Wie funktioniert der Handel von Imkereibedarfsartikeln

  • Hallo,
    ich steige nicht ganz durch, wie der Handel von Imkereibedarfsartikeln funktioniert. Es gibt die bekannten Onlineshops, bei denen wohl die meisten einkaufen. Stellen die alle ihre Produkte selbst her oder nur teilweise und dann ergänzen sie ihr Angebot mit eingekauften Artikeln?
    Ich hab das bisher so verstanden, dass die meisten ihre Kisten und Rähmchen selbst herstellen, aber Werkzeuge, Schleudern usw. meist zentral hergestellt werden und von den einzelnen Onlineshops eingekauft werden.


    Es gibt ein paar, die als Honigschleuder-Hersteller bekannt sind (Carl Fritz, Logar, Seip), aber wie machen die anderen das? Trotz intensiver Recherche hab ich bei den bekannten Onlineshops nicht herausfinden können, woher die Schleudern/Geräte kommen, also wer der Hersteller ist.
    Oder stellt doch jeder seine eigenen her?

  • Vielleicht kann man die Frage sinnvoller beantworten, wenn Du uns sagst, worauf sie zielt.
    Andernfalls wäre nur zu sagen: Ja, so isses. Aber das hast Du ja auch schon gemacht.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Un die meisten kleinen lokalen Imkereibedarfsläden beziehen ihre Ware wieder von einem der großen Händler...

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Mittlerweile beziehen diese vielen neuen Anbieter, die auch wieder verschwinden werden, ihre Ware in grossem Stil von Holtermann und Co. als Wiederverkäufer. Betriebe mit angeschlossener Schreinerei oder Tischlerei bieten ihr Können selbst an.

  • Die Schleudern kommen auch bei den großen Herstellern meist aus Fernost-als Rohlinge.
    In D, Slowenien oder Polen werden dann nur noch die Elektronik und die entsprechenden sicherheitsrelevanten Teile (Schnellabschaltung usw.) angebracht.
    Nur ganz wenige deutsche Händler bauen selbst, und wenn, dann lassen sie in Osteuropa im Auftrag produzieren.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Mittlerweile beziehen diese vielen neuen Anbieter, die auch wieder verschwinden werden, ihre Ware in grossem Stil von Holtermann und Co. als Wiederverkäufer. Betriebe mit angeschlossener Schreinerei oder Tischlerei bieten ihr Können selbst an.


    Das macht irgendwie keinen Sinn. Die Ware wird doch nur teurer, wenn man sie nochmal verschickt.



    Die Schleudern kommen auch bei den großen Herstellern meist aus Fernost-als Rohlinge.
    In D, Slowenien oder Polen werden dann nur noch die Elektronik und die entsprechenden sicherheitsrelevanten Teile (Schnellabschaltung usw.) angebracht.
    Nur ganz wenige deutsche Händler bauen selbst, und wenn, dann lassen sie in Osteuropa im Auftrag produzieren.


    Danke, das hat mir schon weitergeholfen. Darf ich fragen, woher du das weißt?

  • Nein, bin nicht neu in Europa.


    Also ist es so, dass die Honigschleudern, Stockmeißel, Entdecklungsgeschirre usw. in China, Osteuropa und solchen Ländern hergestellt werden, dann an die großen Händler nach Europa verschifft werden und die verkaufen dann weiter an kleine und lokale Händler?

  • Hi,


    das eine Ladengeschäft hier kauft zu einem großen Teil bei Holtermann ein, das sieht man am Sortiment. Manches lassen sie auch bei einem (oder mehreren?) Tischlern machen. Und ein paar Sachen beziehen sie auch von einem weiteren Großhändler.
    Bei einem anderen Ladengeschäft sehe ich am Sortiment nicht so direkt, wer ihr Großhändler sein könnte. Bei den Holzteilen reden sie immer von 'unserem Tischler', der die Rähmchen und die Zargen fertigt. Mittelwände von einem großen Umarbeiter (Müller?).


    Einige Artikel (von beiden) findet man auch bei alibaba.com (große chinesische Online-Handelsplattform).
    Etliches dürfte über den polnischen Großhändler Imkereizentrum Lukasiewicz (imkershop24.de) bezogen werden.
    Manches vielleicht auch direkt von Lega, aus Italien?


    Meine Edelstahlhobbocks, über ebay gekauft, habe ich direkt vom Händlerlager abgeholt und mich dort etwas unterhalten. Demnach ließen sie die Dinger irgendwo im ehemaligen Jugoslowien herstellen. Ebenso die Schleudern, denke ich.


    Aus DE scheint (jedenfall bei Nicht-Holzteilen) das allerwenigste zu stammen. Das meiste aus China, einiges aus Italien, manches aus Osteuropa. Und Zwischenhandel ist für Ladengeschäfts-Händler normal.


    Grüße,
    Robert

  • Also ist es so, dass die Honigschleudern, Stockmeißel, Entdecklungsgeschirre usw. in China, Osteuropa und solchen Ländern hergestellt werden, dann an die großen Händler nach Europa verschifft werden und die verkaufen dann weiter an kleine und lokale Händler?


    Ja. Guck dich mal bei alibaba.com oder bei aliexpress um, das ist recht erhellend.


    Grüße,
    Robert.

  • Hallo grischa


    Zitat

    Darf ich fragen, woher du das weißt?


    Na klar.
    Ich hatte in Donaueschingen einmal das Vergnügen, einen der größten deutschen Großhändler und Importeure etwas näher kennen zu lernen. Er wohnte im gleichen Hotel und hat abends beim Abendessen darüber erzählt, wohin er überall Kontakte pflegt und wie sein Sortiment so zusammen kommt.
    Schleuderkessel kommen aus China, schon fertig verschweißt und mit dem Logo des (europäischen) Herstellers.
    Holzteile und Beuten meist aus Rumänien und Bulgarien. Außer vielleicht von Wiederverkäufern, die traditionell noch ihre eigenen Schreinerarbeiten anbieten. Das sind eher wenige im Vergleich.
    Klamotten, Schleier usw. werden wohl da hergestellt, wo üblicherweise unsere T-Shirts auch meist herkommen, in Fernost.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Das macht irgendwie keinen Sinn. Die Ware wird doch nur teurer, wenn man sie nochmal verschickt.


    Warum soll das keinen Sinn machen?
    Im Computergroßhandel gibt eine Marge von 2-4%. Da macht es die Menge.
    Im Imkereigroßhandel schätz ich mal 5-10%, da kann man doch von Leben. Alles eine Frage der Lagerhaltung, Lagerkosten und Onlineumsatz.

  • Danke für die Antworten. Jetzt weiß ich schon besser bescheid.


    Warum soll das keinen Sinn machen?
    Im Computergroßhandel gibt eine Marge von 2-4%. Da macht es die Menge.
    Im Imkereigroßhandel schätz ich mal 5-10%, da kann man doch von Leben. Alles eine Frage der Lagerhaltung, Lagerkosten und Onlineumsatz.


    Wenn es ein Laden ist, bei dem man direkt einkaufen kann, versteh ich's noch, aber wenn ein kleinerer Onlineshop bei Holtermann einkauft und seine Produkte dann 5-10% teurer verkauft, dann kauft doch jeder gleich bei Holtermann ein.