ASG im Holzrahmen vs lose

  • Und wenn denen danach ist, ziehen die auch noch Weiselzellen im Honigraum.
    Beespace muss unter und über dem Gitter sein. Und dann sollten, wenn das nicht gegeben ist, die Drähte des ASG im 90 Grad-Winkel kreuzen, und wie Marcus mir postete geht das bei Zander auch nicht so, wie man vielleicht will.


    Ich als Herr Zander hätte quatratisch gebaut, wie die Schokolade, oder 12er Dadant.


    Gruß
    Ulrich

  • Ich denke, wenn beiderseits der Bienenabstand eingehalten wird, dann sollte es den Bienen wurscht sein, ob sie nun parallel oder rechtwinklig durchs Gitter gehen.


    Problematisch sind Holzrahmen m.E. bei Zander, weil hier in den Zargen der Bienenabstand oben liegt. Das heißt, ein Holzrahmen muss eigentlich schon gleich an der Unterkante mit dem Gitter anfangen und dann kann er es nicht mehr halten (vor allem, wenn das Gitter entnehmbar sein soll). Der eine Rahmen, den ich gekauft habe, produziert daher trotz extra-Konstruktion einen viel zu großen Abstand.


    Ich habe das Problem für mich zufriedenstellend so gelöst: Aus Leisten (15x20mm) habe ich simple Rahmen in Zargengröße gebaut, die gerade groß genug sind, dass das Absperrgitter gut darin liegen kann und davon nicht eingeklemmt wird. Für den Bienenabstand nach unten lege ich vier Astlochstopfen auf die Oberträger, in jeder Ecke einen. Astlochstopfen sind diese kleinen runden Holzböbbl, die es im Baumarkt bei den Holzdübeln gibt. Die sind praktische 10 mm hoch, werden bis zum nächsten Reingucken von den Bienen auf den Oberträgern festgekittet und lassen sich bei Bedarf leicht wieder ablösen. Darauf lege ich das Gitter, darum herum den Rahmen und dann den Honigraum drauf. Der Rahmen sorgt durch die Erhöhung wieder für den richtigen Bienenabstand unter den Honigraum-Rähmchen (4 mm Gitter, 11 mm Abstand). Die Bienen gehen problemlos durch, der Verbau hält sich sehr in Grenzen. Beim nächsten Öffnen nehme ich erst den Rahmen ab und dann das Gitter (wenn es nicht mit dem Rahmen schon mitkam), die Böbbl bleiben, wo sie sind.


    Für Großimker ist das schon wieder zu viel Gefummel, aber für wenige Völker funktioniert es sehr gut.


    Kikibee

  • Interessante Konstruktion, sehr einfallsreich. Für mich aber vom Zeitaufwand leider nicht machbar.


    Obwohl ich seit Jahren mit Holzrahmen imkere hatte ich nur bei einem Volk jemals Verbau.
    Seitdem achte ich auf saubere Oberträger und sonstige mögliche Auflageflächen des Holzrahmens und hatte nie wieder Probleme.

  • Ob es mit "ordentlichen" Bienen Verbau gäbe, weiß ich nicht. Eines meiner Feld-Wald-Wiesen-Völker ist Stabilbau-Spezialist und verbaut bei Gelegenheit sogar den Raum zwischen Rähmchen-Seitenteil und Zargenwand, trotz korrektem Bienenabstand. :eek: Andere machen gar keinen Verbau bei meiner Konstruktion.


    Ich finde die Leerrahmen bzw. Böbbl auch so sehr praktisch, wenn man mal irgendwo einen Bienenabstand mehr Höhe braucht. Insbesondere, da die Böbbl eigentlich sofort festgeklebt werden und damit auch beim Durchsehen der Rähmchen nicht runterfallen.


    Kikibee

  • Hallo Kikibee,


    gut gelöst.


    Prinzipiell ist es egal, wie die Gitterstäbe des ASG angeordnet sind., aber wenn es direkt auf den Oberträgern liegt.....



    Gruß
    Ulrich

  • ...wenn beiderseits der Bienenabstand eingehalten wird, dann sollte es den Bienen wurscht sein...
    Problematisch sind Holzrahmen m.E. bei Zander...so gelöst: Aus Leisten (15x20mm) habe ich simple Rahmen in Zargengröße gebaut...Für den Bienenabstand nach unten lege ich vier Astlochstopfen auf die Oberträger...
    Für Großimker ist das schon wieder zu viel Gefummel


    Bei meinen Zanderbeuten habe ich mich deshalb für ASG im Hartholzrahmen (Weber) entschieden. Die ASG sind darin genau so positioniert, daß der Beespace nach oben wie nach unten eingehalten wird. Die Astlochstopfen werden dadurch eingespart, indem am Holzrahmen an den Schmalseiten eine dünne Holzleiste (3,5mm stark) untergeheftet ist - um reichlich 20mm nach innen versetzt = quasi wie eine Rutschleiste. Dadurch entsteht ein Absatz, der das ASG auf beespace "schwebend" über den OT des untenliegenden BR hält, aber das ASG auch im Rahmen verschwinden läßt -> den beespace nach oben zu den UT des HoR sicherstellt: Der Hartholzrahmen ist 12mm stark abzgl. ASG mit 3,5mm Stärke = 8,5mm.
    Da das ASG mit dem Hartholzrahmen 75% teurer war als bloße ASG , versuchte sich der klamme Jungimker in mir mittels ausrangierter unbehandelter 20mm-Weichholz-Bilderrahmenleisten an eigenen ASG-Rahmen, die keine untergehefteten ASG-Auflagen enthalten und so das ASG um ca. 1,5 fachen beespace über den OT des BR halten. Folge: etwas Verbau-Aktivitäten, die mich bei jeder Durchsicht störten. Ich mußte Henry recht geben.
    @mehr07: Metall-ASG sind 3,5mm stark (dadurch deutlich unterschrittener beespace zwischen BR-OT und HoR-UT), die Hartholzrahmen dafür 12mm (die Rutschleisten verschwinden ja im nächsten Rahmen bzw. Zarge). Wenn Imker der Lagerplatz für diese wenigen mm fehlt, dann ist er wirklich knapp dran. Mit Rahmen lassen sie sich i. ü. weitaus besser/stabiler stapeln als lose ASG (hast Du davon schon einmal mehr als 10 gestapelt und noch andere Dinge darüber?) und halten bei mir seit 2012 ohne jede Beanstandung. Die Arbeitserleicherung leiste ich mir, auch wenn sie 75% teurer sind. Auch kann ich der Beute von außen gleich ansehen, ob und wo das ASG aufgelegt (und nicht etwa vergessen) ist bzw. bei Anwendung organischer Säuren versäumt wurde, es herauszunehmen. Derartige Pannen sollen Imkern schon unterlaufen sein...
    Die"Murks"-Einstufung von mehl07 halte ich für unbegründet, kann aber nur für die gerahmten ASG von Weber sprechen.

  • Den Hinweis hat er bereits genutzt und - es bereut.:roll:


    Das tut mir leid, aber da hat er sein Volk nicht richtig eingeschätzt. Bei Brutwaben in den HR setzten, muß das Volk in der Lage sein die Brutnesttemperatur von 35 °C halten zu können. Sonst ist natürlich die Sache zum scheitern verurteilt. Deshalb schrieb ich ja auch, die untere Zarge weg.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo,


    Bei Wagner sind die ASG mit dem Hartholzrahmen verschraubt. Das hat mir so gut gefallen, daß ich alle die ich habe verschraubt habe. Man kann sie dann besser neben der Beute abstellen, ohne daß das Gitter herausfällt, und die Bienen erschlägt.



    Gruß
    Ulrich


  • Über die verzinkten ärgere ich mich nur (die rosten schon im ersten Jahr!...


    Meine verzinkten ASG rosten nur, wenn ich sie bei der AS-Behandlung in der Beute vergesse...:oops:


    Beste Grüße von Herrn Rübengrün

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Hallo


    ich hatte bei meinen Holzzargen auch ASG im Holzrahmen und hatte dann Probleme mit dem Verbau. Deshalb habe ich die Rahmen umgedreht, damit der Abstand zum Oberträger geringer wird und zum HR habe ich zwei Rähmchenleisten als Kletterhilfe eingelegt, dann war es besser. Im originalen Einsatz der ASG-Rahmens war die Annahme des HR auch schwieriger.


    Ich habe da auch noch eine Frage zu den Segebergern, da liegt ja das ASG auch fast auf den Oberträgern auf. Probleme mit der Annahme des HR gab es bei mir noch nicht. Wenn man den HR draufsetzt, dann habe ich oft schon festgestellt das die Bienen die Unterträger am ASG festgebaut haben. Da wäre es von Vorteil wenn da ein paar mm mehr Luft wären. Hat da jemand eine gute Lösung, ich wäre sehr dankbar für einen Hinweis.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Bei Weber sind die ASG mit dem Hartholzrahmen ebenfalls fest verbunden (konstruktiv bzw. getackert). Bienen lassen sich abschlagen, ohne daß das ASG aus seinem Rahmen fällt.

  • ...Segebergern, da liegt ja das ASG auch fast auf den Oberträgern auf. Wenn man den HR draufsetzt, dann habe ich oft schon festgestellt das die Bienen die Unterträger am ASG festgebaut haben. Da wäre es von Vorteil wenn da ein paar mm mehr Luft wären. Hat da jemand eine gute Lösung


    Distanzrahmen im Beuten-Außenmaß, der bis zu den besagten 8mm auffüttert? Der Falz ist dann sicherlich aus- und damit aufgehoben. Wie schlimm das ist, weiß ich allerdings nicht. Mglw. könnte man die Nut ja mit passenden Holzleisten (aus der Silvesternacht?) ausfüttern. Oder den Distanzrahmen mit Nut + Feder basteln. Oder von einer defekten Zarge fein + säuberlich abschneiden/-sägen/-schmelzen oder aus Fließestrich mit Bewehrung gießen o.a. Laß Dich dann nur nicht von Henry erwischen...