Wetter und Waldhonig

  • Moinsen,


    als ich gestern die Königinnenzellen einsetzen wollte, kam hier auch der erste richtige Schauer runter. Waren 22 Liter / qm in rund einer halben Stunde. Zählt das nun als richtig viel? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Oder wir haben dann halt wieder Lindenhonig. Die Linde sieht hier auch schon recht gut aus.


    Gruß
    Frank

  • Ich bin nicht soo weit vom Franz Xaver weg und hier war es richtig heftig - das war ein sehr großer, sehr gründlicher Hochdruckreiniger der hier durch ist.


    Meine Bienenstockwaage scheint eingerostet zu sein. Die Waldtracht beginnt hier normalerweise erst später, ich denke so ab M. Juni war das immer der Fall. Ob der massive Wolkenbruch die Waldtracht vernichtet hat, kann ich noch nicht sagen.
    Momentan bräuchten die Flugbienen Regenbekleidung. :-)


    Ich habe schon öfters aufgrund Gespräche mit Imkerkollegen die Erfahrung gemacht, dass es z. B. einige Km entfernt bei einem Wolkenbruch keinen Waldhonig gab und bei mir schon, aber auch umgekehrt.


    Die Hoffnung stirbt zuletzt.


    Wichtig ist mir aber, dass M. Juli Schluss mit der Fichtentracht ist (späten Tannenhonig gibt es bei mir nicht), damit ich da sofort mit der AS Behandlung beginnen kann, um nicht die Wirtschaftsvölker varroamässig in Gefahr zu bringen. Bei Ableger kein Problem, da diese bei Brutfreiheit mit Milchsäure behandelt wurden.

  • ...Kann mir von euch wer sagen, um welche Läuse es sich handelt und ob die für eine Waldtracht relevant sind? Ich denke, dass es sich um zwei verschiedene Lausarten handelt.


    ich denke das sind die geflügelten der "stark-bemehlten"
    die dann später so aussehen:


    http://www.stockwaage.de/index…emehlte-fichtenrindenlaus

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • übrigens was der Regen betrifft gibt es folgende Feststellung
    manches mal sind die Läuse schon lange weg, aber ihr Honigtau ist noch da. Beim nächsten Regen wird der dann gänzlich abgespült und es ist dann ganz zu Ende.
    Manches mal kann Hagel oder Starkregen natürlich auch die Läuse runter holen. Das hab ich aber noch nicht so oft erlebt. Ersteres aber schon oft.

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Alles, was zur Zeit laufen kann, hat es bei dem Regen doch verdammt schwer. Da ist (hier) nicht viel zu finden. Ich weiß aber nicht, ob der Regen dafür gesorgt hat, oder ob schon vorher eh nichts da war. Die momentan stationären dürften aber für die ein oder andere gefüllte Wabe sorgen. Seit gestern haben einige Völker den Wald gefunden.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • Sie fliegen trotz Auswahl in den Wald. Das machen sie nicht zum Sonnenbaden. Samstag abend alle, die noch unterwegs waren, und gestern über Tag ca. die Hälfte. Die andere Hälfte dürfte sich wohl an den langsam aufgehenden Himbeeren vergnügen..

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • Also hier ist alles knochen Trocken - zumindest in den Honigräumen. Habe schon meinen für Meet / Likör vorgesehenen Abschöpfhonig gestern zurück gefüttert. Honigtauhonig ist nicht zu finden und die Hoffnung darauf habe ich begraben. Bei uns kam das meiste ehe von den Blattläusen auf Linden und noch mehr auf den Eichen. Da scheint dieses Jahr nicht viel drauf zu sein. Nun hoffe ich auf die Linde, sonst gibt es nach super Frühtracht keinen Sommerhonig.


    Gruß


    Frank

  • Gestern war ich, wie fast immer sonntäglich mit meiner Frau in unserem Wald. Plötzlich vernahmen wir ein Summen als ob massenhaft Bienenschwärme unterwegs wären.


    Wir gingen der Ursache noch und fanden diese auch - es war eine größere Ansammlung von Faulbäumen die beflogen worden wurden, wie ich es noch nie gesehen habe. Leider zeigte aber abends die Stockwaage wieder minus an und an den Fichten ist keine Bienentätigkeit.


    Leider ist mein Handy und die dann erfolgte Verschlechterung beim hochladen in YouTube nicht die beste Qualität:


    https://youtu.be/yNud55Gudf8

  • Gestern war ich, wie fast immer sonntäglich mit meiner Frau in unserem Wald. Plötzlich vernahmen wir ein Summen als ob massenhaft Bienenschwärme unterwegs wären.


    Wir gingen der Ursache noch und fanden diese auch - es war eine größere Ansammlung von Faulbäumen die beflogen worden wurden, wie ich es noch nie gesehen habe.


    https://youtu.be/yNud55Gudf8



    Genauso bei mir.
    War heute vormittag kurz an meinem Waldstand. Unglaubliches Gesumm in den zum Glück sehr zahlreichen Faulbäumen.


    Grüße,


    Thomas

  • Das derzeitige "Unwetter" ist ein guter Baustein für die Entstehung einer Waldtracht, weil die Fichten dadurch eine bessere Wasserversorgung haben, und sich dadurch die Wachstumsphase der Fichten verlängert (Stichwort Maitriebe). Aber entscheidend wird sein, ob sich wärend der Brombeerblüte eine ununterbrochene, langanhaltende Wärmephase entwickelt (Ausbreitungsflug). Dafür siehts es derzeit nicht so gut so gut aus.

  • Hallo Superdrohn,
    das kann man aber auch ganz anders interpretieren.
    Die Lecanien (die Kleine in großer Zahl) waren bereits seit 2 Wochen am Start. Ich rede hier von den mittleren Schwarzwaldlagen.
    Und was die Fichtenrindenläuse betrifft, die Du ja hier ansprichst, muss man erst einmal abwarten wieviel der geflügelten Mütter die misserable Wetterlage überlebt haben bzw. noch überleben werden.
    Die schlechte Phase mit immer wiederkehrenden Starkregen und schweren Gewitter ist leider noch nicht überstanden.
    Warten wir es ab und berichten dann.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk