Welche Beute und welches Rähmchen

  • Hallo,


    ich habe heute erst wieder 23 Honigzargen Dadant 141mm auf 159mm aufgerüstet. Für Frauen ist das aber nicht empfehlenswert. Solch eine Zarge mit Honig liegt deutlich über 30 Kg.


    Gruß
    Ulrich

  • Ich meine, ich haette mal ca. 20 kg pro vollem Honigraum (LS 2/3, 10 Waben) gewogen bzw. ausgerechnet. Weiss nicht mehr genau. Aber 30 kg wiegen die sicherlich nicht, meine ich.


    Ich wuerde vermuten, dass zwischen einem Honigraum mit 10 Waben 159mm und 10 Dickwaben 141mm nicht unbedingt viel Unterschied ist...


    Aber, es stimmt schon: die leichtgewichtigste Loesung ist es nicht! Und das Material ist auch nicht so einfach zu bekommen, wie Dadant, Zander oder DN.


    Deshalb: wenn's in erster Linie um's Gewicht geht, waere Dadant mit geteilten Honigzargen wahrscheinlich noch am sinnvollsten - mit den Nachteilen, die Karl genannt hat.


    Oder eine Styroporloesung mit Halb- oder Flachzargen - zumindest im Honigraum.


    Aber da muesste uns bienenmutti noch mehr Infos liefern, welche Ansprueche sie sonst noch an eine Beute stellt...

  • Hallo Bienenmutti,


    zunächst mal: In einem Imkerforum zu fragen welche Beute die beste ist, ist genau so als wenn Du Fußballfans fragst welcher Verein denn der beste ist. ;) (Ist lieb gemeint, bitte keinen Shitstorm! :lol: )


    Wie viele Völker willst Du denn zukünftig halten? Das ist die wichtigste Frage überhaupt! Willst Du nur als Hobby und Interesse 2-3 Völker halten oder möchtest Du perspektivisch mehr machen um richtig Honig zu verkaufen? Hast Du eine Möglichkeit zum Schleudern oder willst Du Tropfhonig ernten? Das sind nur einige Aspekte, die es zu bedenken gilt wenn man auf der Suche nach "seiner" Beute ist. :)


    Ich persönlich hatte ähnliche Anforderungen wie Du und ich habe dazu noch sehr wenig Zeit. Ich halte nur zwei Völker und möchte auch nicht mehr haben. Den Honig nehme ich den Bienen nicht komplett weg damit ich nicht füttern muss.


    Ich habe mich für selbst gebaute Oberträger-Beuten entschieden (https://www.lwg.bayern.de/mam/…an_top_bar_hive-beute.pdf). Dadurch kann ich Tropfhonig ernten (brauche keine Schleuder etc.) und bin ganz glücklich damit. Diese Betriebsweise ist nicht kompliziert, die Bienen fühlen sich wohl und auch für mich hat diese Beute viele Vorteile. Inspiriert hat mich u. a. Phil Chandler http://www.biobees.com/.


    Ich habe noch einen Gitterboden eingebaut und einige andere kleine Änderungen gegenüber dem Bauplan gemacht.


    Trotzdem schaue ich aber weiterhin nach anderen Beuten wie beispielsweise Golzbeute oder Mellifera Einraumbeute. Und wer weiß, vielleicht, eines Tages... :wink:

  • Wenn selbst die Frage, ob Magazin oder nicht, offen ist, ist natürlich schwer zu raten. Falls Du Dich zu einer Magazinbeute durchringen willst, folgender Hinweis:
    Es gibt Holzmagazinsysteme (z.B. bei Holtermann), die beinahe alles ermöglichen: Basis ist ein 12-DNM-System. Das kann wahlweise durch eine 1,5-DNM-Zarge zur Betriebsweise mit einem Brutraum (analog Dadant) ersetzt werden. Für Honigräume gibt es 0,5 und 1/3-DNM-Zargen. Außerdem kann man da auch 10er Zander-Zargen draufsetzen, wenn man z.B. Völker aus Zander umwohnen will, ohne Kunstschwärme zu bilden oder wenn man mit angepasstem Brutraum imkert und die Honigrähmchen quer zu den Bruträhmchen liegen sollen (wahlweise auch als Halb- oder Flachzarge).
    Dazu Ablegerböden, Vertikal-Halbzargen, passene Beutenböcke und -trolleys; das Dach wahlweise flach oder mit Giebel - selbst in Kupfer, passende Pollenfallen und Propolisgitter. Da wird einem ganz schwindelig vor Möglichkeiten.
    Böden, Deckel, ASG und Zwischenböden für Bienenfluchten sind immer die gleichen. Du muss also, wenn Du dich letztendlich entschieden hast, nur Zargen und Rähmchen aussortieren.


    Damit bist Du für fast alle denkbaren Zukunftspläne gewappnet. Wenn du im Alter kreuzlahm wirst, nimmst du leichte Honigräume. Mit Holz geht auch die Biozertifizierung und selbst bei Demeter kämst du damit durch.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)