Bienen werden stechfreudiger

  • Das hört sich so an, als hättest Du für das Zukaufen von Königinnen eine gute Alternative gefunden. Züchtest Du selber künstlich Königinnen?


    Gruß
    Christoph

  • ....Nebenbei gesagt lassen sich aber mit Einzelbeispielen allgemeine Aussagen widerlegen oder zumindest relativieren.


    Tendenzen lassen sich mit Einzelbeispielen weder relativieren noch widerlegen.


    Danke, Ludger, für die sachlichen Erläuterungen....


    So ist es! danke auch von mir.


    ...er schreibt auch, dass sie bei einem Projekt in Ägypten von 100 Völkern nur ein wirklich für die Nachzucht geeignetes hatten und dann mit gutem Erfolg negativ ausgelesen haben. Das ist doch auch etwas für einen kleineren Bienenstand, oder? Da wäre wieder das Thema Basiszucht. ...


    o.k., o.k. ... Ich sehe, ich habe falsche Vorstellungen von einem kleinem Bienenstand. :p


    WENN jetzt darauf abgestellt wird, dass ja nicht die Ausgangsvölkerzahl von hundert gemeint ist, sondern DAS EINE, nachzuchtwürdige Volk, dann frage ich den User, wie er sich wohl die nachfolgende negative Auslese vorstellt? :p


    Das ist doch auch etwas für einen kleineren Bienenstand, oder?


    Da haste nämlich den Salat: Ist es eben nicht.


    Gruß aus dem Erzgebirge

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Ergänzung: Das Ganze soll nicht kryptisch bleiben. Wie wird olle Günter Friedmann wohl vorgegangen sein? Er hat von dem Nachzuchtwürdigen Volk, bzw. seiner Königin, Zuchtserien angelegt. 40, 80 oder mehr. Adam schrieb mal irgendwo von 200 Schwesterköniginnen, mit denen er Zuchtprüfungen machte. Man will die gute Genetik der Mutter erbfest machen.
    Was braucht man dazu? Man braucht Pflegevölker am Anfang, man braucht Völker, in die man die Königinnen einweiselt, um sie zu prüfen.


    Kleiner Stand? Ja, wie klein darfs denn sein? Es ist erstaunlich, dass man die Bemühungen der wirklichen Züchter wegwischt mit dem Hinweis, es ginge ja eigentlich viel einfacher -und dabei auf ausgewiesene Züchter verweist.
    (o.K., ich habe von Friedmann nichts gelesen, aber erzähle mir keiner, er hat mit diesem oben erwähnten, einem guten Volk, weiterselektiert, indem er von diesem Schwärme provozierte...)

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo Epona


    Es fängt die Rapsblühte an und da sind die Bienen sowieso etwas gereizter, in deinem Fall würde ich auch auf Schweiß tippen. Aber es gibt Bienen auch bei den sanftesten Völkern, die durch irgendetwas gereizt wurden, die schwirren dann auch in einem hohen Summton um einen herum und die stechen meistens. Bei solchen Bienen muß man mit der Hand schneller sein, als die Biene sticht. Wegen einer stechwütigen Biene, die Königin zu wechseln finde ich übertrieben, es sei denn man hat Stecher.


    Hallo Drobi


    Kannst du mir erklären was die Rapsblühte mit der Stechfreudigkeit der Bienen zu tun hat?


    Wurde heute auch zum ersten Mal angegriffen und zwei mal gestochen.
    Und daß 5 0der 6 m hinter der Beute und Sichtschutzzaun dazwischen.
    Der Sommer fängt erst an. :-(


    Gruß Jakob

  • Die Rapstracht hat eine in mehrfacher Hinsicht starke Auswirkung auf die Bienen. Eine davon ist, dass die Völker deutlich verteidigungsbereiter, sprich auch stechfreudiger sind. Eine ähnliche Wirkung wird ja immer schwül-warmem Wetter und herannahenden Gewittern nachgesagt. Letzteres habe ich selbst zwar noch nicht beobachtete, ersteres dafür um so mehr.


    Raps macht die Bienen auf jeden Fall "wuschig". Noch mehr, wenn die Bienen sehr nahe dran stehen, sozusagen im "Dunstkreis", wo man den Raps sogar als Mensch riechen kann. Und wenn der Raps gespritzt wurde, soll es die Aggressivität der Völker auch manchmal zusätzlich erhöhen.


    Gruß
    hornet

  • Ich kam vorgestern an die Stände- wurde an jedem Bienenhaus zur Begrüssung gestochen- oh waren sie alle sauer beim Öffnen, also nach dem 4. abgesetzt und heute fortgesetzt- war alles wieder in Ordnung. Heute früh die Lösung als der Bauer wegen der Bestätigung der Bienenweide kam, es wurde vorgestern im Getreide gespritzt. Da gabs zwar dort nichts blühendes, es wurde aber überflogen zu einer Löwenzahnwiese.

  • Hallo,
    ich habe gerade große Durchsicht gemacht (aber mit Schutzkleidung!). Die Situation scheint sich beruhigt zu haben: Ich konnte keine Aggressivität mehr feststellen, obwohl ich ja viele Rähmchen gezogen und auch drei zur Bildung eines Ablegers entnommen habe. Vielleicht war ich beim Joggen einfach zu verschwitzt und sollte auf das Beobachten "im Vorbeilaufen" verzichten....


    Übrigens eine Frage zum Ableger, die ich Euch Kundigen schon immer stellen wollte:
    Ich mach es immer so, dass ich das Flugloch des Ablegers zunächst mal ein paar Tage mit Schaumstoff völlig verschliesse, bin aber nach wie vor unsicher, wie lange.


    Wenn ich es zu kurz so lassse, habe ich schon erlebt, dass alle Bienen zur alten Beute zurückflogen; wenn ich es zu lange verschliesse, befürchte ich, dass die Bienen verdursten könnten.


    Wie macht Ihr das?


    Viele Grüße, Epona

  • Einfach von einer oder zwei zusätzlichen Waben die Bienen mit abschütteln. Da können auch die Flugbienen zurück zum alten Volk. Für ein paar Tage das Flugloch verschließen käme mir nie in den Sinn.


    Gruß Ronald

  • Meine Beobachtung: aggressive Völker haben weniger Varoas und bringen mehr Ertrag. Ausserdem halten sie neugierige und ungebetene Gäste am Stand fern:-). Bienen sind schließlich Wildtiere und keine Kuscheltiere. Ich halte nichts von Züchtungen und vertraue was Völker Vermehrung angeht der Muter Natur.


    Gesendet von meinem DARKNIGHT mit Tapatalk

  • Meine Beobachtung: aggressive Völker haben weniger Varoas und bringen mehr Ertrag. Ausserdem halten sie neugierige und ungebetene Gäste am Stand fern:-).


    Da isser ja wieder! Wie schön. Wiedehol doch noch mal!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hm...
    Bis auf vor drei Tagen, als ich schlauerweise vor dem Gang zum Stand Fischbrötchen und Salat mit Knoblauchsoße gegessen hatte, bin ich dieses Jahr noch nicht attackiert worden. Ich habe die früheren Beiträge mit dem Bananengeruch immer noch nicht richtig verstanden, aber Fisch- oder Knoblauchgeruch aus dem Mund mögen sie offenbar auch nicht wirklich...


    Gruß Andreas

  • Einfach von einer oder zwei zusätzlichen Waben die Bienen mit abschütteln. Da können auch die Flugbienen zurück zum alten Volk. Für ein paar Tage das Flugloch verschließen käme mir nie in den Sinn.


    Gruß Ronald


    Danke, Ronald.


    Mach Ihr das alle so, dass Ihr das Flugloch in den ersten Tagen nach dem "Umzug" nicht verschließt?


    Grüße, Epona

  • Hallo,


    neben den genetischen Ursachen und den Bedingungen in der unmittelbaren Umgebung habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Stechfreudigkeit auch vom jeweiligem Entwicklungsstand das Volkes abhängt. Wenn also die Kiste voller Wächter ist, dürfte sich das ebenfalls auf die Stechfreudigkeit auswirken.


    viele Grüße
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.