Varianten bei Dadant

  • Ich möchte mich mal an die Dadantspezialisten hier in der Runde wenden. Ich imkere mit Zander, liebäugle aber immer mal wieder damit Dadant zu testen. Einerseits interessiert mich der Unterschied der zweizargigen Betriebsweise zu der Betriebsweise in einer Großraumbeute. Andererseits mache ich mir auch Gedanken ob ein rückenschonenderes Imkern mit Dadant möglich ist.
     
     
    Dabei stellt sich allem voran die Frage nach der passenden Beute für mich. Grundsätzlich erkenne ich bei Dadant zwei Konzepte: 12 und 10 Waben im Brutraum. 12 Waben scheint der bewährte „Klassiker“ zu sein. Im Konzept mit 10 Waben sehe ich als Hauptvorteil eigentlich den um etwa 5 kg (2 Waben à 2,5kg weniger, stimmt diese Annahme?) leichteren Honigraum, die kleineren Außenmaße zum Wandern sind für mich persönlich weniger das Argument. Beide Brutraumgrößen sollten selbst einer guten Königin ausreichend Platz für ihr Brutnest geben. Welches sind sonstige wichtige Argumente bei der Entscheidung ob 10 oder 12 Bruträume?
     
    Im Honigraum wiederrum gibt es ein Konzept mit Rechen und Auflageschiene. Von der Zanderbeute kenne ich nur die Auflageschienen. Welchen Vorteil verspricht man sich vom Rechen? Welche System habt ihr und würdet ihr euch wieder für euer System entscheiden?
     
    Bei den Rechen gibt es ebenfalls wieder Zargen mit einem 10er und andere mit einem 11er Rechen. Ich vermute mal mit dem 11er Rechen erhält man „dünnere Dickwaben“. Wo liegen hier praktisch die Unterschiede bzw. was ist empfehlenswert?
     
    Wo wir gerade bei den Dickwaben sind: Imkert die Mehrzahl der Dadantimker mit Dickwaben. Als Vorteile sehe ich hier bei größeren Imkereien das schnelle Entdeckeln der Honigwaben. Für kleine Imkereien mit wenigen Völkern ist dieses Argument eher weniger wichtig. Haben Dickwaben daher noch anderweitige Vorteile oder ist es mit wenigen Völkern nicht vorteilhafter mit „Normalwaben“ zu imkern.
     
     
    Zum Thema Beutenhersteller: Die meisten meiner Zanderbeuten sind von Holtermann, mit denen bin ich recht zufrieden. Laut dem was ich hier lese bauen Weber und Wagner gute Dadantbeuten. Sind die beiden Hersteller nochmals einen Tick hochwertiger als Holtermann?
     
    Was würdet ihr ansonsten noch speziell zum Kauf von Dadantbeuten empfehlen?

  • Hallo,


    zum Thema "Rechen"


    die Waben auf den Auflageschienen können sich hin und her bewegen, Rechnen natürlich nur bedingt. Weiterhin schützen die Rechen auch die Waben beim Transportieren vor wackeln, da die Aussprung die Wabe fixiert. Ich persönlich bevorzuge die Rechen aus Holz nicht die verzahnten Schienen.


    viele Grüße Stefan

  • Ich habe von Zander auf Zadant umgestellt. So brauchte ich keine neuen Böden oder Deckel. Und die 10 Waben im BR sind mehr als ausreichend! Zum Transportieren ist die Kiste etwas handlicher. Das Maß gibt es bei Wagner und bei Weber. Allerdings muss man bei Wagner sehr lange auf die Lieferung warten!

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hast du schon die Suchmöglichkeiten bemüht? Es gibt dazu plenty of stuff here!



    Man findet viel, und vieles davon habe ich gelesen. Meine Fragen konnte ich damit leider nicht abschließend antworten finden. Lieder arten einige sehr interessante Diskussionen schnell in ideologische Raufereien aus.

  • Ich habe von Zander auf Zadant umgestellt. So brauchte ich keine neuen Böden oder Deckel. Und die 10 Waben im BR sind mehr als ausreichend! Zum Transportieren ist die Kiste etwas handlicher. Das Maß gibt es bei Wagner und bei Weber. Allerdings muss man bei Wagner sehr lange auf die Lieferung warten!


    Angenommen du müsstest heute nochmal bei Null anfangen: Würdest du mit ZaDant oder dann doch gleich mit Dadant starten?

  • Ja Wagner ist gerade voll ausgelastet. 10 Wochen Lieferzeit.


    12 Dadant kannst du drehen. Sprich Kalt oder Warmbau betreiben. Manche benutzen auch nur 10 Waben und nutzen die anderen Beiden Plätze für eine große Einfütterungswabe. Ob das Sinnvoll ist oder nicht kann ich nicht beurteilen. Da muss ich noch Testen. Die Meinungen darüber sind auf jeden Fall Unterschiedlich.
    Mein Lehrimker hat z.b. 12 Waben drin und sagt das dies eigentlich zu viel ist, aber keine Probleme dadurch verursacht werden. Die Bienen hätten so einen grösseren Futtervorrat im Brutraum. Was für schlechte Zeiten oder wenn man mal nicht zum Stand kann Vorteilhaft ist.
    Man kann darin jetzt Vorteile und Nachteile sehen. Die Frage die viel wichtiger ist, wie soll deine Betriebsweise aussehen oder wie sieht sie aus?
    Mein Kaufkriterium für Dadant war


    - Ich möchte nicht Wandern, daher stört mich das höhere Gewicht des Brutraumes nicht.
    - Die höhe der Beute an sich ist niedriger bei Gleicher Zargenzahl im vergleich zu anderen beuten.
    - Ich will keine Kippkontrolle, da diese keine 100% sichere aussage ist ob Schwarmzellen vorhanden sind. Man Ergo bei der Komplett durch Sicht deutlich mehr Waben absuchen müsste. Das Gewicht was man Kippen muss war mir auch nicht geheuer. Bin kein Bär ;)
    - Honigräume sind wohl effektiv relativ gleichschwer im vergleich zu anderen Systemen. Da sehe ich lediglich die Höhe der Honigräume als Vorteil Um zu weiter oben man greifen muss um zu schwerer ist es. Dadant liegt da etwas niedriger. Wie Stark der Effekt ist vermag ich aber nicht zu sagen.
    - Im Winter hat man keinen Übergang zu einer zweiten Zarge. Was wegen Futterkranzabriss ein Vorteil darstellen soll.
    - Was manche als Nachteil sehen sind die unterschiedlichen Rähmchengrössen. Zwegs Wabenerneuerung im Brutraum,jedoch kann man im Frühjahr alte Waben aussortieren bzw neue Mittelwände zugeben, oder wenn man das Volk schröpft. Man verbindet also das eine mit dem anderen. Daher denke ich nicht das es schlechter ist als mit einem 1 Waben System.



    Zum Honigraum habe ich mich für den 10 Wabenraum entschieden. Da wohl nur die Stärke der Waben durch die Anzahl beeinflusst wird. Und ich so weniger Waben schleudern müsste bzw weniger Mittelwände einbauen muss. Der Rechen war für mich ebenfalls ein Komfort Kriterium. Ich muss keine Abstandhalter einschlagen. Die Waben liegen Stabilisiert in der Zarge. Weniger Arbeit also.



    Wenn man Wandert würde ich wohl auf den 10 Dadant wegen dem Gewicht gehen. Aber das ist wohl auch eine Frage der Ausrüstung. Die ich mir aber nie stellen musste, da ich ohne hin kein Auto besitze.


    Ich würde alle deine Fragen einfach mal selber so beantworten wie es zu deiner Betriebsweise passt. Den ich stelle für mich fest, dass es eigentlich viele viele viele gute Betriebsweisen gibt, aber oft vieles Subjektiv Betrachtet wird. Und wenn es dann nicht zu seiner eigenen Art passt wird es als Schlecht empfunden/betrachte. Dabei ist es genauso gut. Nur eben nicht so wie man es selber machen möchte.



  • Vielen dank!


    Zander halb dürfte dann so etwa bei 19 bis 20 kg liegen da Zanderhalb etwas kleiner ist als die Dadanthonigraumwaben.



    Was mir noch Sorgen macht ist der höhere Wassergehalt von Dickwaben, daher tendiere ich fast dazu keine Dickwaben zu verwenden sondern normal dicke Waben, d.h. Honigraumzarge ohne Rechen.

  • Was mir noch Sorgen macht ist der höhere Wassergehalt von Dickwaben, daher tendiere ich fast dazu keine Dickwaben zu verwenden sondern normal dicke Waben, d.h. Honigraumzarge ohne Rechen.


    Darüber wirst du dir in der Praxis keine Sorgen mehr machen und einfach über das einfachere Handling von Dickwaben freuen, vertrau mir ;-)

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Wieso sollte da ein höherer Wassergehalt sein weil die Waben dicker sind?


    Weil es ein Wissenschaftler in seinem einfachen Buch ganz frech behauptet.....
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)