Kunstschwarm in angepassten Brutraum?

  • Hallo zusammen.


    Ich heiße Steffen und möchte dieses Jahr mit der Imkerei angefangen und bekomme demnächst zwei (Kunst)schwärme.
    Imkern möchte ich in DNM 1,5.
    Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich den Brutraum nach dem Einschlagen des Schwarms auf eine bestimmte Rähmchenanzahl anpassen sollte
    oder ob ich ihnen alle 11 Rähmchen anbieten soll?


    Vor dem Einschlagen möchte ich noch mit Milchsäure behandeln.
    Einfüttern will ich dann mit 1:1 Zuckerwasser.


    mfg Steffen

  • Hallo Steffen,


    angepasster Brutraum ist erst angesagt, wenn mit dem Volk Honig geerntet werden soll. Also Frühling 2017.
    In diesem Jahr musst ihm Platz geben. (Was nicht heißt auf eine ganze Zarge einschlagen wenn er nur die Hälfte ausfüllt :wink: Das ist abhängig von der Größe des Kunstschwarms)


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hallo Simon und danke für die Antwort.
    Also würdest du in die Beute z.B. erst einmal 5 Rähmchen (je nach größe vom Schwarm) stecken und mit Schied abtrennen und dann nach und nach erweitern?



    mfg Steffen

  • Hört sich gut an. Erweitern bei der 14 tägigen Futterkontrolle. Alles was Ableger und Schwärme (bei Bedarf) sind, bekommen bei mir Futterteig im 2,5 kg - Pack.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • was dir passieren kann ist, dass sie im Freien am Deckel bauen, wenn du nicht voll machst mit Rähmchen - was da hilft ist ein kleines Flugloch seitlich (da wo die Rähmchen sind) und/oder voll machen und nach ein paar Tagen auf die Zahl einengen an der sie gebaut haben

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • Danke Janos, habe ich vergessen: Flugloch habe ich immer auf einer Seite, bei Ablegern 3 - 4 cm groß. Und zwischen leeren Raum und Rähmchen selbstverständlich ein Schied.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • jonas
    Danke für den Hinweis.
    Ich werde dann wohl erst einmal alle Rähmchen anbieten und dann antsprechend später einengen.
    Dann sehe ich ja wieviel Rähmchen sie brauchen.


    Habe noch einen Fluglochkeil mit ca 2cm Öffnung auf einer Seite, sollte doch auch reichen oder ist die Öffnung zu klein?

  • Ich steck erst ein Mal immer alle Rähmchen rein, warte ein paar Tage ab und nehme dann die Rähmchen raus die nicht von Bienen besetzt sind und erweitere dann immer um eine Rähmchen weiter. Es spricht aber auch nichts dagegen alle drin zu lassen und die Damen einfach bauen zu lassen. Voll werden muss der Kasten eh bis zum Winter.


    Gruß
    Sven

  • Hallo Steffen. Das einengen auf 5-6 Waben ist völlig kontraproduktiev. Gieb den Schwarm alle 11 Rähmchen denn du solltest schon daran denken das auch noch eingefüttert werden muß und Brüten tut er auch besser wenn der volle Raum zur Verfügung
    steht und nicht wo von Anfang an schon eingeengt wird. Das hindert das Volk auch daran sich Optimal zu entwickeln. Flüssiges Futter fördert den Bautrieb und die Legeleistung der Königin.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • @Josef: Von Einengen war nie die Rede...


    Es ist Mai, der Imker geizt und erstellt den KS lieber etwas kleiner und dann hast du da so einen Ein-Kilo-Schwarm und haust den in eine ganze Zarge... Das ist meiner Meinung nach kontraproduktiv für die Entwicklung (Klimatisierung!)
    Lieber eine MW zu viel als zu wenig, da gebe ich dir Recht, aber jeden Schwarm auf eine ganze Zarge einzuschlagen - ohne den Schwarm vorher zumindest einmal gesehen zu haben - würde ich nicht tun.


    Bei flüssigem Futter muss ich aber ständig nachfüttern und aufpassen. Für die Ableger-Fütterung gibt´s bei mir nur Futterteig.

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • @Josef: Von Einengen war nie die Rede...


    Es ist Mai, der Imker geizt und erstellt den KS lieber etwas kleiner und dann hast du da so einen Ein-Kilo-Schwarm und haust den in eine ganze Zarge... Das ist meiner Meinung nach kontraproduktiv für die Entwicklung (Klimatisierung!)
    Lieber eine MW zu viel als zu wenig, da gebe ich dir Recht, aber jeden Schwarm auf eine ganze Zarge einzuschlagen - ohne den Schwarm vorher zumindest einmal gesehen zu haben - würde ich nicht tun.


    Bei flüssigem Futter muss ich aber ständig nachfüttern und aufpassen. Für die Ableger-Fütterung gibt´s bei mir nur Futterteig.


    Hallo Simon. Wer lesen kann ist klaar im Vorteil. Er bekommt zwei Kunstschwärme deshalb gehe ich davon aus das es sich um übliche Kunstschwärme mit einem Gewicht von jeweils 1,5 kg Bienen handelt. Diese sollen in eine großen Kiste mit jeweils 11 Rähmchen 1,5 eingeschlagen werden, deshalb ist erstmal den vollen Raum zu geben und flüssig 1X1 zu füttern. Das regt den Bautrieb an und gleichzeitig die Legeleistung der Königin. Die Völker entwickeln sich einfach besser bei großem Raumangebot. Und Bienen heizen nicht den Brutraum sondern nur die Brut. Deswegen entfällt hier deine Klimatisierung völlig.
    Wo ist das Problem 1x Wöchentlich nachzusehen ob das Futter schon verarbeitet ist ?


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Achso, na wenn du davon ausgehst ist ja gut... Ich habe so geantwortet, dass es auf jeden Kunstschwarm zutrifft, nicht nur auf die Größe von der du ausgehst.


    Ich kann leider nicht jeden dritten Tag zu den Völkern fahren und kontinuierlich 1:1 füttern. Apifonda 2,5 kg-Pack und alle 2 Wochen bei Kontrolle entscheiden ob noch einer benötigt wird (So mach ich das, heißt nicht dass flüssig füttern schlechter ist oder nicht geht)


    Bienen heizen nur die Brut... und was passiert bei 35°, wenn ein kleiner Schwarm in einer viel zu großen Beute hockt und die Sonne auf das Blechdach brennt? Heizen können Bienen besser als kühlen!


    Daher bleibe ich bei: gut isolierter Beute und an den Schwarm angepasste Anzahl an Rähmchen mit isoliertem Schied.

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)