Frage zu Beutenbock

  • Ich muss heute mal nachmessen, es kann sein, dass meine Europalette eine ist, die nur 60 : 80 ist - sie kommt
    mir sehr kurz vor.


    Dann ist es auch keine Europalette. Die hat nämlich immer 120x80 und ist *deutlich* massiver und schwerer gebaut als die meisten total unterschiedlichen Einwegpaletten. Und wie schon gesagt wurde: auf eine Europalette passen zwei Dadantkisten ganz wunderbar drauf.


    Bei Beutenböcken hast du den Vorteil, dass die Beuten weiter weg vom Boden sind und besser gegen Ameisen&Co zu verteidigen sind.
    Bei Paletten wäre es daher besser, mindestens zwei übereinander zu stellen.


    Bei Beutenböcken ist aus meiner Sicht nachteilig, dass man die Kisten auf ihnen nicht gut durch Anheben hinten und vorne wiegen kann, da sie i.d.R. eben nicht mit den vordereren und hinteren Kanten aufsitzen, sondern irgendwo weiter innen. Damit erfasst man dann aber auch nur einen Teil des realen Gewichts.
    Man könnte natürlich stattdessen seitlich anheben, doch ist das aus verschiedenen Gründen schwieriger oder sogar nicht ratsam.

  • Hallo, kannst du erläutern wieso?


    Ich meine das sollte kein Problem sein, schließlich reicht es die Beuten 1-2cm anzuheben. Da sollten keine Waben verrutschen, wenn du darauf anspielen wolltest.

  • Das Wiegen durch Anheben ist sowieso schon eine ungenaue Sache, vor allem, wenn man nur hinten anhebt und dann mal 2 nimmt.


    Für halbwegs genaue Messung ist es aber notwendig, dass die Beute nur ganz wenig angehoben wird und außerdem auf der gesamten Länge. Letzteres ist auf dem Bock aber oft nicht gewährleistet.
    Denn auf einem Bock ist der Querbalken i.d.R. eben nicht am äußersten Ende (z.B. an der vorderen Kante der Beute), sondern weiter innen - auf den Bildern oben ist es relativ gut, meist aber sind die Balken weiter innen und die Beuten stehen vorne und hinten weiter über.


    Damit wird dann aber auch nur der Teil der Beute bis zum Aufsatzpunkt zur Hälfte gewogen - der Teil, der auf der anderen Seite (z.B. vorne) über die Balken übersteht fällt weg.
    Physikexperten können das sicherlich ganz genau erklären und berechnen.


    Wer mit Erfahrung und Kenntnis "seiner Beuten und seiner Böcke" durch grobes Anheben mit der Hand abschätzt, "ob es reicht oder nicht", kann mit einem Bock auch gut leben. Wer aber (als Anfänger) genauer wiegen will (und sollte), um erst mal Erfahrung zu sammeln indem er z.B. mit einer Kofferwaage genauer wiegt, wird größere Abweichungen und Fehlmessungen machen, die man als Anfänger eben nicht so gut abschätzen kann.


    Ich persönlich möchte bei einer Futterkontrolle im Winter schon wissen, ob die Kiste jetzt 35 oder 39 kg wiegt. Den Unterschied aber verwischt man locker mit fehlerhaftem Anheben, noch leichter, wenn man nur eine Seite misst.


    Ist aber nur meine Einstellung - die muss nicht jeder teilen.

  • Danke Hornet, ein wichtiger Beitrag von dir. Dann erübrigt sich für mich momentan jeglicher Beutenbock-Gedanke, da ich derselben Meinung
    bin wie du: Als Anfänger möchte ich so genau wie möglich das Gewicht bestimmen können. Vielleicht später dann mal.
    Dann bleibe ich mal bei meinen übereinandergestapelten Paletten.

  • Hallo,
    Wenn man die Löcher so bohrt, dass der Abstand ca.51 cm beträgt, steht der Boden nicht über.


    Wobei man den Einfluss einer Kante zum Kippen mal ermitteln sollte, ich vermute, das Ergebnis wird besser als bei einer undefinierten flächigen Auflage.


  • Ok, verstehe was du meinst. Dann trifft das auf meine Böcke kaum bis gar nicht zu, denn meine Böden liegen mit den Außenkanten ziemlich Bündig auf dem Querbalken.


    Werde aber mal ne Vergleichsmessung machen mit ner leeren Beute. Einmal auf der Personenwaage und dann nochmal aufm Beutenbock.


    Danke für den Hinweis, dass es hier zu Problemen kommen könnte :daumen:

  • Ich habe das Teil. Die Seitenbalken habe ich gekürzt (bzw. im Baumarkt kürzen lassen) damit es für meine Warré Beuten passt. Das Holz habe ich auch noch lasiert.


    Finde das Ding super. Da man die Tiefe auch durch einfaches Absägen passend machen kann, würde ich mir da auch keine großen Gedanken machen. Wäre halt vorteilhaft wenn sie nicht von vorn herein zu klein für Dadant sind. Müsste der OP ggf. mal kontrollieren. Einen Spindelbock baue ich nun aber auch noch (für einen anderen Stand). Bin ich ebenfalls schon gespannt drauf.


    An beiden Systemen finde ich es vorteilhaft, das man die Ausrichtung auch noch mal kontrollieren kann. Hier sind die Füße etwas ungleichmäßig eingesunken.

  • Ich hab' auch ein paar von den Ruck'schen Dingern auf meinem "Vorzeigestand", zwei Völker pro Bock. Publikum und an Bienen interessierte Honigkunden mögen es "schön" und ordentlich aussehend, Werbeeffekt. Auf allen anderen Ständen auf Paletten, etc.
    Die Böcke sind sehr teuer, aber prima. Ich kaufte nur die Füsse; die Holzbälkchen (Standard, 96 x 48 mm, 240cm lang) gibt's billig in nahezu jedem Baumarkt. Wie oben gesagt, einfach auf gewünschte Länge abgesägt.


    Cheers,
    Baudus

    Und wieder ist Frühling / auf alte Torheiten / folgen neue Torheiten (Issa)


  • Für halbwegs genaue Messung ist es aber notwendig, dass die Beute nur ganz wenig angehoben wird und außerdem auf der gesamten Länge. Letzteres ist auf dem Bock aber oft nicht gewährleistet.
    Denn auf einem Bock ist der Querbalken i.d.R. eben nicht am äußersten Ende (z.B. an der vorderen Kante der Beute), sondern weiter innen -


    Hallo Hornet


    Nachdem ich un gelernt habe welches Risiken die Aufstellung auf Beutenböcken birgt wenn man von vorne oder hinten wiegt würde mich nun noch interesseiren was gegen das Wiegen von der Seite spricht.


    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Liebe Hobbiene,


    wenn Du nicht wandern willst -> wozu die Verstellbarkeit? 1m-Stücken 3/4"-Wasserrohr (Stahl, verzinkt) vom Abfallhaufen Deines Klempners zu 2/3 senkrecht in den Untergrung geschlagen -> Balkenstücke von ca. 1m Länge darüber gelegt (Ausrichtung auf Beutenmaße/abschließend wegen der Gewichtskontrolle) + mit Lattenkreuz vorm Verschieben gesichert => gibt bei Verwendung einer Wasserwaage einen ergonomischen Ständer für 2 Beuten.
    Wegen fehlenden Bodenkontaktes fault da kein Holz, Mäuse kommen auch nicht mehr so bequem zum Einflugloch hinein. Funktioniert hier seit Jahren problemlos.


    Mit imkerlichen grüßen - Gottfried

  • Hallo Hornet
    Nachdem ich un gelernt habe welches Risiken die Aufstellung auf Beutenböcken birgt


    na ja, Risiken - ich würde eher sagen Ungenauigkeiten....:wink:


    würde mich nun noch interesseiren was gegen das Wiegen von der Seite spricht.


    z.B. dass dann die Waben stärker seitlich kippen und sich deshalb auch stärker gegeneinander verschieben können - also der selbe Grund, aus dem man auch die Beuten beim Transport möglichst so hinstellt, dass die Wabenoberträger in Fahrtrichtung zeigen.
    Sie sind natürlich verkittet und es wird kaum was passieren, aber sicher ist sicher und ein seitliches Anheben geht mir persönlich jedenfalls schon vom Bauchgefühl her gegen den Strich und wird die Bienen sicherlich deutlich stärker bewegen als von vorne oder hinten. Und im Winter haben die Bienen ihre Ruhe noch nötiger als sonst schon.
    Und wer wie ich einem Winkel/Haken an der Kofferwaage hängen hat, braucht einen Schlitz oder Vorsprung im Boden, um ihn dort ansetzen zu können und den hat es normalerweise nur hinten oder vorne, selten oder nie seitlich.

  • Ich stelle eine Euro-Palette auf vier dieser ganz simplen Pflanzringe (für mich die kleinen, 20 cm hoch). Damit haben die Paletten auch keinen Bodenkontakt und vier dieser Steine kosten zusammen ca. 10 Euro.


    Die Palette richte ich so aus, dass sie seitwärts ziemlich genau im Wasser ist. Hinterher passt es aber doch nicht immer, daher habe ich im Baumarkt simple kleine Holzkeile gekauft, mit der ich die Beuten dann wirklich genau ausrichte (Naturbau in Zander 1,5 :wink:)


    Zwei Beuten stelle ich direkt nebeneinander so darauf, dass sie mit der Stirnseite/Flugloch an der Stirnseite der Palette stehen. Das ist zwar in der Breite der Beuten etwas zu wenig, aber sie stehen beidseitig nur ca. 3 cm über. Dafür kann ich zum Bearbeiten wirklich seitwärts direkt an der Beute stehen, dank der Pflanzringe sogar mit den Füßen darunter. Der ganze Platz hinter den Beuten (also die halbe Palette!) bleibt frei zum sauberen Abstellen von Zargen und Gedöns auf angenehmer Höhe. Vorne lasse ich ca. 15 cm als Landebahn frei.


    Diese Aufstellung setzt allerdings voraus, dass man einen Wetterdeckel für zwei Beuten gemeinsam vorsieht.


    War zwar zuerst nur eine Zwischenlösung, gefällt mir aber immer besser.
    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Hallo
    Zum Thema Beutenbock.
    Ich habe mir einige Böcke bei RUCHERS DU BASSIGNY besorgt.
    Billiger als die oben gezeigten, super einfach um das Niveau einzustellen
    und vor allem habe ich die Bienen in einer Höhe ,die meinem Kreuz gut tut.
    Gruss Alfons