Flugloch - Höhe?

  • Guten Morgen,


    ich frage mich, warum die Fluglöcher oft so hoch sind, 20 oder 30 mm.

    Ich habe ältere Erlanger Beuten, die Fluglöcher sind ca. 8mm hoch, etwa 20 cm breit.
    Eigentlich scheint mir das gut, ich sehe nicht, warum da irgend etwas durchpassen sollte, das viel höher als eine Biene ist.
    Ventilation gibt es über den Gitterboden.


    Gibt es einen Grund zu sägen, den ich gerade übersehe?


    Danke!

  • Nö, einen Grund kenne ich auch nicht.
    Klar, wenn höher, dann ist das Ausräumen für die Bienen einfacher.
    Ein Kollege von mir hat Segeberger Beuten und grundsätzlich Leisten drin, die das Flugloch auf 8mm Höhe begrenzen. Auch weil er gerne im Winter den Mäuseschutz vergißt;-)))
    Meine sind auch etwa 20mm hoch, da kommen dann im Winter Leisten rein, die das auf 8mm Höhe begrenzen.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hallo Chris_1!


    Meine Fluglöcher haben auch eine Höhe von 20 mm, ich habe es von meinem Vorgänger übernommen. Woher dieses Maß genau kommt, weiß ich nicht. Ich nehme an, dass dies das Maß war, wo noch kein offener Gitterboden verwendet worden ist und somit für die Lüftung notwendige Lüftung notwendig war. Offener Gitterboden und 8 mm Höhe sind sicher ausreichend.


    Bei der Fluglochbreite dürfte es etwas anders sein. Angeblich wird bei schmalem Flugloch auch ein schmales und dafür höheres Brutnest angelegt. Ein Flugloch über die gesamte Breite dürfte daher schon seine Berechtigung haben.


    MfG
    Honigmaul

  • Waren die alten Imker dumm? Die alten Beuten sind schon gut! 8mm ist perfekt. Bei mir sind Blenden dran 8x25mm und 8x60mm, ganz öffnen tue ich nur, um im Winter den Schaber zu benutzen. Selbst bei voller Kiste ist bei mir 8x60, -fast- immer. Da kommt ein richtiger Luftstrahl raus. Gitterboden ist für die Lüftung nicht nötig, eher nachteilig. Geöffnetes Drohnenloch hat gewiss eine nützliche Wirkung, weil da hindurch Luft nachgezogen wird. Also 8x60mm und ansonsten ist die Kiste völlig dicht. Warum werden bewährte Konstruktionen heute mißachtet? Ich weiß es auch nicht.


    Früher wurden Beuten gebaut mit doppeltem Boden, sehr sehr kuschelig, da müssen die Bienen wie auch der Luftstrom noch um die Ecke! Und viele Imker machen noch eine zusätzliche Blende mit Schlitz vor die Öffnung im Wandergitter (bei NB52), hat eine ähnliche Wirkung. Aber das sind alles Gepflogenheiten aus der Zeit vor der Gitterbodenpropaganda.

  • Gitterbodenpropaganda.


    So übel ist der ja nicht ;-) Nachteilig ist er sicher für die Lüftung nicht. Du sparst den Bienen Arbeit und Schimmel ist Vergangenheit. Man muss halt dann auch zur rechten Zeit den Schieber reinmachen, sonst wirds kontraproduktiv. Ist halt immer ein "Gewußt Wie".
    Das komplett geöffnete Flugloch/-schlitz kommt natürlich aus der Zeit des geschlossenen Bodens. Adam hat das in seinem Buch ausgeführt und viele haben es übernommen. Tatsächlich ist es sehr sinnvoll - bei geschlossenem Boden. Ich sehe aber dabei verschenkte Möglichekeiten zur Lenkung des Bien, durch seitliche Anordnung zum Beispiel oder Veränderung der Größe.


    Gruß
    Reiner

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Ich habe noch doppelwandige Beuten mit ehemals Doppelboden in Betrieb- Doppelboden raus- 1,15 DNM als ein Brutraum, Honigraum 1,0 DN bei den Normbeuten(nur noch für Ableger) oder noch lieber die Ausführung aus den 60igern mit 11er Magazinen als Honigraum, weil man den Brutraum ohne Runtersetzen der HR bearbeiten kann- die stehen in Bienenhäusern.
    Mit Glasfenster, wo man den Baurahmen sehen kann- wenn Platz ist 2, dann kann ich sehen, wenn sie verdeckelt sind bzw wenn der Honig glänzt- 2. oder 3. HR ;) 
    Die haben drehbare Flugloch-Drehkeile- jetzt voll offen ca 8x 150 mm breit bis ganz geschlossen in 4 Stufen, da läufen die Gebläse jetzt zum Honigtrocknen wie ne laute Klimaanlage. Bienenluftbehandlung vorm Flugloch, aber bitte mit Schleier.


    PS: über offene und geschlossene Böden hat man schon in den 60igern leidlich gestritten- momentan haben nur die neuen Magazine offene Böden. Rest Bauartbedingt oder bewusst von meinem Vater - geschlossen.
    Ich schätze die störungsfreie Diagnose über die Schubladen bei den Unimagazinen.


    Gruß Fred