Ableger am Stand bilden

  • Hallo,
    ich möchte heuer einen Ableger mit Weiselzelle bilden, habe aber keine Möglichkeit außerhalb des Flugumkreises. Ist das auch möglich am eigenen Stand?


    Gruß Ernst

    2 Beuten Zander im eigenem Garten, Feldafing, Oberbayern

  • Max,


    möchtest Du das noch etwas erläutern?
    Was sind die Gründe dafür?


    Hans


    Hallo,
    ich habe nur einen Stock, das ist mir zu unsicher. Außerdem möchte ich eine neue Königin und beim Durchschauen gibt es Weiselzellen, die sich anbieten. Im "Einfach Imkern" ist die Möglichkeit auch nicht beschrieben.
    Eine Bekannte gibt zu dem Ableger Bienen aus dem Honigraum, bin mir nicht sicher vieviele und hoffte hier noch andere Möglichkeiten zu erfahren. Durch die Vorschläge "Ähnliche Themen" habe ich jetzt die Möglichkeit mit dem Flugling gesehen. Das gefällt mir besser.
    Gruß Ernst

    2 Beuten Zander im eigenem Garten, Feldafing, Oberbayern


  • möchtest Du das noch etwas erläutern?
    Was sind die Gründe dafür?


    Wenn man am alten Stand Ableger bildet dann ist die Gefahr der Räuberei recht groß. Die Flugbienen kehren zum alten Volk zurück und führen die Sammlerinnen dann zum Ableger. Da alle Bienen noch den gleichen Stockgeruch haben wir der Ableger dann in kürzester Zeit ausgeräubert. Bei Volltracht sind die Sammlerinnen anderweitig beschäftigt, die Gefahr ist zumindest deutlich niedriger.


    Gruß


    Ulrich

  • Welche von den 2 oben genannten Möglichkeiten ist sicherer gegen Räuberei? Bin jedenfalls vorgewarnt.


    Gruß Ernst

    2 Beuten Zander im eigenem Garten, Feldafing, Oberbayern

  • Da es mir genauso geht, dass ich mit einem Volk einen Ableger am gleichen Stand bilden möchte, habe ich diese Frage an
    meinen "Imkervater meines Volkes" auch gestellt:


    Ich werde es jetzt so machen, dass ich neben der einen Beute den Ableger hinstelle, allerdings um 180° gedreht,
    damit das Flugloch in die andere Richtung zeigt. Das soll funktionieren.

  • Hallo Ernst!


    Ich hatte letztes Jahr dasselbe "Problem" und habe nach Forenrecherche und einiger Grübelei mir folgendes Vorgehen überlegt und damit auch Erfolg gehabt:


    Ich habe Ende April (Rapsblüte hat schon begonnen - Trachtlage war also gut und Räubereigefahr diesbezüglich schonmal etwas reduziert) 2 Ableger gebildet. Ich habe je 2 Brutwaben abgeschüttelt und als Saugling in den Honigraum gehangen. So sollten schon einmal nicht allzuviele Flugbienen draufsitzen bei der Entnahme am nächsten Tag. Tag darauf dann bei vollem Flugbetrieb die Waben entnommen und zusätzlich noch Bienen von 2 Honigwaben dazugefegt. Die Ableger wurden dann mit weiterer Mittelwand und voller Honigwabe so weit wie möglich auf dem Grundstück ins hohe Gras weggestellt und stehen gelassen, bis der Flugbetrieb am Abend vollkommen zum Erliegen gekommen ist. Alle restlichen Flugbienen sind dann abgeflogen und ins ursprüngliche Volk geflogen. Dann habe ich die Ableger weggenommen und sie neben die anderen Völker gestellt. Abgeflogene Flugbienen haben sich den vorigen Ort gemerkt. "Potentielle Räuberbienen" finden an dieser Stelle nun aber keine Ableger und leichte Beute mehr vor. Räubereigefahr ist diesbezüglich also schon einmal etwas eingeschränkt. Am neuen Standort hatten sie dann Fluglöcher von 2 x 1 cm und reichlich Zweige vor dem Flugloch. Beide haben reibungslos nachgeschafft, Begattung hat geklappt und niemand wurde ausgeräubert. Ich konnte auch nie Kämpfe am Flugloch beobachten.


    Keine Garantie, dass es bei Dir klappt, sicher nicht der einzige Weg und vielleicht war mein Vorgehen auch nicht der Grund, dass alles geklappt hat und ich hatte vielleicht nur Glück. Auf jeden Fall ist es nicht unmöglich. :)


    Viele Grüße und Glück! :)
    Epoché

  • Welche von den 2 oben genannten Möglichkeiten ist sicherer gegen Räuberei? Bin jedenfalls vorgewarnt...


    Ein Königinnenflugling ist sicher. Der kann nicht ausgeräubert werden.
    Fraglich ist nur, ob die Jungköniginnen schon ausreichend begattet werden können. Ich würde das Risiko einer Fehlbegattung nicht eingehen und den Schwarmtrieb mit einem Zwischenbodenableger beenden. Wenn das Volk im Mai schwarmtriebig wird, kann man wieder über Ablegerbildung nachdenken.
    Suche nach "ZBA" oder "Zwischenbodenableger" im Forum.


    Gruß Ralph

  • Hallo,


    der Räubereigefahr bei Ablegern am Stand kann man sehr gut vorbeugen, indem man nur Futterwaben aus dem Muttervolk mitgibt und den Ableger bei guter Tracht bildet.
    Da diese Ableger die Flugbienen verlieren, müssen sie stark genug gebildet werden und mit vorwiegend verdeckelten Brutwaben.


    Trotzdem sind sie für die Aufzucht vollwertiger Königinnen nicht so geeignet und brauchen am besten eine (fast) fertige Weiselzelle. Ansonsten entstehen durch die Nachschaffung nur Notköniginnen.


    Grüße
    Quirin

  • Hallo Berggeist. Schon mal was von Königinnenzucht gehört ? Der Maxikaner ist Vorstandsmitglied bei den Bayrischen Buckfastimkern.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Ich verstehe nicht recht, warum das Problem so groß geredet wird. Ich erstelle Ableger ausschließlich am Stand.
    Wegen der abfliegenden Bienen fegt man zusätzlich (zu den auf den Waben ansitzenden Bienen) weitere zu.
    Schwarmzeit heißt in der Regel gute Tracht, deswegen ist Räuberei eigentlich kein Thema. Kleines Flugloch versteht sich von selbst.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)