Womit Schwarm bei Sauwetter füttern

  • Hallo,
    Nach Familienplanungsbedingter Imkerpause habe ich dieses Jahr wieder angefangen mit einem großen Ableger den ich von einem Kollegen bekommen habe, zu imkern.
    Und was soll ich sagen, jetzt habe ich 5 Völker, davon 4 Schwärme die mir mehr oder weniger zugeflogen sind.
    (mein Ziel war es NÄCHSTES Jahr wieder 3 Völker zu haben...)
    Nun stehe ich hier mit 3 kleinen Schwärmen (ca. 800g Bienen) und einem etwas größeren (etwa 1400 g Bienen).
    Die Schwärme sind weiselrichtig und haben schon ein angelegtes Brutnest. Nur bei dem aktuellen Sauwetter brauchen sie denke ich dringend Futter als Unterstützung zumal sie doch recht klein sind.
    Nun finde ich zu dem Thema jede Menge zu "wann soll ich füttern, wann nicht" nur WAS man idealerweise füttert habe ich so explizit noch nicht gelesen. Meist las ich "flüssig" oder "Zucker 1:1", manchmal auch "dünn" (mir ist nicht ganz klar was genau "dünn" ist) um den Bautrieb zu fördern.
    Ich würde jetzt spontan zu einem Eimer Honig greifen, der hier noch aus meiner kinderlosen Zeit steht, der auch nicht gärig ist, mir aber zum Verkauf doch nicht mehr "schön" genug ist. Den würde ich mit Twistoffgläsern mit Löcherdeckel verabreichen.
    Spricht was dagegen? Fördert oder hemmt das den Bautrieb? Oder bewirkt es was ganz anderes?


    Vielen Dank für eure Antworten
    Streifenkind, das auch wirklich echt und ehrlich jede Menge Treads zu Schwärmen gelesen hat, zumal es tatsächlich seine ersten sind

  • Apiinvert oder Zuckerlösung 1:1 nehme ich bei vorweggenommenen Schwärmen.
    wenn man Reservefutter für längere Besuchsintervalle möchte, auch Futterteig anbieten, nehmen sie nur, wenn keine Tracht ist.
    bei langgelagertem,erwärmten Honig könnte der HMF-Wert erhöht sein

  • Hallo Streifenkind,


    Zuckerwasser 1:1 soll den Bautrieb am besten anregen. Problem bei Zuckerwasser und Honigfütterung ist der Geruch, der dann eine Räuberei auslösen kann. Für die anderen Völker herrscht ja auch keine Tracht. Wenn also, dann die Fluglöcher super klein halten. Bei Flüssigfütterung auch auf die Menge achten, dass noch Platz für die Brut bleibt. Bei den Bienen geht Futter vor Brut. Sauber arbeiten und keine Kleckerspuren hinterlassen (Räubergefahr).


    Futterteig würde ich bei so kleinen Einheiten nicht zu viel auf einmal unterlegen (höchstens 1 kg) pro Fütterung. Wenn der Futterteig lange liegt wird er hart. Bei Einheiten von denen Du keinen Honig mehr ernten willst, find ich es die einfachste Lösung.


    Willst Du noch Honig ernten und/oder hast schon einen HR drauf, bleibt nur die Fütterung mit Honig.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

  • nimm Deinen Honig und verdünn Dir immer kleine Portionen (sonst gärt er schneller als Du schauen kannst) und verfütter den. Flugloch klein halten, fertig. Immer so'n Liter 2-3:1 H/W) je Völkchen. Und ich würd ein normales Futtergeschirr dafür nehmen.


    Keine Sorge, wird schon.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo
    Danke für Eure Antworten.
    Meine Schwärme werden alle brav gefüttert, wenn auch teilweise mit "innovativen" Futtergeschirren. Ich bin einfach nicht für 5 Völker ausgestattet. Teils mit Honig, teils mit Zuckerwasser.
    Gruß aus dem äußersten Westen der Republik
    Hannah