Welche Beute und welches Rähmchen

  • Hallo Zusammen,
    ich habe vor, mir Bienen zuzulegen und bin jetzt auf der Suche nach der richtigen Beute und den richtigen Rähmchen.
    Ich bekomme immer wieder den Hinweis von erfahrenen Imkern, dass ich mir gut überlegen soll für welche Variante ich mich entscheide,
    da die Angelegenheit ziemlich schwer und unhandlich werd, wenn die Beute mal voll ist.
    Und da ich eine Frau bin und nicht ganz so schwer heben kann, hätt ich die Bitte an euch, mir Tipps zu geben oder
    welche Erfahrungen ihr habt.
    Ich freu mich auf eure Beiträge!!!:lol:
    Danke schon mal....!!!!:daumen:

  • Hallo bienenmutti,
    grundsätzlich ein guter Beschluß mit den Bienen. Hast du die Chance, einen Imkerkurs zu besuchen um gut vorbereitet zu sein ? Ergänze dein Profil um deinen Standort (PLZ/ KFZ Kennzeichen o,ä.), dann kann dir ggf. Hilfe aus der Umgebung angeboten werden.


    Das wolltest du jetzt alles nicht wissen, stimmts ?:)


    Wenn du nicht heben möchtest (und auch nicht wandern) schaue dich mal nach alternativen Beutensystemen um. Eine Hilfe könnte das Buch von Dr. Friedrich Pohl "Bienenkiste, Korb und Einfachbeute" sein. Ich habe mich für Golzbeuten entschieden. Die haben den Vorteil, das auch mein Sohn mit 12 Jahren schon mit imkern kann, denn das Schwerste, was zu heben ist, ist der Deckel. Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Bei Golz kann man z.B. keine Bienenflucht einsetzen, damit muss man bei der Honigernte dann kreativ und tapfer sein.:eek:

  • Hallo Bienenmutti,


    Ich kann dir außer dem bereits geschriebenen die Empfehlung geben, pass dich deinen Kolleginnen und Kollegen in deiner Umgebung an. Wenn du die gleichen Magazine bzw. Rähmchengrößen hast, kannst du leichter unterstützt werden bzw. auch jemand anderen unterstützen (z.B. Ableger o.ä.).


    Wegen dem Heben würde ich mir nicht so große Gedanken machen. Es gibt sehr viele Systeme mit halbhohen Rähmchen für den Honigraum. Aber selbst wenn nicht, dann machst du einfach eine Zarge nur halb voll und gehst noch einmal ;-)


    Grüße aus der Oberpfalz
    Gregor

    Lerne zuhören - günstige Gelegenheiten klopfen manchmal sehr leise an deine Tür!

  • Hallo,

    ...... pass dich deinen Kolleginnen und Kollegen in deiner Umgebung an. Wenn du die gleichen Magazine bzw. Rähmchengrößen hast, kannst du leichter unterstützt werden bzw. auch jemand anderen unterstützen (z.B. Ableger o.ä.).


    Das würde ich nicht machen, sicher ist es toll, wenn man kompatibel ist, wenn nicht, ist es aber auch kein Weltuntergang. Entscheide für dich was du willst:
    Magazine ? Sind heute in der modernen Imkerei überall zu finden, es gibt aber noch Golzbeute, Blätterstock uvm.
    Wenn Magazin, einen Brutraum oder zwei ?


    Wenig heben, das schreit eigentlich nach einem großen Brutraum und kleinen Honigräumen.


    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Welches Auto und welche Innenausstattung, wäre eine ähnliche Frage...


    An die Nachbarimker musst du dich nicht halten, keiner tauscht Rähmchen oder Beuten außer, außer die tauschen auch die Partner untereinander aus. :oops:


    Als alter Imker kann ich dir nur raten - keine exotischen Beuten, keine exotischen Rähmchen, keine Hinterbehandlungsbeuten.


    Unter uns Frauen :lol: würde ich zu einzargigem Brutraum, wie DNM 1,5 oder Dadant und zu (eventuell ) Honigräumem mit Halbzargen tendieren.


    Kunststoffbeuten sind leicht zu heben, halten in Freiaufstellung ewig, gute Frühjahrsentwicklung - leider keine Biozertifizierung möglich, aber ich mag diese Beuten sehr, besonders in Freiaufstellung.

  • Hallo Bienenmutti,


    herzlich willkommen im Bienenforum. Meine Empfehlung wäre ein großer Brutraum, statt 2. Der Trend geht zur Zeit dahin, nur noch mit einem Brutraum zu imkern oder soll ich sagen die Erkenntnis wächst? Ich imkere in Deutschnormal 1,5 (DN 1,5) weil ich mit Segebergern in der Jugend geimkert habe und das Material weiternutzen wollte. Außerdem wollte ich weiterhin in Styropor imkern, weil es die Bienen wärmer hält. Würde ich heute neu anfangen, nähme ich gleich Dadant, wenn es in Styropor verfügbar wäre.


    DN 1,5 kannst Du mit verschiedenen Honigräumen (HR) kombinieren. Halbes DN-Maß, ganze DN oder DN in Flachwaben, dass sind 2/3 DN. Die halben DN sind mir zu klein und friemelich in der Schleuder, wobei man hier 2 Waben in eine "Schleudertasche" bekommt. Eine Zarge DN voll mit Honig kann ich nicht heben. Weder bei der Kontrolle noch, wenn es zum Schleudern geht. DN flach voll verdeckelt -> mehr Honig geht nicht rein, kann ich gerade noch so transportieren. Ich würde meine Kraft für eine Frau so als "mittel" einstufen. Bin nicht die stärkste, aber auch nicht ganz ohne Kraft ;).


    Den großen Brutraum bekommst Du auch für andere Formate, die vielleicht mit dem Maß Deiner Nachbarimker kombinierbar sind. Das hilft schon, aber ist auch nicht unbedingt notwendig. Meine Bienenkunden kommen im Frühjahr auch bis zu 500 km gefahren, um sich die Bienen abzuholen. Außerdem möchte man vielleicht gar keine Waben aus nachbarlichen Beuten haben. Wenn man das gleiche Maß hat wie alle, ist man halt einer von vielen. Wobei bei uns im Verein wären schon einige langjährige Imker, die auch immer mal nachkaufen (müssen). Das einlogieren über Schwärme ist eh das Schönste. :)


    Also meine Empfehlung, nur ein großer Brutraum und halbe bis Flache Honigraumzargen und das Ganze in Styropor.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

  • Hallo Bienenmutti,


    ich habe letztes Jahr mit dem Imkern angefangen. Im Kurs hatten wir Dadant-Beuten.


    Ich habe mich aus folgenden Gründen für Dadant entschieden:


    1.) moderne und heute sehr gängige Beute


    2.) war mir aus dem Kurs vertraut


    3.) ein einziger Brutraum, der das Brutnest nicht auseinander"reißt" (betrachte ich persönlich als Vorteil)


    4.) eines der wichtigsten Argumente für mich als Frau und für das Älterwerden: halbe Rähmchen im Honigraum, also
    ist das Gewicht geringer, wenn der Honigraum abgenommen wird / voll Honig ist.
    Außerdem: Es gibt hier Anbieter, bei denen du statt einen Honigraum zwei halbe Honigräume aufsetzen kannst. Dieses System
    habe ich. Das halbiert das Gewicht der einzelnen Honigzarge noch einmal.

    5.) Verwendet auch der Kursleiter in unserem Imkerverein, was ein weiterer Vorteil ist.


    Das soll einfach nur meine Gedankengänge aufzeigen, vielleicht findest du darin ja etwas, was dir ebenfalls wichtig ist - gerade weil du ja auch das Gewicht angesprochen hast.

  • Hallo Bienenmutti,
    netter Name übrigens ;-)
    Jeder wird Dir hier etwas anderes sagen,
    Für mich war wichtig: gleiche Rähmchengröße für Brut- und Honigraum
    Im Norden DN, im Süden Zander.
    Falls Du an den Honigräumen nicht so schwer heben willst, gibt es, z,B. bei Zander, die Möglichkeit vertikale Halbzargen mit jeweils 5 Rähmchen aufzusetzen.
    Mach den Imkerkursus, such Dir einen Imkerpaten und finde Deinen Weg.
    Viel Freude dabei

  • Hallo bienenmutti,


    ich wuerde auch sagen: Dadant.


    Die Flachzargen fuer den Honig gibt es bei Bedarf sogar noch einmal vertikal geteilt mit je 5 Waben.


    Das sollte gewichtsmaesig gehen und ist eine moderne Beute mit wachsender Verbreitung.


    Top bar hive oder Mellifera Einraumbeute waeren gewichtsmaessig auch interessant, da nur Waben bewegt werden, aber sind halt (noch) nicht gerade gaengig.

  • .... mir Tipps zu geben oder welche Erfahrungen ihr habt.


    Allerbeste Erfahrungen habe ich mit Flachzargen (2/3 Langstroth). Der große Vorteil: Gleiches Rähmchenmaß in Honig- und Brutraum und relativ leicht.
    Auf der Homepage der "Arbeitsgemeinschaft der Magazinimker e.V." gibt's dazu Erläuterungen: http://www.magazinimker.de/Mag…n/Das-Langstroth-Magazin/ )

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Allerbeste Erfahrungen habe ich mit Flachzargen (2/3 Langstroth).


    Ich ja auch.:oops:


    Ist halt die Frage, ob Kippkontrolle und ggf. Abheben der oberen Brutraumzarge nicht schon zu viel Heberei fuer bienenmutti sind...


    Und ob bienenmutti mit geteiltem oder angepasstem Brutraum imkern moechte...


    Beim geteiltem Brutraum wuerde ich auch LS 2/3 empfehlen.:daumen:

  • Habe bei Dadant sowohl "normale" flache Honigräume als auch vertikal geteilte halbe, die ich zur Schonung meines Rückens kaufte. Letztere haben allerdings den Nachteil etwas umständlicherer Handhabung und die Gefahr, dass zwischen den Hälften Bienen gequetscht werden können.
    Karl

    Etwa 10 Völker auf Dadant an etwa 3 Standorten. "Bienenrasse":roll:: was sich bei Nachbarimkern so bewährt hat.

  • Problem bei 2/3 Langstroth ist halt, daß die Zargen und Rahmen nicht so verbreitet sind wie Dadant-Honigrahmen, die es ja bei nahezu jedem Imkereihändler zu kaufen gibt.


    Dazu kommt noch, daß 159 mm hohe Rahmen voll mit Honig eben auch schwerer sind, als 141 mm hohe Rahmen besonders in der Summe von der ganzen Zarge.