• Oh weh, schon wieder was gelernt.
    Ich hoffe mal, es geht trotzdem gut. Ich habe die ganze Sache auch nicht übermäßig lange am Herd stehen lassen.
    Es hat zu mindest nicht geblubbert.
    Konnte auch kurz den Finger reinhalten. Schätze so 60- 70 Grad.
    Werde das nächste Mal kaltes Wasser verwenden.

  • Zucker ist ...kein Fructose oder invertierter Zucker!


    Trocken freilich nicht. Die Befürchtung ist jedoch, daß beim Aufkochen mit Trinkwasser durch Hitze und Säureeinwirkung die Invertierung in Gang gesetzt wird. Wir haben hier tlw. so hohe Säurewerte im Trinkwasser, daß für Installationen und -materialien einschränkende Regularien bestehen und durchaus Invertierungspotential befürchtet werden kann.

  • ... so, mal n kleies Update.
    Ich habe heute nach Feierabend mal Futter angemischt. (2kg Zucker auf 800ml Wasser gekocht und aufgelöst)


    Hallo Imkerfreunde


    Also ich bin über die Futtermischung irritiert, das da keiner was dazu sagt. Ich bin der Meinung das einne Mischung von 1kg Zucker und 1Liter Wasser völlig ausreichend ist und entspricht auch in etwa dem Nektar. Selbst zur Wintereinfütterung wird eine Mischung von 2:1 als ungünstig hervorgehoben, da empfiehlt man eher eine Mischung 3:2, weil sie nicht schnell von den Bienen verarbeitet werden kann.
    Bei der Mischung von Stinkstiefel mußte er Wärme anwenden weil er sonst den Zucker hätte gar nicht auflösen können. Bei der Auflösung des Zuckers in warmen Wasser etwa 60 °C habe eine schnellere Auflösung des Zuckers festgestellt, aber noch nie Nachteile beim Winterfutter. Wer kalt mit der Pumpe auflöst hat die Sache optimal gelöst.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Drobi,
    das "meckern" haben wir bewusst Dir überlassen :wink:
    Ich hätte auch zu 1:1 tendiert, weil mir immer noch ein Spruch aus dem Imkerforum im Kopf rumkreist das 1:1 verbrütet und 3:2 eingelagert wird.
    Bei 1:1 wäre nach der Definition auch die Gefahr der Honigverfälschung geringer?


    LG
    Andreas

  • ... Hmm. Diese Nachricht kommt num leider zu spät. Nu is das Zeug drinn.
    Hoffe mal, sie verwerten das trotzdem gut.
    Wegen dem Säuregehalt vom Wasser mache ich mir wenig Sorgen.
    Nach det letzten Messung des Trinkwassers wurde ein PH Wert von 7,6 bis 7,8 ermittelt.
    Das würe bedeuten, dass das Wasser sogar leicht basisch ist.

  • ...das 1:1 verbrütet und 3:2 eingelagert wird.
    Bei 1:1 wäre nach der Definition auch die Gefahr der Honigverfälschung geringer?


    Woher dieser Spruch? Man nimmt wohl an, daß der Bien Nektar bzw. 1:1 Zuckerlösung sofort aufsaugen kann, weil es eben flüssig genug ist. 3:2 ist schon dickflüssiger und fertig eingelagerter Honig/Futter (4:1) muß erst mit Wasser verdünnt werden, um für die Bienen direkt verfügbar zu sein. Das ist auch kein Problem, solange Wasser im Stock ist oder herbeigeholt werden kann. Also: Unter Fütterungsblickwinkel (1:1) erspart man den Bienen den Arbeitsschritt der Verdünnung, unter dem Blickwinkel der Einlagerung des Wintervorrats (3:2) will man ihnen Arbeit bei der Eintrocknung des Futters auf das nicht gärende Maß ersparen. Die Alten aus der Zeit vor unseren Kühlschränken wußten bei der Sirupzubereitung, daß der Zuckeranteil mindestens 60% betragen muß, wenn man Gärung verhindern wollte -> auf das Bienenfutter übertragen: rund 3:2. Die Leitsprüche stammen demnach vom jeweils unterschiedlichen imkerlichen Blickwinkel. Wenn Bienen Hunger haben, fressen sie auch 3:2 bzw. 2:0,8 - um so besser, wenn sie auch noch Wasser dazu entweder aus der Kondensation ihrer eigenen Stockluft oder aber von außen haben. => kein Problem also für Stinkstiefels Bien.
    Honigverfälschung geschieht mit Zucker, nicht mit Wasser. Das Zuviel an Letzterem befördern die Bienen so oder so wieder hinaus, wenn sie einlagern. Fremdzucker dagegen lagern sie zusammen mit Nektar ein - sofern sie den Zucker nicht selbst verbrauchen.

  • "leicht basisches Wasser"- genauso siehts aus, die meisten haben eher mit zuviel Kalk als mit Säure zu kämpfen, bei Oberflächenwasser mag das nicht direkt gelten, aber seit dem der SO2-Ausstoss in Europa drastisch reduziert wurde, haben wir deutlich weniger sauren Regen.

  • Die Frage die noch im Raum steht ist allerdings, was ich nun genau tue?
    Wenn ich das jetzt richtig interpretiere, haben die Bienen nun reichlich futter, können es aber nicht verwerten.
    Sehe ich das richtig?

  • M.E. können sie Dein 2:0,8 Futter problemlos aufnehmen und reichen damit auch hin, bis es wieder wärmer wird. Selbst das dickflüssigere 3:2 nehmen sie auf, wie die jährlichen Fütterungen beweisen. Es besteht kein Grund zur Panik.

  • Nein, Stinkstiefel,


    man kann jetzt ja auch Futterteig auflegen. Das ist noch "trockener" als Sirup.
    Die Luft ist feucht, der Zucker hygroskopisch, die Wasserträgerinnen fliegen auch trotz Kälte.
    Mach dir mal keine Sorgen und in wenigen Tagen kann das Futter auch wieder raus...


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • ...die meisten haben eher mit zuviel Kalk als mit Säure zu kämpfen, bei Oberflächenwasser mag das nicht direkt gelten, aber seit dem der SO2-Ausstoss in Europa drastisch reduziert wurde, haben wir deutlich weniger sauren Regen.


    Ich nahm bisher an, daß weniger SO2 in der Luft sich zuallerst auf Oberflächenwasser auswirke. Wir kämpfen hier tlw. mit 38dH Kalk und zugleich hohem Säuregehalt (und: Nicht jede Säure frißt Kalk gleich gut weg). Da sind wohl die Verhältnisse in den Sickerschichten des Bodens prägend und regional sehr unterschiedlich...