Kalkbrut auf ein Neues

  • Hallo zusammen, ich hatte auf einem meiner drei Völker dieses Frühjahr kalkbrut. Habe alle auf frischen Wagenbachs gesetzt, die Königin hat brav wieder angefangen zu stiften. Jetzt kurz vor dem Schlupf nach der Kälte wieder kalkbrut im bitterbösen. Was soll ich tun? Abwarten lag es am Wetter oder sobald wie möglich umwechseln? Das volk habe ich erstanden und es war mir nie so geheuer... Jetzt mückert es vor sich hin. Die anderen zwei stehen richtig gut da, selber Standort. Danke für eure Antwort leomilena



    Ach ja Titel sollte auf ein neues heißen...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von leomilena () aus folgendem Grund: Zu doof zum schreiben ��

  • In so einem Fall hilft nur schnellst mögliches umweiseln des Volkes mit einem KS und neuer Königin und neuem Wabenbau.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • In so einem Fall hilft nur schnellst mögliches umweiseln des Volkes mit einem KS und neuer Königin und neuem Wabenbau.


    Als Hintergrund/Erklärung für das was Luffi hier empfielt:


      Kalkbrut ist eine Pilzinfektion

        also möglichst viele Sporen 'raus =Neuer Wabenbau



      Kalkbrut hat eine genetische Komponente - jedenfalls gibt es Linien/Abstammungen die wesentlich anfälliger sind als andere

        also Königin tauschen


    also ... (sobald Witterung halbwegs geeignet, Kö organisieren - und los)
    Ludger

  • ...die pilzinfektion/Ausbruch trifft meist schwache Völker und wird durch Faktoren wie zu kalt&feucht, z.B. Nordseite, gefördert


    1.raus aus Beute- desinfiziere/abflammen- neue Mittelwände- einengen
    2. Position wechseln- trockner, sonniger Standort
    3. wenn 1&2 nicht helfen- Königin tauschen
    Gruß Fred

  • Guten Morgen und danke! Neuen wabenbau und neue Beute hatte ich schon. Werde jetzt mal umstellen und dann bald umweiseln.


    Der neue Wabenbau ist aber schon wieder infiziert, deswegen wieder alles auf Anfang und sofort mit neuer KÖ.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Ich hatte letztes Jahr auch etwas Kalkbrut in einem zu schwach erstellten Königinnen-Ableger. Nach Zugabe einer weiteren voll verdeckelten Brutwabe mit ansitzenden Bienen hat sich das Problem ganz schnell gegeben. Offenbar waren es zuvor einfach zu wenig Bienen, um die Hütte klimatisch optimal zu heizen und zu belüften.


    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Kurioserweise retten die sich trotz Varroa eingeengt über den Winter, während stark brütende Ableger Ende Oktober2014 tot waren.
    Aber wenn man die Zeit rechnet, die man vertütelt mit der Hege von Schwächlingen, ohne das die Miete der Kiste als Honig kommt, ist manchmal SChwefelstreifen und neuen ABleger/Kunstschwarm erstellen sinnvoller.
    Es sind bei uns meist betroffen schwache Völker an der Nordseite vom Wagen oder der Stand, wo durch starke Verschattung und Windschutz es immer kühl und feucht ist.(je 1 von 4 nebeneinander stehenden Völkern)
    Dieser Winter keine Völkerverluste, nur eine2013-Weisel.
    Gruß Fred

  • Im Pohl "Bienenkrankheiten" steht dazu:

    • Stark befallene schwache Völker abtöten
    • Schwach bis mittelstark befallene Völker an einen trockenen Standort versetzen
    • Putztrieb fördern durch Einengen und in kleinen Mengen flüssig füttern (Anmerkung von mir: Mit dünner Zuckerlösung besprühen)
    • Mittelstark befallene Brutwaben über Absperrgitter schlüpfen lassen und danach entfernen
    • Umweiseln


    Gruß Ralph

  • Ich habe Samstag auch bei zwei Völkern sowas wie ausgeräumte Kalkbrut auf den Wärmebrettern gefunden:

    Ich hatte das allerdings als Kältschaden abgetan. Die Brutnester waren jetzt ohne Auffälligkeiten.
    Muss ich mir jetzt noch Sorgen machen?

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Hallo Michi,


    ist mit Sicherheit Kalkbrut. Wenn du Glück hast ist dies nur eine vorrübergehnde Erscheinung, auf Grund der Kältewelle. Zu großes Brutnest und zu viel Raum, noch zu wenig Bienen, die die Kiste klimatisieren.
    Würde Einengen und 2-3 Wochen gut beobachten.
    Gruß Uwe

  • Kalkbrut ist kaltbrut, oder wie war das noch? Das Problem dürfte sich jetzt erst mal erledigen mit den höheren Temperaturen, auch wenn die Pilzsporen weiterhin im Volk sind. In diesem Jahr hat die meist kräftig angelegte Brut halt 2 mal eine lausige Kältewelle erwischt. In anbetracht der Tatsache, dass momentan wohl nur sehr schwer eine Königin zu bekommen sein wird, würde ich das Volk zunächst laufen lassen und dann bei Gelegenheit, sprich bei verfügbarer Königin die Umweiselung vornehmen. Sonnig stellen (vielleicht sogar einzeln) oder leicht Einengen sollte aber auch von Vorteil sein.

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)

  • Danke für die Antworten.
    Sonnig stehen sie und eng geschiedet sind sie auch.
    Sind aber beides schwache Völker, die eh zum Umweiseln vorgemerkt sind. Und TBE steht im Juli auch an - dann sind die Sporen auch passé.
    Andererseits ist das mit den Sporen vielleicht etwas überbewertet, oder? Die müssen ja sowieso in den Völkern gewesen sein und haben die Gunst der Stunde genutzt. Das wird ja nicht so sein, dass die Sporen gezielt in schwache Völker eindringen.


    Dann lasse ich die Völker jetzt mal machen.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D