Mittelwände einlöten / Rähmchen spannen zwingend notwendig

  • Hallo zusammen,
    ich habe gerade zum ersten mal selber Mittelwände eingelötet. Meine Rähmchen hab ich bereits bedrahtet eingekauft - und die Spannung war nach meinem Gefühl auch ok.


    Werde jetzt zeitnah weitere Mittelwände vorbereiten und habe ein Frage: Muss man denn zwingend notwendig den Draht nochmal nachspannen? Ich hatte den Eindruck, dass mit einem Spanner "verdehter" Draht die Mittelwände wesentlich besser hält - hab aber in verschiedenen Fotos/Videos häufig auch schon "geraden" Draht nach dem Einlöten gesehen.


    Danke für eure Antworten :)

  • Hallo,


    meine Erfahrung ist, dass mit einem Spanner gespannter Draht (auch bei neuen Rähmchen) gleichmäßiger eingelötet wird. vorher habe ich immer teilweise Bücher oder ähnliches mit auf die Mittelwand gelegt, damit da noch was kommt, aber nun passt das immer super.


    Gruß
    Frank

  • Der gewellte Draht liefert auch meiner Erfahrung nach einen besseren halt der Mittelwand.
    Aber: Dieser Halt ist ja nur vorläufig. Richtig stabil wird das Ganze, wenn die Bienen die Mittelwand ausbauen.
    Deswegen ist das nur ein Thema, wenn Du die bestückten Rähmchen transportieren willst (und sei es im Bienenstock bevor sie verbaut sind).
    Andernfalls ist der Halt auch so ausreichend.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hallo
    Hoffe Du hast nichts dagegen wenn ich hier eine Frage mit dran hänge.
    Ist es jemandem passiert daß sich die Mittelwand zwischen den Drähten wellen.
    Die Rähmchen sind senkrecht gedrahtet.
    Es reicht schon die Wärme des Stocks und es sieht so aus als würden sich die Mittelwände ausdehnen und zwischen den Drähten zu wölben.
    Wie kann das verhindert werden?
    Gruß Jakob

  • Ich wärme die Mittelwände von dem Einlöten auf. Ich benutze dazu eine gefräste Aluplatte, die ich auf einen Elektrokocher lege. Darauf kommt die Mittelwand. Nach dem Einlöten zieht sich sich zusammen und ist schön straff.


    Gruß Ralph

  • Hallo Jakobm!


    Ich drahte meine Rähmchen auch waagrecht, das hat aber nichts mit dem Wellen zu tun. Waagrecht hat den Vorteil, dass die Ober- und Unterträger nicht zusammen gezogen werden, somit der Bee-Space zwischen den Zargen passt und somit weniger verbaut werden.


    Die Wellen zwischen den Drähten kommen daher, dass die Mittelwand beim Einlöten zu kalt war und sich später im Stock ausdehnt.


    Ich wärme die Mittelwände im Wärmeschrank vor und beim Einlöten selbst habe ich auch einen Strahler aufgestellt. Die Mittelwände sollten beim Einlöten etwa die gleiche Temperatur wie später im Stock haben. Früher war bei mir der Heizraum noch in Betrieb, da hatte es immer die ideale Temperatur.


    Wie schon geschrieben wurde, bei waagrechter Drahtung unten 2 - 3 mm Abstand lassen.



    MfG
    Honigmaul

  • Hallo


    Die richtige Drahtspannung ist sehr wichtig, wenn man zu viel spannt, ziehen sich entweder Ober-und Unterträger zusammen oder auch die Seitenteile, was unnötigen Verbau nach sich zieht. Man kann auch davon ausgehen, das der Draht sich beim erwärmen leicht ausdehnt, das lehrt einen die Erfahrung. Rähmchen die man über Winter lagert sollten nicht unbedingt straff gespannt sein, deshalb ist das Nachspannen der Drähte kurz vor dem Einlöten ratsam.
    Wenn sich bei senkrecht gedrahteten Rähmchen die MW wellen hat das meistens die Ursache das die MW zu kalt verarbeitet, bzw über Winter gelagert wurden. Die richtige Verarbeitungstemperatur von MW ist 28-30 °C, dann wellen sie auch im Volk nicht.
    Wenn man zum Beispiel mit 1,5 DNM- Rähmchen die quer gedrahtet sind und die Drahtspannung nicht stimmt, senkt sich die MW im Volk, dann auf den Unterträger und kann dann auch wellen. Deshalb löte ich die MW im Oberträger fest, hat sich gut bewährt.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Welcher Vorteil Senkrecht habe sollte, hat sich mich noch nie erschlossen.


    Beim Wandern! Waagerecht gedrahtete Rähmchen gehen manchmal - wenn die Waben voller Honig sind - kaputt. Meist hängt nur noch der Oberträger korrekt und die restliche Wabe ist abgerissen. Bei mir wird nur noch senkrecht gedrahtet.


    Wenn die Waben wellig werden, dann nur, weil die Mittelwände zu kalt waren und in zu kalter Umgebung eingelötet wurden. Man darf nicht vergessen, dass in den Völkern beim Ausbau der Waben über 30°C herrschen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • ...Waagerecht gedrahtete Rähmchen gehen manchmal - wenn die Waben voller Honig sind - kaputt. ...


    Dagegen hilft auch, festen Draht zu verwenden. Ich verwende Edelstahldraht mit Dicke 0,5mm. Beim Ausschmelzen der Altwaben bleibt der Draht drin und kann sofort wieder verwendet werden.


    Gruß Ralph