• Hallo zusammen,
    ich hätte mal eine Frage bezüglich der momentanen Wetterlage.
    Ich hatte kurz vorher noch ein neues Volk besorgt.
    Dieses hatte gerade einmal 2 Tage Zeit, um sich Futter zu beschaffen.
    Ab wann sollte man denn in Erwägung ziehen, etwas nachzufüttern?
    Mache mir irgendwie Sorgen, ob sie das schaffen.


    Das Volk kam mit sechs voll besetzten Waben zu mir.
    Beste Grüße

  • Der Futterverbrauch im Frühjahr wird angegeben mit ca. 300g täglich/2 kg wöchentlich. Wieviel Restfutter noch in den Ecken Deiner 6 Waben (welches Maß?) noch vorhanden war/ist bzw. wieviel eine volle Futterwabe Deines Maßes faßt, kannst nur Du beantworten. Wir reden dabei von Futter (20% Wasser oder weniger), nicht von Nektar mit rd. 80% Wasseranteil.

  • ... Also, es handelt sich um ein Dadant System. Wie viel Futter nun genau auf den Waben war, kann ich nicht
    Genau sagen. Das Brutnest war aber doch recht groß.
    Welches Futter und wie viel soll ich zugeben?
    Ich bin leider noch sehr neu dabei. ( erstes Jahr )
    Da unser Bienenpate noch immer schwer krank is, muss ich nun euch löchern.


    Beste Grüße

  • Hallo!


    Genau diese Frage stelle ich mir auch gerade.
    Seit Samstag ist das Volk bei mir.
    7 Brutwaben mit Futterkranz und zwei Speckwaben.
    Dadant. Mein erstes Volk im ersten Jahr.


    Vor allem frage ich mich, wie ich den Futteranteil feststellen soll bei diesem Regen-Schnee-Gemisch.
    Bei guten Wetter hätte ich erst am Samstag oder Sonntag reingesehen, jetzt werde ich wohl eine warme Regenpause abwarten.
    Gebe ich dann Sirup in der Futtertasche oder über den Adamsfütterer?


    Stinkstiefel: ich hoffe es ist ok, wenn ich hier reintrage?!
    Gruß
    Oslutil

  • Hallo Stinkstiefel,
    da Zuckerwasser grundsätzlich schnell verfügbar ist im Gegensatz zu Futterteig oder Fertigsirup würde ich zur Zuckerlösung tendieren. Sicher abhängig ob Dir eine Futterzarge zur Verfügung steht oder ob Du einen Schied gesetzt hast und dem enstandenen Leerraum zur Flüssigfütterung nutzen kannst. Ziplockbeutel mit Flüssigfutter ginge wohl ebenfalls direkt auf die Oberträger gegeben.
    LG Andreas

  • ... alles klar. Dann werde ich mich mal daran machen, ein bis zwei Kilo in die Futtertasche zu packen.
    Wie siehts mit der Temperatur aus?
    Bin mir nicht sicher, ob ich bei 0 Grad unbedingt ins Volk schauen sollte.
    Beste Grüße

  • Lieber vielleicht etwas gefroren als sicher verhungert! Bereite alles vor und dann schnell rein damit. Wenn Du das Futter vorher anwärmst, ist das netter für die Bienen. Wie Wärmflasche!


    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Wenn die kein Futter mehr haben ist die Kälte ihr geringstes Problem.
    Die erfrieren schon nicht wenn Du mal 5 Minuten den Deckel abmachst. Aber die Gefahr zu verhungern ist konkret wenn Du nicht weisst wieviel Futter drin ist.
    Also ran!


    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Alles klar. Ihr habt mich überzeugt.
    Ich werde heute Nachmittag zufüttern.
    Mischungsverhältnis war 2kg Zucker auf 1Liter Wasser wenn ich mich recht erinnere?
    Beste Grüße

  • ...Dadant System. Wie viel Futter nun genau auf den Waben war, kann ich nicht
    Genau sagen.


    Lieber Stinkstiefel,


    vielleicht kannst Du Dich noch an die ungefähre Größe des Brutnestes bzw. der Futterecken erinnern. Wenn sogar ein geschlossener Futterkranz vorhanden war, dürfte - es grob geschätzt - für eine Woche Kälte reichen. War das Brutnest schon so groß, daß der Futterkranz in der Mitte durchbrochen -> also nur noch Futterecken in den Waben waren, könnte es knapp werden. Vielleicht kannst Du aus Deiner Erinnerung die Futterflächen grob abschätzen oder hast gar Fotos? Dr. Pia Aumeier propagiert bspw. die Schätzmethode durch gedankliche Einteilung der Wabenfläche auf 8el-Segmente:
    http://derbienenblog.de/2014/09/17/imkern-mit-pia-aumeier-2/
    Du mußt allerdings auf Deine Dadant-Wabenflächen umrechnen (Dadant hat 1.087 qcm, DNM nur 700 qcm). Deine Dadant- Wabenflächen-Achtel enthalten also 1,55mal mehr Futter als die 100g bei DNM-Achteln. Ich nehme an, daß da wirklich nur die eine Wabenfläche gemeint ist, die man jeweils anschaut -> demzufolge die Rückseite der im Rähmchen befindlichen "Gesamt"-Wabe seperat abgeschätzt und hinzuaddiert werden muß.
    Traust Du Deiner eigenen Erinnerung nicht, kannst Du diese auffrischen, wenn Du kurz von oben in die Wabengassen hineinblickst ggf. mit Taschenlampe, notfalls Rähmchen kurz etwas auseinanderrücken, am Rand beginnen. Da erkennst Du auch als Anfänger, ob ein Futterkranz noch vorhanden ist oder nur noch Futterecken. Futterkranz -> Volk wieder verschließen. Nur noch Futterecken -> deren Größe kurz durch Blick von oben in die Wabengasse abschätzen, nächste Wabengasse auseinanderrücken usw. Du mußt dazu kein Rähmchen herausheben, weil das Futter üblicherweise im oberen Breich des Rähmchens abgelagert und im Wabengassenblick gut einsehbar ist.
    Ganz grob abschätzen läßt sich der Futtervorrat, wenn Du die Folie nur an einer Ecke anhebst und zumindest die Randwaben nur auf einer Seite am Ohr kurz mit 2 Fingern so ca. 1 bis 2 cm anhebst und diese "Gewichtsschätzung" mit einem vorher ebenso angehobenen Leerrähmchen (ggf. mit MW) vergleichst. Aber das ergibt nur ein grobes Ergebnis und ist daher bei knappen Futtervorräten nur mit etwas Erfahrung praktikabel.
    Dann erst einmal Volk wieder verschließen und Futtervorrat aus den Notizen zusammenrechnen. Reicht das Restfutter für die nächsten Kältetage nicht mehr aus (300g/Tag), mußt Du nachfüttern -> notwendige Menge ausrechnen (zzgl. Sicherheitszuschlag), auf 40 Grad anwärmen, in Futterbehältnis geben (Futtertasche mit Kletterhilfen o.ä.) und an den Rand des Brutnestes hängen bzw. Futterteig in angeschlitzten Beutel auf die OT auflegen. Ggf. im IF suchen unte Notfütterung.


    Servus - Gottfried

  • Hallo Gottfried,
    vielen Dank, für deine ausführliche Beschreibung.
    ich denke, meine Erinnerung reicht hierfür nicht mehr ganz aus.
    Ich werde heute nach Feierabend gleich nachsehen und mir versuchen ein Urteil zu bilden.
    Ich habe mir allerdings auch die Frage gestellt, ob es denn überhaupt schädlich sein kann, zu viel zu füttern.
    Das hätte dann den Vorteil, dass die kleinen auf jeden Fall genügend Futter hättten.


    Beste Grüße

  • Zuviel Futtergabe jetzt kann: a) den Platz für das Brutnest beschränken und b) bei einsetzender Tracht durch Umtragen den Honig verfälschen. Zwar weiß ich nicht, wo Deine Bienen stehen, aber hier wird voraussichtlich spätestens ab Montag wieder Flugwetter herrschen.