Drohnenbrut im Honigraum über ASG

  • Hallo Imkerfreunde,


    gestern hab ich am alten Hausstand ein Volk abgeerntet. Immerhin 2 weitgehend verdeckelte Flachzargen DN konnte ich abnehmen, eine weitere noch nicht ganz vollgefüllte Zarge hab ich belassen und dafür nochmal einen HR mit MW zusätzlich aufgesetzt. Das Volk sitzt auf einem Brutraum DNM 1,0.


    Im ersten HR über ASG fand ich auf 4 Honigwaben verdeckelte Drohnenbrut, etwa in der Größe eines Tennisballs mittig angelegt, aber nicht auf direkt benachbarten Waben :eek:, sondern auf Pos. 2,4,7,10 genau hab ich es nicht mehr im Kopf.


    Eine Kontrolle des BR nach der Honigschleuderung ergab, dass sich dort auch ganz normale verdeckelte und unverdeckelte Brut befindet. Bin allerdings nur bis zur 4. Wabe gekommen, da waren soviel Bienen drin, dass man die Waben nicht ziehen konnte, ohne die Bienen in den Wabengassen zu quetschen. Und das fanden die dann recht schnell garnicht mehr lustig, obwohl sie bis dahin friedfertig waren, mir aber aus dem letzten Jahr in nicht so guter Erinnerung sind....
    War vielleicht auch ne blöde Idee von mir, die Kontrolle nach Abnahme von 2 HR zu machen.


    Wie soll ich denn da weiter vorgehen? Ich gehe mal davon aus, dass die Kö im BR ist, WZ hab ich auf den 4 gezogenen BR-Waben nicht gesehen. Und dass sich über dem ASG ein Drohnenmütterchen eingenistet hat?


    Wie bekomme ich die denn dort raus, es ist ja kaum davon auszugehen, dass die nicht zurückkehrt, wenn ich das Volk abkehre. Also einfach so weiterlaufen lassen und die Drohnenbrut vorm Schleudern der Waben ausschneiden?


    Grüße Sven

  • Dass ein Drohnenmütterchen legt, während eine Königin da ist, die ordentlich stiftet, halte ich für ausgeschlossen.
    Da musst Du schon erst mal den Brutraum ganz durchsehen für eine vernünftige Diagnose.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Verdeckelte Arbeiterinnenbrut war großflächig im BR vorhanden. Offene Brut auch, aber da ist es ja nicht unbedingt so einfach erkennbar, ob das A- oder D-Brut ist.


    Die Drohnenbrut im HR war allerdings komplett verdeckelt, also ist das auch schon ein paar Tage her, dass die dort angelegt wurde.


    Ich hielt das bisher ebenfalls für ausgeschlossen, dass Drohnenmütterchen und Kö gleichzeitig in einer Kiste sind. Es gibt halt öfters mal ne Überraschung bei den Bienen, vor allem in diesem Jahr...


    Dass sich die Kö irgendwie durchs ASG zwängt um im HR dann ein paar Arbeiterinnenzellen mit Drohnenbrut zu bestiften, um sich dann wieder nach unten zu begeben, ist aber doch auch mehr als unwahrscheinlich, oder?


    Grüße Sven


  • Dass sich die Kö irgendwie durchs ASG zwängt um im HR dann ein paar Arbeiterinnenzellen mit Drohnenbrut zu bestiften, um sich dann wieder nach unten zu begeben, ist aber doch auch mehr als unwahrscheinlich, oder?


    Wahrscheinlicher als das Drohnenmütterchen. Aber dann wundert mich, dass im Honigraum nur Drohnenbrut ist.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Klar könnte sich die Königin irgendwo durchgemogelt haben, dann hätte sie aber sicher mehr gelegt.


    Ich behaupte nach wie vor, Arbeiterinnen legen ab und an und keiner merkt es. Ich seh es immer wieder an meinen Anbrütern und teils in den Pfelgevölkern (jedoch seltener), da gibt man einen Zuchtrahmen und am nächsten Abend sieht man es wurden z.b. 90% angenommen und oh wunder, man findet in einem der leeren Näpfchen einen Stift der da nicht sein könnte. Deshalb ist das Volk jedoch noch lang nicht Drohnenbrütig und es werden auch keine Stifte in den Waben gefunden.


    So erklären sich auch "Spielnäpfchen" mit Stiften überm Absperrgitter im Honigraum die nie das Larvenstadium erreichen und vorher ausgeräumt werden.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • wenn da ein Brutnest im HR ist mit Drohnenbrut, dann ist da oben eine Kö die nicht zum Begattungsflug rauskonnte (wegen des ASG). Suchen und abdrücken.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife


  • Ich behaupte nach wie vor, Arbeiterinnen legen ab und an und keiner merkt es.


    Aber in der Menge? Nach dem, was du schreibst, müsste der Fall, Drohnenbrut im Honigraum ja oft vorkommen.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Und es gibt ja auch Theorien wonach die Bienen Stifte in den HR "tragen" können.


    Ich habe auch manchmal einzelne Drohnenzellen in den HR. Die schnippe ich mit dem Speedking raus...


    Gruß Jörg

  • Was ist denn ein Speedking Jörg?


    Einzelne DZ waren es halt nicht, 4 * tennisballgroß ist eigentlich nicht so wenig, aber das Problem scheint sich ja bereits von selbst erledigt zu haben, sonst wäre auch offene Brut vorhanden gewesen.


    Das mit der Jungkö glaub ich auch nicht Ralf . Ich hab zwar nur 4 Waben im BR gezogen, aber wenn auf Pos. 2,3 und 4 keinerlei Auffälligkeiten sind, auch nicht in Form von Löchern durch rückgebaute Zellen, sondern durchgängig einwandfreier Wabenbau, dann isses schon sehr unwahrscheinlich, dass die anderen BW anders ausschauen. Deshalb hab ich mir das Tinitussummseln auch nicht weiter angetan gestern :)


    Grüße Sven

  • Ich hab noch nie ein Drohnenmütterchen gehabt, weshalb ich das nicht einschätzen kann, wie die ein "Brutnest" anlegen.


    Wäre natürlich sch.... , wenn da eine Jungkö wäre bzw. gewesen wäre. Die muss ja irgendwo herkommen. Dann muss ich also doch noch mal kurzfristig ran ....


    Grüße Sven

  • Ja, ich hab dich schon verstanden Ralf. Du schließt das offensichtlich daraus, wie die Zellen im HR angelegt sind, Drohnenmütterchen legen dann wohl eher keine kompakten kreisrunden Brutnester an? Und genau das konnte ich halt bisher nicht beurteilen, weil ich noch nie ein DM hatte.


    Grüße Sven