plötzliche Schwellung

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    Ich erzähle dir mal meine Geschichte Andreas, nachdem bei mir jeder Stich in die Finger dazu führte das mir die Komplette Hand inkl. Unterarm anschwoll, so dass ich fast nicht mehr die Maus in der Arbeit bedienen konnte, machte mich mein komplettes Umfeld so verrückt, bis ich zum Hautarzt ging.
    Der machte einen Bluttest und siehe da, er stellte als Diagnose Verdacht auf Bienengift Allergie und ich musste zu einer Allergologin ins Krankenhaus.
    Nachdem ich dort 2 Stunden gewartet habe, kam ich zum Gespräch zu einer Ärztin.
    Kurz zusammengefasst:
    - Der Bluttest sagt nur aus, das du von einer Biene gestochen wurdest, nicht mehr, nicht weniger
    - Den Prick Test kann man sich schenken, wenn man keine Allergische Reaktion hatte, da bei dem höchstens raus kommt, das man sehr stark auf Bienengift reagiert.
    Wenn du nach einem Stich, keinen Schwindel, Atemnot oder sonstige unnormale Reaktionen hast, sondern nur Schwellungen, bist du nicht allergisch!
    Es sei denn nach einem Stich in die Hand, schwillt dir das Gesicht, das wäre dann eine Allergische Reaktion.
    Die beste Immunsierung hat man draußen am Volk, vorausgesetzt man ist nicht allergisch.

  • Stelle dir im nächsten Winter Propolistinktur her und reibe die Hände ein. Diese riechen dann wie die Bienen selbst. :wink:


    Hört sich ja lecker an.
    Und wie bekommt man das hinterher wieder von den Händen runter? Mit Feuerzeugbenzin?


    Also ich trage Handschuhe hauptsächlich damit die Hände hinterher nicht voll Propolis sind. Die Bienen machen mir persönlich da weniger Sorgen, denn wenn ich den Stachel sofort wegschnippe finde ich inzwischen die Einstichstelle nach 10 Minuten gar nicht mehr wieder.
    Aber da reagiert natürlich jeder anders...


    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Ich habe das früher auch so gelernt und auch behauptet, eine Reaktion, die sich nur lokal äußert sei keine Allergie.


    Das kann man hier leider auch nachlesen. Nun ist der Moment gekommen, wo ich mich korrigieren kann.
    Mittlerweile hat sich herausgestellt, auch das kann eine Allergie sein.


    Meine Allergologin sagte mir, bei einer übermäßigen Schwellung, also besonders heftig oder besonders lange, sollte man unbedingt einen Allergietest machen. Denn nur der kann definitiv aussagen, ob es sich um eine Allergie handelt.
    Und eine allergische Reaktion kann beim nächsten Strich natürlich viel heftiger ausfallen.


    Also, auch eine übermäßige lokale Reaktion kann ein Hinweis auf eine Allergie sein und das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn wer weiß, wie er das nächste Mal reagiert.
    Und bitte, nie ohne Handy an die Bienen gehen.


    Gruß Doro


    noch was:
    Es muss nicht immer die Reihenfolge sein, Juckreiz, Quaddeln, Atemnot etc.
    Das war bei mir überhaupt nicht.
    Mir wurde schwindelig und ich war weg. Innerhalb weniger Minuten nach dem Stich und Sekunden nach dem ersten Schwindel.

  • Wie läuft denn der Allergietest ab Doro?
    Ich kenn nur den Prick test, dieser ist meines Wissens ohne Aussagekraft, solange keine Allergischen Symptome vorlagen.
    So mein Kenntnisstand.
    Vielen Dank schonmal für deine Antwort.


    Viele Grüße Max

  • Der Pricktest wird als erstes gemacht, er gibt einen Hinweis, mehr nicht.
    Wichtig ist dier Blut-test, die Bestimmung des IgE.
    Der Gesamt-IgE und der spezielle IgE, meistens gleich für Bienen und Wespen, weil das Spektrum des Giftes sich teilweise gleicht.


    Frühestens nach einigen Wochen ist er aussagekräftig.
    Sonst wird nur bewiesen, dass du mit Bienengift in Kontakt kamst, und das weißt du ja.


    Nach einigen Wochen ohne Stich, wenn der Wert dann immer noch hoch ist,
    ist die Allergie nachgewiesen.
    Das kann von einem Hausarzt gemacht werden, ich würde aber einen Allergologen vorziehen.
    Leider sind die Termine da oft recht weit weg.
    In der behandelnden Klinik werden auch gleich weiterführende Untersuchungen gemacht.
    Und natürlich die Desensibilisierung eingeleitet.


    Ich bin nicht der Meinung, dass der Prick-Test ohne Symptome nicht aussagekräftig ist.
    Wenn er positiv ist, wird doch automatisch Blut abgenommen für den IgE.
    Wenn er negativ ausfällt, und du Symptome hattest, sollte trotzdem ein IgE gemacht werden.


    Gruß Doro

  • Lest mal den letzten Satz:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Radio-Allergo-Sorbent-Test


    Selbst der RAST test bietet keine 100% Aussagekraft.
    Eine Allergie ist etwas dynamisches, die kommen ider auch gehen kann. Sie kann schlimmer werden oder nachlassen.
    Es gibt auch Kreuzallergien, z.B. Birkenpollen und Apfel.


    Das ist und bleibt mein Wissenstand, das es keinen Zuverlässigen Test gibt, der dir sagt ob du allergisch bist oder nicht, solange du keine allergische reaktion hattest.


    PS: Es bewahrheitet sich immer wieder das man im Internet nicht nach Krankheitsbildern oder Symptonen suchen oder fragen soll.
    Denn am Ende ist man nicht schlauer, sondern nur verrückt, oder glaubt ihr vor 30 Jahren haben sich Imker Gedanken über Bienengift allergien gemacht, nur weil sie mal eine Dicke Hand hatten?

  • Ich verstehe deinen Einwand nicht.


    Der letzte Satz im Text
    "Wichtig ist zu wissen, dass nicht unbedingt ein Zusammenhang zwischen den klinischen Symptomen (einer Allergie) und der beim RAST erhaltenen Graduierung bestehen muss"
    sagt meiner Meinung nach aus, dass du auch bei weniger auffälligen Symptomen eine deutliche Allergie haben könntest.


    Und dass eine Insektenallergie wieder von alleine weg geht, darauf würde ich nicht bauen und das würde ich auch nie jemandem in Aussicht stellen.
    Insektengiftallergien sind auch nicht mit Heuschnupfen vergleichbar. Das ist eine ganz andere Klasse.


    Kreuzallergien gibt es, das ist bekannt.
    Mir ist aber keine Kreuzallergie zu Bienengift bekannt und auch in der Klinik wurde das verneint.


    Und so lange ich keine allergischen Symptome habe, würde ich auch nicht auf die Idee kommen, einen Test zu machen, denn der zeigt mir ja nur, wie es heute ist. Vorsorglich geht das sowieso nicht, denn morgen kann es wieder ganz anders aussehen.


    Gruß Doro

  • Und so lange ich keine allergischen Symptome habe, würde ich auch nicht auf die Idee kommen, einen Test zu machen, denn der zeigt mir ja nur, wie es heute ist. Vorsorglich geht das sowieso nicht, denn morgen kann es wieder ganz anders aussehen.


    Gruß Doro


    Hi Doro,


    ich glaube wir reden aneinader vorbei.
    Ich schreib die ganze Zeit nichts anderes.
    Und ich wiederhole mich gerne, eine allergische Reaktion ist keine Schwellung!
    Das ist eine lokalreaktion. Das es ungünstige Kombinationen zwischen Starker Schwellung und beginnender Alergie gibt, kann sein und möchte ich gar nicht bestreiten.
    Aber das sind die Einzelfälle, die sich nicht pauschalisieren lassen.
    Also warum einen Anfänger verunsichern? Statistisch gesehen ist es wahrscheinlicher, das du bei einem Verkehrsunfall auf dem Weg zu deinen Bienen stirbst, als an einem Anaphilaktischen Schock.
    Ich lege es nicht auf Stiche an, werde jedoch schon regelmäßig gestochen.
    Seitdem bekomme ich fast keine Schwellungen mehr, bzw. sind selbst die schlimmsten Schwellungen nach 36 Stunden verschwunden.



    Liebe Grüße


    Max

  • Ich möchte auf gar keinen Fall einen Anfänger verunsichern oder gar Panik machen.
    Selbstverständlich gibt es massive lokale Reaktionen, die in der Regel nichts mit einer Allergie zu tun haben.


    Ich wollte nur betonen, dass es eben nicht so ist, dass eine lokale Reaktion auf keinen Fall eine Allergie sein kann, weil sie eben nur lokal auftritt.


    Ich war früher auch dieser Meinung, wurde aber informiert, dass man anderes festgestellt hat und heute davon ausgeht, dass es sehr wohl eine Allergie sein kann. Auch wenn systemische Symptome ganz fehlen.


    Wichtig ist mir nur, dass jeder, der mit Bienen zu tun hat, das im Hinterkopf behält und sich selbst und andere beobachtet und reagieren kann, falls es doch mal brenzlig wird. Und dass jeder, der den konkreten Verdacht hat, einen begründeten Verdacht, auch wirklich einen Test machen lässt.


    Eine Allergie ist selten, sehr selten sogar.
    Aber wenn sie da ist, ist es nicht lustig.


    Ich wünsche euch trotzdem entspanntes Arbeiten mit und an den Bienen.


    Gruß Doro

  • Ja, nun,


    ihr könnt ja weiter jeder seine Position beharrlich wiederholen. Aber das bringt doch nichts.
    Maxikaner, da hat sich offensichtlich in der Allergologie eine neue Auffassung etabliert, die auch bei Ausbleiben einer anaphylaktischen Reaktion die Definition "Allergie" gelten lässt. Das sind ja Sachen, die man als Nicht-Mediziner in diesem Fachgebiet gar nicht entscheiden kann..


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Hallo,


    auf jeden Fall empfehle ich aber trotzdem, nicht gleich bei den ersten lokalen! Schwellungen zum Arzt zu rennen und einen Allergietest zu machen. Denn bei untrainierten Personen (also alle, außer Imker) sind lokale! Schwellungen bei Stichen praktisch immer vorhanden und NORMAL.


    Stattdessen einfach mal die ersten 2-3 Jahre imkern und beobachten. Bei den allermeisten dürfte sich diese Reaktion beim normalen Imkern und nicht allzuseltenen Stichen (10-20 pro Jahr, besser mehr) in den allerersten Jahren drastisch reduzieren. Nur denen, bei denen es in dieser Zeit mehr oder weniger deutlich SCHLIMMER wird, würde ich raten, einen Arzt aufzusuchen. Wer allerdings auch beim Imkern nur sehr selten gestochen wird (Stichschutz, wenig Völker etc.), dürfte kaum eine relevante Stichtoleranz aufbauen können und bleibt weiterhin eine "untrainierte" Person und damit im Ungewissen.


    Es sollte aber jedem klar sein, dass JEDER Stich ein NEUES Risiko darstellt, eine Allergie zu entwickeln! Auch wer eine hohe Toleranz entwickelt hat, kann jederzeit allergisch werden. Imker haben sogar ein deutlich höheres Risiko, eine Bienengift allergie zu entwickeln als normale Personen, einfach, weil sie so vielen Gelegenheiten ausgesetzt sind, eine Allergie zu entwickeln, nämlich dem einzelnen Stich.


    Ihre Toleranz hilft ihnen so lange nur dabei, die Stiche besser wegzustecken, wie sie keine Allergie entwickelt haben.


    Es gibt die Möglichkeit, Stiche zu meiden wo es nur geht - das ist das gesündeste, wegen einer ausbleibenden Toleranz aber für Imker relativ unangenehm, da einzelne nicht vermeidbare Stiche auch längerfristig immer mit entsprechend starke Reaktionen verbunden sein werden, wenn die Person generell zu stärkeren Reaktionen neigt.


    Man kann aber auch eine gewisse höhere Anzahl Stiche pro Jahr zulassen und darauf hoffen, eine Toleranz zu entwickeln. Klappt das, ist zwar das Risiko gegenüber der Normalbevölkerung deutlich erhöht, irgendwann mal eine Allergie zu bekommen, aber dafür ist im Imkeralltag die Lebensqualität drastisch verbessert. Und das Risiko einer Allergie ist absolut gesehen auch dann immer noch ziemlich gering.


    Und dann gibt es noch die Extremfälle, einen haben wir ja hier im Forum der so viele Stiche wie möglich sammelt und sich davon nicht nur eine Toleranz, sondern offenbar sogar eine gesundheitsfördernde Wirkung und womöglich Härte gegen Allergieentwicklung verspricht.
    Nach allen Allergievorträgen, die ich mir im Zusammenhang mit der Imkerei bisher angehört habe, würde ich aber niemandem zu so einem Vorgehen raten.
    Persönlich bezweifle ich eine gesundheitsfördernde Wirkung durch unkontrollierte und intensive "Naturstich-Gabe" als Vorbeugemaßnahme sogar völlig. Wenn Gift das Gegenteil wie normalerweise bewirken soll, also gesund sein soll, dann kommt es extrem auf die Dosis und Darreichungsform an, beides ist bei wilder Naturstichgabe nicht gegeben.


    Ich selbst habe mich übrigens sehr erfolgreich für den zweiten Weg entschieden und inzwischen eine totale Toleranz entwickelt, die sich damals sehr schnell eingestellt (2 Jahre, 20-50 Stiche pro Jahr) hat. Das Risiko bleibt und ist höher als normal, das darf halt man nie vergessen.


    Gruß
    hornet


  • Es sollte aber jedem klar sein, dass JEDER Stich ein NEUES Risiko darstellt, eine Allergie zu entwickeln! Auch wer eine hohe Toleranz entwickelt hat, kann jederzeit allergisch werden. Imker haben sogar ein deutlich höheres Risiko, eine Bienengift allergie zu entwickeln als normale Personen, einfach, weil sie so vielen Gelegenheiten ausgesetzt sind, eine Allergie zu entwickeln, nämlich dem einzelnen Stich.


    Man kann aber auch eine gewisse höhere Anzahl Stiche pro Jahr zulassen und darauf hoffen, eine Toleranz zu entwickeln. Klappt das, ist zwar das Risiko gegenüber der Normalbevölkerung deutlich erhöht, irgendwann mal eine Allergie zu bekommen, aber dafür ist im Imkeralltag die Lebensqualität drastisch verbessert. Und das Risiko einer Allergie ist absolut gesehen auch dann immer noch ziemlich gering.


    Auch da gibt es Studien die genau das Gegenteil behaupten. Bernhard hat da ja schon viel gepostet.
    Nach diesen Studien sind wenige Stiche über große Abstände gefährlicher als regelmäßige Stiche.


    Aber es ist ein ziemlich mühseliges Thema.
    Ich schrieb weiter oben schon, das man über Krankheiten am besten gar nichts im Internet liest oder diskutiert, da man sich nur sorgen macht.
    Wenn man den Verdacht einer Allergie hat, geht man zum Arzt und zum 100.mal eine Schwellung ist kein Verdschtsgrund sondern eine loksl reaktion.


    Mehr möcht ich jetzt gar nicht schreiben, da diese Thema schon zigfach hier behandelt wurde.