Dadant (Trenn-)schiede, die sich nicht verziehen

  • Hallo,


    mich plagt ein Problem, nämlich die Schiede, die es bei Dadant gibt.
    Die Teile, die bei den Beuten verschiedener Hersteller dabei sind, verziehen sich mit der Zeit. Nicht extrem und nicht alle gleich, aber es reicht, damit Probleme durch Verbau oder umgekehrt durch zu engen Abstand zur ersten Wabe entstehen.


    Da ich sowieso für eine Reihe von Kisten Schiede anschaffen oder selber bauen müsste frage ich mal in die Runde, ob ihr mit anderen Materialien bessere Erfahrungen gemacht habt.


    Die Dinger, die ich bisher habe, sind wohl aus so verleimten Mehrschichtplatten ca. 6-8mm dick unterschiedlicher Holzarten und Schichtdicken.
    Da nimmt wohl jeder Hersteller, was gerade da ist, deshalb wohl die Unterschiede, aber eben auch die mangelnde Qualität.


    Wären Siebdruckplatten eine Alternative, oder sind die zu hart und isolieren dadurch vielleicht zu wenig?
    Gibt es bessere Methoden?
    Ich habe gesehen, dass einige nicht nur einfache Brettchen verwenden, sondern sogar Oberträger dran machen. Wobei man dafür doch eine entsprechend breite Nut reinfräsen müsste, aber dafür hätte ich als handwerklich eher unbegabter aber keine Maschine... :eek:

  • Siebdruckplatten (ca. 5mm) hab ich auch zum Teil. Die verziehen sich nicht.
    Werde die aber wohl auch nicht mehr nehmen, seit ich gegoogelt habe, was diese Phenylharzbeschichtung eigentlich ist (Formaldehyd und so). :eek:
    Momentan habe ich Thermoschiede aus Rähmchen, in die ich Jackodur/Styrodor reingeschnitten habe. Die sind aber auch nur dem Umstand geschuldet, dass ich keine Zeit hatte. Eigentlich würde ich die Rähmchen lieber beidseitig mit dünnem Sperrholz beplanken und den Zwischenraum mit Homatherm o.ä. ausfüllen. Verziehen dürfte sich da nichts; normale Rähmchen tun es ja auch nicht. Aber Sperrholz >= 10mm dürfte sich eigentlich auch nicht werfen, oder?

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Tachchen


    ICh habe entsprechend zugesägte Leimholzplatten, weil ich grad nix anderes da hatte. Und die verziehen sich auch. Lässt sich auch nicht vermeiden, da es einfach Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede zwischen den beiden Seiten gibt und Holz sich entsprechend verzieht. Ich habe es für mich jetzt so gelöst, das ich das Schied bei jedem Eingriff drehe, dann kommt die andere Seite mit Verbiegung dran ;-)
    Je nach BReite der Brettchen kannst du nen Oberträger einfach aufnageln/schrauben/tackern, da muss keine extra Nut rein.


    GRüsse, Robert

  • Ist nur 1-SChicht-LEimholz, bei 3SChicht sollte die Gefahr geringer sein, weil sich je nachdem die Jahrringeseiten gegenseitig ausgleichen bzw. stabilisieren.

  • Momentan habe ich Thermoschiede aus Rähmchen, in die ich Jackodur/Styrodor reingeschnitten habe.


    Und da muss man keine Angst vor irgendwelchen Kunststoff-Ausdünstungen haben?
    Und die Bienen nagen das nicht an, so dass man tausende Krümel über das Gemüll in der Landschaft verteilt?


    Eigentlich würde ich die Rähmchen lieber beidseitig mit dünnem Sperrholz beplanken und den Zwischenraum mit Homatherm o.ä. ausfüllen.


    Das erscheint mir eine sehr gute Idee, es reicht ja vielleicht sogar, dass man nur Zeitungspapier rein stopft oder gar nur Luft drinnen lässt, das dämmt alles noch besser als die Standard-Schiedbrettchen.


    Es fragt sich nur folgendes:
    Brauchen die Bienen soviel Dämmung oder profitieren sie davon wirklich?
    Werden Futterwaben im Frühling hinter so einem fetten Schied eventuelle schlechter angenommen oder gar nicht erst gefunden?


    So ein Schied nimmt dann jedenfalls mehr Platz ein wie ein normales Rähmchen. Gut, dass ich 12er-Dadant habe...


    Gruß
    hornet

  • Siebdruckplatten (ca. 5mm) hab ich auch zum Teil. Die verziehen sich nicht.
    Werde die aber wohl auch nicht mehr nehmen, seit ich gegoogelt habe, was diese Phenylharzbeschichtung eigentlich ist (Formaldehyd und so). :eek:
    Momentan habe ich Thermoschiede aus Rähmchen, in die ich Jackodur/Styrodor reingeschnitten habe. Die sind aber auch nur dem Umstand geschuldet, dass ich keine Zeit hatte. Eigentlich würde ich die Rähmchen lieber beidseitig mit dünnem Sperrholz beplanken und den Zwischenraum mit Homatherm o.ä. ausfüllen. Verziehen dürfte sich da nichts; normale Rähmchen tun es ja auch nicht. Aber Sperrholz >= 10mm dürfte sich eigentlich auch nicht werfen, oder?


    Ich habe 10 mm Siebdruckplatten als Trennschiede, der Oberträger hat sich verzogen und auch die Siebdruckplatte, also 100%ige Gewähr ist das auch nicht.

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Hallo zusammen,


    ich verwende Alu (will auf Edelstahl wechseln) U-Profile als stabilisierende "Oberträger", die gleichzeitig als starke Ohren dienen und kann sie weiter empfehlen. Über die 8 mm Schiede gepresst ergibt ein sehr stabiles Schied, das sich nicht verbiegt und seine Ohren bei allen möglichen Kampfaktivitäten gegen Propolis nicht verliert.


    LG Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Ich nagele kurzerhand 5mm dicke Siebdruckplatten auf ein Rähmchen.
    Fertig.
    Man kann sich das Leben auch mit aller Gewalt schwer machen....

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Nein
    Wird hundertfach so gemacht.
    Einziger "Nachteil": Die Bienen bauen da gerne Wildbau rein, wenn man sie zu eng hält.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-