Wann Honig schleudern (Waben Mitte 16,5% Randwaben 23% Wasser)?

  • Hallo ihr


    Ich wollte euch fragen wann der richtige Zeitpunkt zum schleudern ist? Die Mittelwaben haben einen Wassergehalt von 16,5 % Die Randwaben noch einen zwischen 21-23%. Wie geht ihr da vor? Wann sollte geschleudert werden und wo messt ihr euren Wassergehalt des Honigs?


    Danke euch und viele Grüße
    Patrick

  • Hallo,


    zunächst nicht bei so einem Wetter wie diesem, da die Luftfeuchtigkeit evtl. einen Anteil am Wassergehalt hat - warte die Sonne ab.
    Dann messen wir per Refraktometer an verschiedenen Tagen, um herauszufinden, ob sich was tut im Honigraum.
    Zudem sollten mindestens, wenn nicht noch mehr als 3/4 der Flächen verdeckelt sein.


    So sind wir damit immer am besten gefahren und haben sogar 15,4%er Honig geerntet!


    Gruss
    Michael

  • Bei mir ist imme rnoch der Kirschblütenhonig in den Waben. Sie tragen ja ständig wieder neuen Honig ein. Der Wassergehalt bleibt ja dann in den Randwaben immer relativ hoch oder? Wie macht ihr das denn. Schleudert ihr dann alle Rähmchen auch die unverdeckelten die eher am Rand hängen oder nur die die verdeckelt sind und den richtigen Wassergehalt haben?


    Danke euch
    Patrick

  • wenn die Werte so stark auseinandergehen messe ich den Wassergehalt auf jedem Rähmchen und schleudere nur diejenigen die in Ordnung sind.
    Hast Du denn keine Zeit mehr um noch ein paar Tage zu warten? Wenn es kein Rapshonig ist brennt es doch noch nicht so mit dem Schleudern....


    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Hi,


    ich hatte auch Randwaben, die noch zu hohen Wassergehalt hatten (~19%). Ich habe einfach die mittleren Waben geschleudert und den Rest wieder verteilt und aufgesetzt.
    Nun muss ich nur hoffen, dass der Honig bis zum Schleuderzeitpunkt nicht kandiert/kristallisiert ist. Der Wassergehalt wird jetzt passen, ich hatte die Waben dann in die Mitte der Honigräume gehängt und mit ausgeschleuderten Rähmchen aufgefüllt.


    Gruß,
    Marcel

  • Ich werde definitiv morgen schleudern und jede Wabe der Spritzprobe unterziehen.
    Jede Wabe bei der nur ein Tröpchen herauskommt wird nicht geschleudert und kommt im Anschluss wieder auf die Völker.
    Raps habe ich da nicht mit drin, von daher darf sich das dann gerne mit der Robinie bzw. später mit der Linde mischen.


    Viele Grüße und Euch allen volle Honigtöpfe!

  • Versuch mal den Mittelweg zu finden. 23% ist natürlich viel zu dünn, ist nur die Frage wie hoch der Anteil in der gesamten Ernte wäre, wenn es nur Randbereiche der Randwaben betrifft.
    Ich finde Honig mit sehr niedrigem Wassergehalt nur erstrebenswert, wegen der langen Haltbarkeit. Da kann man wenn´s sein soll auch unter 15% kommen. Geschmacklich hat ein dünnerer Honig aber meistens mehr zu bieten, darum versuche ich erst mal möglichst trockenen Honig zu schleudern und kann dann bei der nächsten Ernte auch Waben dazu nehmen, die kaum verdeckelt sind, aber voll Honig, der nicht tropft.
    Der erste Honig vor 2 Wochen hatte 16,5 %, und nur ein mildes Aroma. Vorige Woche war mehr frischer Nektar dabei und der Honig hatte 18%. Die Mischung aus beiden liegt jetzt bei optimalen ca. 17,2% und schmeckt schon viel aromatischer. Etwas dünner ist auch perfekt für Honigbärchen, der kristallisiert nicht so schnell.