Keine Luat auf ne Königin

  • Hallo wBienen,


    erst mal hallo hier ;-)


    Warum weißelst du die alte Königin nicht wieder ein!?


    Gruß


    Ulrich

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink:

  • Naoch ist ja hoffnung, dass die Nachschaffungszelle was wird, die wir am 21.05. stehen lassen haben, sonst haben wir noch den Königinnenableger der Stifte und Brut hat und wir haben noch einen weiteren Brutableger der nun seit 30 Tagen ausswerhalb der Flugradius steht, den wollen wir am Wochenende zurückholen, da er aber nur auf vier Waben steht wird dort wohl kaum etwas entnommen werden können, wenn eine Königin drin ist ... Die Bienen sind echt sauber und noch ist die Beute sehr voll, hängen auf der gesamten Fluglochbreit (Zander) durch. 1 HR ist voll 2 HR mit Ausbau begonnen, passiert aber nicht mehr viel, jetzt durch das Wetter (NRW) erst recht nicht.
    Wenn die Zelle am 21.05. noch zu war sollte sie kommendes Wochende geschlüppft sein - richtig?

  • Hallo Ulrich,
    habe die Befürchtung, dass die alten Bienen sie nicht mehr lieb haben und alle machen - hatte von verschiedenen Seiten soetwas gehört. und was mach ich dann mit dem Königinnenableger - lasse ich die eine neue ziehen?
    einweiseln im Zusätzkästchen mit Futterverschluss reinhängen und fertig?
    Gruß
    Markus

  • Umweiseln um diese Jahreszeit ist immer riskant und geht wenn ich mich recht entsinne am Besten durch einen kleinen Schwarm oder Ableger bei dem die eigenen Bienen die Königin schützen können.
    D.h. ich persönlich würde das Brutnest auf eine Zarge einengen und den Ableger über Zeitungspapier mit ein paar wenigen Löchern aufsetzen. Für einen neuen Ableger ist immer noch Zeit.
    Und ja, 3-5-8 und die Königin ist gemacht, heißt 8 Tage nach verdeckeln sollte die Königin schlüpfen. Aber dann braucht sie nochmal ca. 10 Tage mindestens bis zum ersten Stift und weitere 21 Tage bis zur ersten Stockbiene!


    Gruß


    Ulrich

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink:

  • Aus der WZ Wabe zwischen m.E. mindestens zwei auslaufenden Brutwaben und aufsitzenden Bienen könnte man noch einen Zellenableger machen. Die Brutwaben können ja dabei von verschiedenen Völkern stammen.

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink:

  • Nun ist das wirtschaftsvolk aber noch knalle voll und ich kann mir nicht vorstellen wie ich die in eine Zarge kriegen könnte. Was ist in dem Fall mit Aufsetzen des Königinnablegers mit den Honigräumen zu tun, die sind noch nicht geerntet und ich muss mal sehen ob bei der Luftfeuchtigkeit nun ein geeigneter Zeitpunkt für die Ernte Zungenfehler ist, zumal ich auch noch einen freundlichen Imker brauche beidem ich mitschleudern kann, da wir keinen Schleuder haben.
    Wie ist die Schwarmstimmung zu erwarten wenn ich den Königinnenableger wieder draufsetze? Werden die Mädels durch die Erfahrung der letzten Wochen die Lust verloren haben oder muss ich damit rechnen, dass sie noch immer auf eine Gelegheit warten mit der Königin daß Weite zu suchen ?
    Danke und Gruß

  • Die Honigräume kannst du immer oben auf die Bruträume setzen und schleudern wann du möchtest.
    Ebenfalls lässt sich die Königin über Zusetzkäfig und Futterteig oder über einfaches Zuhängen des Ablegers in der oberen Brutraumzarge durchführen. Man kann das aus der Ferne schlecht beurteilen, das musst du leider selbst beurteilen und entscheiden!


    Die Schwarmstimmung sollte nach mehr als 14 Tagen abgeklungen sein und da für diese Zeit die Brut fehlt sollte sie auch nicht so schnell wieder aufkeimen :daumen:

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink:

  • Oh mein Gott...warum denn bloss diese Hektik und dieses umständliche Denken und Planen???
    wBienen, mein bescheidener Rat, lass doch erst einmal Ruhe einkehren. Das ursprüngliche Volk wirds schon richten. Es gibt definitiv 2 Möglichkeiten. Entweder sie ziehen die Nachschaffungskö gross. Dann heisst es abwarten, wie die sich macht. In der Zwischenzeit, dh, bis Nachkommen von ihr schlüpfen, wird die Volksgrösse abnehmen. Das ist insofern nicht weiter bedenklich, als Du ja von einem (noch) starken Volk sprichst, so dramatisch wird sich das schon nicht auswirken.
    Zum Honigaspekt später.
    Die andere Variante ist die, dass die Nachschaffungsqueen, aus welchen Gründen auch immer, darauf gehen wir hier jetzt mal nicht ein, ausfällt. DANN hast Du immer noch Zeit und Gelegenheit, zu handeln. Du kannst rückvereinigen (dies aber erst dann, wenn sie heulen oder schwer unruhig werden, dann ist das gefahrlos möglich). Diese Möglichkeit beschert Dir recht schnell wieder eine ordentliche Volksstärke. Du kannst den dann verzweifelten aber auch eine neue Weisel, jung und begattet, unter Futterteigverschluss zugeben. Auch prima. Da hast Du dann ein tolles Volk-für die nächste Saison.
    Nun zur Honigsituation des Volkes.
    Wenn Du den Eindruck hast, dass die abnehmende Volksstärke mit der Pflege des HR überfordert ist, kannst Du jederzeit den bereits verdeckelten Honig abschleudern und den verbleibenden HR anpassen. Zum Beispiel nur angetragene Waben belassen und nicht mehr erweitern. Oder aber volle, verdeckelte Brutwaben aus anderen Völkern bienenleer zuhängen zum verstärken der Honigpflege. Oder ggf rähmchenweise umhängen, sprich anderen Völkern zuhängen, zum reifen. Da ist einiges an "jonglieren" möglich.
    Mein Tipp:warte doch einfach mal in Ruhe ein bis 2 Wochen ab und schau nur oben in den Honigraum, wie sich dort die Lage entwickelt. Horche und sieh, wie sich die Bienen am Flugloch verhalten und wie es seitlich am Beutenrand summt, wie hört sich das an? Du musst nicht wühlen, um zu erkennen, was da los ist.
    Berichte doch einfach hier weiter, was Du da so erkennst, dann kann man genauer und gezielter raten, ohne die Bienen mehr als nötig aufzuscheuchen. Die Stockruhe richtet so einiges wieder her, was der Imker aufmischt.
    Alles Gute.

  • Lass mich mal zusammenfassen.


    Er hat ein Wirtschaftsvolk mit einer Nachschaffungszelle deren Zukunft unsicher ist und in dem in ca. 35Tagen die erste Brut ausläuft, wenn überhaupt.
    Desweiteren hat er einen Königinnenableger mit einer 1 jährigen Königin, die wahrscheinlich nächstes Jahr noch lieber schwärmen wird als dieses.
    Und er hat einen Honigraum der einem anderen Volk noch zusätzlich aufgesetzt werden muß.


    Ich seh das folgendermaßen,


    der Königinnenableger ist das Einfüttern nicht Wert und das Wirtschaftsvolk bringt dieses Jahr keinen Ertrag mehr!


    Ausser Spesen nichts gewesen!

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink:

  • Mensch, Ulrich, sieh das doch bitte nicht nur so abgeklärt von der wirtschaftlichen Seite. Manche von uns, und insbesondere die Einsteiger, haben da einfach eine etwas ideellere Herangehensweise.
    Sicher, das mag sich mit der Zeit auswachsen und auch irgendwann einmal in Deine Richtung verändern. Vielleicht sagt sich der Fragesteller in 2 Jahren, mein Gott, was hab ich da bloss rumgewurstelt.
    Das sind aber auch Erfahrungen, die man erstmal machen muss! Ein bischen mehr motivierende Unterstützung ist auch wichtig.
    Lieben Gruss
    Landpomeranze

  • Hallo zusammen,
    danke schon mal fürs Überlegen und Erklären. Es ist in der Tat keine wirtschaftliche Befürchtung die mich umtreibt, wir beginnen gerade und möchten unsere Mädels nicht totgucken, wie es bei Anfängern wohl öffter passiert. Ein erster Honig ist schön und wenn wir dann noch die Völker in und durch den Winter bringen sehe ich einen ersten Meilenstein hin zum Imker erreicht. Ich werde eure Beiträge in den nächsten Tagen bewegen und sehen was ich daraus lernen und machen kann.
    Beim Honig habe ich keine Bedenken, der erste HR ist voll und zum großen Teil bereits verdeckelt. Hier habe ich eher die Frage wie es mit der Luftfeuchtigkeit aussieht, da bei der derzeitigen Wetterlage der Honig vermutlich nicht so trocken wird wie er idealer Weise sein sollte zur Ernte, ein refraktometer haben wir nicht. Wir haben abeer einen Imker in der Nähe (derzeit noch im Urlaub) der uns sicher mit seinen 6 Jahren Erfahrung hier etwas unterstützen kann.
    Was mich noch interessieren würde ist eure Einschätzung zu dem Verhalten der Bienen nach der schlechten Behandlung bei unserem "Durchwühlen". Dass sie geziehlt auf uns zuhalten um uns zu attackieren hat uns doch etwas erschrocken. Aucch das suchen nach uns im ganzen Garten und auf dem Balkon, um es uns heimzuzahlen verwundert uns sehr. Das Volk wollte ich nach der Dr. Liebig-Methode (ohne Schutzkleidung) nicht, bzw. nicht mehr "versorgen". Haben wir das durch unseren schlechten Eingriff verursacht, oder führt die Weisellosigkeit zu Kamikaze-Bienen, die aus uns gerne ein Sieb machen möchten?
    Gruß
    Markus

  • Guten Morgen, Markus.
    Es ist schön, dass Du Dir selbstkritisch die Frage stellst, ob Du es warst, der die Bienen so verärgert hat. Die Frage lässt sich aus der Ferne von uns anderen nicht genau beantworten, zu vermuten ist das nach Deinen Schilderungen aber schon.
    Wenn sie so verfolgend werden, ist das schon ein Hinweis darauf, dass man sie besser erstmal in Ruhe lässt, sie haben nach Deinem Eingriff eine Menge aufzuräumen und müssen sich erst wieder im eigenen zuhause zurechtfinden.
    Wenn Du in der nahen Zukunft drangehst, und das ist ja kaum zu vermeiden, tu Dir und ihnen den ganz grossen Gefallen und zieh nen Schleier und Einmalhandschuhe an. Das macht Dich unangreifbarer und gibt Dir Ruhe. Die Einmalhandschuhe schützen nicht unbedingt vor Stichen, aber man hat Gefühl damit und kann trotzdem unverklebt gut arbeiten. Ein noch besseres Ergebnis erzielst Du in Sachen Ruhe reinbringen, wenn Du die Hände mit ätherischen Ölen wie Thymian oder Nelke oder Cremes damit tröpfchenweise einreibst.
    Dass die Bienen Dich bei den nächsten Empfängen mehr und vielleicht auch heftiger umsurren werden, musst Du erstmal so hinnehmen. Es verliert sich aber wieder, wenn sie merken, dass Du langsam und friedlich bleibst. Jedes Mal wird es besser, wirst schon sehen.
    Bitte sei so vernünftig und nebele sie nicht mit Qualm ein, um sie Dir vom Hals zu halten. Du hast mit dem Schleier ja nicht viel zu befürchten, und einen oder zwei Stiche durch die Jeans wirst Du tolerieren. Hast Du immer ohne Schutz gearbeitet? Dann ist es anfangs ungewohnt, durch den Schleier zu blicken und dabei kleinste Details wie etwa Stifte zu erkennen. Das solltest Du aber üben.Also, erste Regel:ruhig bleiben, auch, wenn es schwer fällt. Du hast alle Zeit der Welt.Halte inne und zähle bis 10. Dann langsam weiterarbeiten.
    Glaube mir, auch das Volk wird wieder zahm, wenn Du Verständnis zeigst und Dich zurücknimmst. Die Zeit heilt!
    Viel Erfolg.
    Landpomeranze


  • der Königinnenableger ist das Einfüttern nicht Wert und das Wirtschaftsvolk bringt dieses Jahr keinen Ertrag mehr!



    Ein vier Waben Königinableger um diese Zeit ist das Einfüttern nicht wert?
    Das Wirschaftsvolk hat schon Honig eingetragen. Außerdem hat es wegen der fehlenden Brutpflege Langeweile und kann kräftig Honig sammen, was es tun wird.
    Gib der Nachschaffungszelle eine Chance.