Heute Wassergehalt prüfen und am WE erst schleudern

  • Hallo zusammen,


    ist es möglich heute mittels der Spritzprobe und dem Refractometer den Wassergehalt zu messen und dann
    allerdings erst am Freitag früh die Bienenflucht einzulegen um am Samstag zu schleudern.
    Oder kann es sein dass durch neu eingtragenen Nektar sich der Wassergehalt gravierend ändert? Die Waben sind ja voll optisch zumindest.. aber sie könnten die Zellen ja überfüllen :lol: weil Sie halt nicht verdeckelt sind.
    Normal dürfte es bei Flugwetter sich ja dann nur marginal ändern oder?
    Werde zur Sicherheit am Samstag nochmals messen, mir geht es eigentlichmit meiner Frage um mir das ganze Zeitlich einzuteilen.


    Gruss Markus

  • Moinsen Markus,


    da ich nicht weiß, wie viel Regen bei Euch gefallen ist, wie trocken es aktuell ist und vor allem wie warm es wird, kann dir das außerhalb von Eurer Stadt kaum einer sagen. Gehen tut auf jeden Fall alles. Ich habe z. B. letzten Donnerstag auch gemessen - wassergehalt lag da bei 18,X bis 20%. Kaum etwas war verdeckelt. Ich habe daraufhin meinen Plan, alle alten Honigräume im Raps geändert und nur den ersten HR nach oben gesetzt, damit ich am Samstag / Sonntag einfach die Fluchten einlegen kann. Am Sonntag dann spontan entschieden, dass ich alles abernte. Was richtig war. Verdeckelt war noch immer nicht viel, aber der Wassergehalt lag nun zwischen 16 und 16,8%. Wir hatten keinen Regen bzw. als der Regen kam, wurde es sau kalt. Daher auch keine Tracht mehr und die Bienen konnten schön trocknen. Geht aber auch anders. Je nachdem, wie warm es nun ist und ob es honigt.


    Gruß
    Frank

  • Hallo Markus,


    der punktuell an Waben gemessene Wassergehalt weicht gewöhnlich ziemlich stark davon ab, was nach der Schleuderung gemessen wird. Der Grund ist die starke Inhomogenität zwischen den Waben und sogar auf jeder Wabe in sich. Deshalb halte ich persönlich solche Messungen für wenig sinnvoll.
    Unverdeckelte Waben können täglich mit unreifem Honig nachgefüllt werden, daher halte ich es ohne zusätzliche Maßnahmen für riskant, solche Waben während der Tracht zu schleudern. Das ist eigentlich nur dann einigermaßen sicher, wenn man die Waben vor der Schleuderung für eine gewisse Zeit in einen warmen trocknen Luftstrom hängt, mit dem man eventuell vorhandene Feuchtigkeitsnester austrocknet.


    Gruß Ralph

  • Ich würde auch unmittelbar vor dem Schleudern messen.
    Die Messung bringt m.E. aber ganz gute Ergebnisse, wenn man ausreichend viele Proben nimmt, vor allem von Randwaben. War der Honig dort trocken genug, hatte ich nie Problem mit dem Gesamtergebnis.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo


    Ganz unverdeckelte Waben zu schleudern, birgt immer ein kleines Risiko in sich, also ich bin da vorsichtig. Ein kleiner verdeckelter Rand sollte schon vorhanden sein.


    Hallo Markus, warum willst du die Messung heute machen wenn du erst Samstag schleudern willst. Wenn ein günstiger Zeitpunkt zum Schleudern ist, dann wäre es unmittelbar nach der Kältephase. Nach meiner Erfahrung wird frischer Nektar selten in verdecklungswürdige Waben eingetragen. Das passiert nur, wenn kein anderer Platz vorhanden ist.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo zusammen,


    danke für eure Antworten. Warum ich erst am Wochenende schleudern will ist dass ich nicht weiss wie lange ich brauche und mir keinen Zeitdruck vorgeben möchte. Günstig wäre bestimmt dann heute gewesen weil morgen solls wieder wärmer werden. Da ich aber die Waben schleudern will wenn Sie noch "warm" sind vom Bienenvolk. Weil abernten und im warmen Zimmer lagern und schleudern will ich als Anfämher vermeiden. Denn wenn was nicht klappt weiss ich nicht liegts weil falsch gelagert oder falsch von handwerklicher Seite.
    Ich habe das letzte Mal am Donnerstag nachgesehen da war nur ein oberer Rand verdeckelt von ein paar cm. Kann sein dass des schon komplett anders nach den kalten Tagen aussieht und alles verdeckelt ist. Ich dachte mir bevor ich am Bienenstand stehe und dann nicht sicher bin Frage ich im Vorfeld nach.
    Gruss Markus

  • Aber ich könnte ba theoretisch heute den Wassergehalt bestimmen,dann den Hr2 unter den HR1 setzen bzw den HR 1 halt mit den Bienen über den untergesetzen HR und dann könnten die Bienen doch den Rest rocknen und nach unten wandern bzw der neue Nektar wird in den untergestzten eingelagert?
    Dann am Freitag noch die Flucht rein und am Samstag schleudern.
    Müsste doch gehen...

  • Man kann alles messen und doch fehlerhafte Ergebnisse erhalten. Wenn die Eisheiligen vorbei sind, sollte optimal getrocknet sein (gestern gemessen - zw. 16,x und 19 %). Ab morgen sammeln sie wieder und lagern ein; natürlich nicht dort, wo schon verdeckelt ist. Ich setze den zuletzt gegebenen HR immer ca. 1 Woche vorher unter alle anderen und schiebe die Bienenflucht über diesen ein. In diesem HR ist zumeist auch noch ausreichend Platz für das, was jetzt kommt (Weißdorn, Robinie usw.). Damit bin ich bisher gut gefahren.


    Viel Erfolg bei der Frühjahrsernte


    Rainer

  • Hallo Rainer,


    du legst eine Woche vor der Ernte schon die Bienenfluchten ein? Dann ist der Honig doch super trocken. Fließt das ganze denn dann noch aus den Waben raus bzw. durch die Siebe durch?


    Gruß
    Frank

  • du legst eine Woche vor der Ernte schon die Bienenfluchten ein? Dann ist der Honig doch super trocken.


    das wiederum verstehe ich nicht. 1 Woche lang die vollen HR über der Bienenflucht, d.h. so lange sind da keine wärmenden Bienen mehr drin und der Honig kühlt massiv ab, gleichzeitig strömt immer etwas feuchtwarme Luft von unten nach, die Feuchte schlägt sich dann im ausgekühlten Raum über der Bienenflucht nieder - wird da der Honig nicht erst so richtig feucht!?


    Gruß
    hornet

  • Ich halte es schon seit Jahren bei meinen Ständen die innerhalb von 15 min zu erreichen sind so, dass ich die Bienenfluchten am Abend vorher einsetze und am nächsten Morgen hole ich die HRs ab.


    Beim Aufsetzen der Bienenfluchten messe ich kurz mit dem Refraktometer bei Randwaben nach, wenn ich mir unsicher bin.

  • Hallo Rainer,


    du legst eine Woche vor der Ernte schon die Bienenfluchten ein? Dann ist der Honig doch super trocken. Fließt das ganze denn dann noch aus den Waben raus bzw. durch die Siebe durch?


    Gruß
    Frank


    @ Frank, hornet - natürlich mache ich das so nicht. Sorry, habe mich unpräzise ausgedrückt:


    Ich setze den zuletzt gegebenen HR 1 Woche vor der geplanten Ernte unter alle anderen Honigräume (so vorhanden und in diesem Jahr ist das so). Die Bienenflucht kommt abends vor dem Erntetermin dann zwischen diesen HR und allen anderen.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Mal 2 banale Fragen:


    Ich war heute beim nachschauen im Honigraum. Ein Volk verdeckelt ziemlich gut ca 50 bis 70 % sind bereits verdeckelt. Bei den anderen Völkern nichts.
    Laut Refraktometer an zig Stellen gemessen, einzelln und auch zusammengerührt 22% Wassergehalt. Aber alle Waben bei der Spritzprobe nichts rausgetropft. Was würdet Ihr mehr glauben.
    Ich mache die Spritzprobe so, dass ich die Wabe horizontal halte und leicht eine ruckartige Bewegung mache, so dass ein paar ansitzende Bienen runterfallen. Das sollte doch reichen von der Stärke meine ich. Habe auch schon mal fester gestoßen und da knackst schon die volle Wabe :lol:
    Auch ist die Folie über dem HR durch das Brutgeschäft richtig nass. Kein Wunder wenn sich die Bienen da schwer tun. Bin echt am überlegen ob ich die Folie entferne und bei mir am Deckel gibt es ein rundes Flugloch, dort davor ein Fliegengitter spanne damit keine Biene rein oder raus kommt und somit einen leichten Durchzug habe vom offenen Boden über die Deckelöffnung. Würde so zumindest die angestaute Feuchtigkeit aus dem Honigraum bringen.
    Gruß Markus