gegenwehr gibt es eh nicht genug.


    Die reichliche Bienenzugabe betont und gesichert aus Jungbienen ist insbesondere am eigenen Stand wichtig. Wieviele doch noch abfliegen ist oft erstaunlich. Je weniger Personal, desto schwerer hat es so ein Ableger.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • @Mc Fly: bei allem Respekt vor klaren Worten, hoffe ich auf Nachsicht mit den Unerfahrenen (... auch wenn es immer wieder dieselben Fehler seien mögen) ... und: unterschreibst Du auch die genannten Kommentare der anderen oder hast Du noch weitere Tipps zusätzlich zu denen oben? (Lass uns nicht blöd sterben)


    Gruß, Jörg


    Absolution erteilt ^^


    Was soll man zum oben stehenden noch viel sagen? unbedingt einen 2. oder 3. Standplatz suchen und Ableger immer vom ursprünglichen Standort wegstellen. Bei der Erstellung ne dicke fette Futterwabe mit rein, das reicht bis die neue mit Legen beginnt.
    Füttern am Abend ist dann kein Problem, sollte nur nicht mehr zu lange Flugbetrieb sein und immer genug Wasser zum abwaschen möglicher Sauereien dabei haben.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Das mehrmalige Verstellen erscheint mir sehr umständlich. Ich könnte aber mit dem Füttern warten, bis alle Flugbienen abgeflogen sind? Z.B. bis zum nächsten Abend?


    Ja. Schlimm umständlich. Dauert aber auch nicht länger als x Beiträge zu schreiben mit dem Tenor: Mist. Alle tot.


    Zitat

    Die Waben waren staubtrocken (kein Futter). Keine Kotspuren, keine Varroen. Die Woche war von durchwachsenem Regenwetter gekennzeichnet. Die Brutwaben waren noch verdeckelt, bei einzelnen schlüpfenden Bienen hing der Kopf aus den Zellen.


    Ich möchte fast wetten, für die Bienen war es noch 'umständlicher' als für Dich - und DIE hatten keine Wahl, im Gegensatz zu Dir. Noch deutlicher? Du hast die aus Bequemlichkeit umgebracht. DU hast den Sinn des mehrmaligen Verstellens nicht verstanden, es war Dir zu umständlich, jetzt ist der Ableger tot. Es gibt tausende Gründe, warum ein Ableger nichts werden kann, aber der hier ist kein besonders guter.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ... Du hast die aus Bequemlichkeit umgebracht. DU hast den Sinn des mehrmaligen Verstellens nicht verstanden, es war Dir zu umständlich, ...


    Bei allem Respekt, Ralf, ich lese hier nicht, dass Apidus die Methode des mehrfachen Verstellens eines am selben Stand gebildeten Ablegers überhaupt kannte, bevor Andreas ihn drauf hinwies


    ... ich plädiere also bis zum Beweis des Gegenteils einstweilen auf "fahrlässige Tötung".


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Ich verstehe das Problem nicht. Seit einer Woche nehmen die Völker jeden Tag 1 kg ab, aber dass mir die Ableger am Stand ausgeräubert würden hatte ich noch nie und ich mache das immer schon so.


    Wenn es so ist macht man was falsch, außer bei den Buckfast, die sind hinsichtlich Räuberei gefährlicher. Brüten bis zur bitteren Neige und dann werden sie zum Räuber wenn der Imker die Fütterung übersieht.


    Moment kein Flugbetrieb - Gewitter und Wind im Anmarsch.



    Hier zwei von meinen erstellten Ablegern - Erstellung sehr schwach meist E. April -A. Mai. Mittlerweile schon mit mehreren Waben, wo schöne Brutnester angelegt sind.




  • Wenn es so ist macht man was falsch, außer bei den Buckfast, die sind hinsichtlich Räuberei gefährlicher.


    Hallo Franz Xaver. Warum du wieder die Buckfast als Räuber hinstellst verstehe ich nicht ? Sie Räubern genauso wenig wie deine Carnica.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Du solltest den ganzen Absatz kopieren, dann kannst du meine Aussage verstehen, aber nur wenn du schon viele Jahre beide Bienen reinrassig am Stand hattest.


    Ich will die Buckfast nicht schlecht reden, ich habe nur geschrieben, dass dies beim falschen Handling des Imkers schneller passieren kann, dass sie gezwungenermaßen auf Raub ausgehen.

  • ich lese hier nicht, dass Apidus die Methode des mehrfachen Verstellens eines am selben Stand gebildeten Ablegers überhaupt kannte, bevor Andreas ihn drauf hinwies


    Wenn man Bienen am Stand hat, die trotz dessen, dass es noch ausreichend trachtet, nix Besseres zu tun haben, als die Bienen der Nachbarbeuten oder des Nachbarstandes zu belästigen, dann bringt das Verstellen am selben Stand überhaupt nix, weil die überall gefunden werden, die werden nämlich gesucht.


    Wenn die Räuber aus eigenen Reihen stammen, dann sollte man sich vielleicht mal ein paar grundsätzliche Gedanken um seine Bienen machen und was die sonst noch so alles sammeln ;). Im besten Fall wäre das Apifonda/Rübenzuckerpampe mit Lindenaroma. Und im schlimmsten Fall Lagerfeuer, staatlich verordnet.


    Grüße Sven

  • Boah, ich werd nicht mehr!
    da liest man nach Wochen Abwesenheit immer noch denselben Schmarrn und immer aus der gleichen Ecke...:roll:


    Das ist ein bienentypisch instinkthaft angelegtes und völlig normales Verhalten:


    Bienen suchen
    und sammeln


    Echt, das tun die!


    Und zwar alles, was schnell und besonders ertragreich erscheint, je gehaltvoller, desto besser.


    Da sind Flugbienen mit auf den Waben des Ablegers, die heimkehren, die kennen also bereits den Ort und das Futter. Und nu?


    Was hat denn manch einer hier für Bienen, die DAS nicht zu Hause weiter sagen, auf Zack sind und immer neue Futterquellen sich erschließen. Je einfacher Rankommen, desto besser die Energieblilanz. Das spricht für gute Futtersucher.
    Das einmal auf den Geschmack und die unglaubliche Leichtigkeit gekommene Sammelbienen darauf getrimmt sind weiter zu räubern und geziehlt nach leichter Beute zu suchen (im wahrsten Sinne), das ist leider auch so aber eben durchaus normal. Ja, die suchen dann weiter.


    Wer so was für verwerfliche Anlagen hält, züchtet Murks, wenn er denn könnte...

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Bienen suchen
    und sammeln


    Echt, das tun die!


    Und genau darauf selektieren alle die ihre Bienen vermehren sogar... Die besten Räuber sind auch die die am schnellsten die 4. Zarge für den Honig brauchen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Wie schön, es geht wieder mal um die bessere Bienenrasse... Popcorn und Cola stehen bereit... :-)


    Ich imkere erst ein paar Jahre, aber Ableger habe ich immer am Stand erstellt und nie verstellt. Zum einen habe ich keinen Platz, zum anderen halte ich das Verstellen für überflüssig. Ableger bilde ich nur, wenn Tracht ist. Bei meinen 3 Völkern wird aus 2 Völkern jeweils eine Wabe mit verdeckelter Brut entnommen. Aus dem 3. Volk (von dem ich eine Kö haben will) kommt eine Wabe mit offener Brut und Stiften. Aus den Hönigräumen aller Völker schüttele ich von je 2 Waben die Bienen dazu. Zum Schluss noch eine volle Futterwabe an die Seite, Flugloch einengen und Deckel zu. Hat bisher immer geklappt.


    Viele Grüße


    Tom

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Hallo,


    nein, es geht gar nicht um die bessere Bienenrasse.
    es ging nur darum, dass Räubern bzw Futtersuche und abräumen der Quelle eben zur heutigen Honigbiene dazugehört.


    Man kann da wie ich meine nicht anmeiern, zu überlegen, was man da für Bienen habe am Stand. (Negativerschiedenen Eigenschaft voraussetzen. Ist es für die Biene nicht. Und für den Imker auch nicht)


    Ich verstellen übrIgels auch nie Ableger. Weder an einen anderen Stand noch am selbigen.
    Und ich hab teilwesie supergute Buckie-Abstammungen hier. Die Vorzeige-Carnika hat aber ebenso nicht betont geräubert.


    Es kommt auch viel auf das erwähnte Drumherum an

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • All ihr nicht Versteller, ihr habt sowas im Gefühl und seht direkt ob was nicht stimmt. Jedem Anfänger oder wenn man sich unsicher fühlt kann ich nur raten = verstellen und ihr spart euch damit viele mögliche Probleme und ggf. "tote Ableger"!

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Das Umstellen der Ableger habe ich in meiner Jugendzeit auch mal gelernt, da waren die Stände bzw Wagen 2-4km auseinander. Bei 20 km bis 200 km Abstand ist es zu umständlich und auch nicht notwendig, wenn man bei der Bildung nicht sparsam mit Bienen umgeht.
    Ableger werden auf dem gleichen Grundstück aufgestellt- während der Bildung mit halboffenen Deckel, dann in einen Freistand mit anderer Flugrichtung. Die 4-5er Kästen haben ca 15mm Rundloch als Flugloch, 6-9er Kästen- max 50x10mm.
    Wer zu schwache Ableger bildet, ist selber schuld. Habe bei Ablegern in den letzten Jahren 10% Weisellos/Dro.-brütig, tote keine.
    Mehrfaches Verstellen ist überflüssig und schwächt nur unnötig den Ableger.


    Habe ca 1/3 Buckis standbegattet, 2/3 Carnica-Zucht
    Bienen für die Kunstschwärme für die Begattungskästen müssen vom Fremdstand gezogen werden.