Verkrüppelte Bienen + Kotspritzer auf Anflugbrett

  • Hallo zusammen,


    da ich heute auf der Wiese bei meinem Bienenstand zu gange war, durfte natürlich das obligatorische Flugloch gucken nicht fehlen.
    Dabei ist mir bei einem Volk aufgefallen, dass auf dem Flugbrett relativ viele Kotspritzer waren. Außerdem lagen da noch 2 Drohnen
    und eine Arbeiteren mit Varroaschaden.


    Hier mal zwei Bilder dazu:
    http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=28b514-1460228416.jpg
    http://www.bilder-upload.eu/sh…ile=efda51-1460229652.jpg



    Morgen werde ich mit einem ausm Imkerverein mal reinschauen. Irgendwelche Tipps auf was ich besonders achten muss? Bzw. gibt
    es schon ratschläge was zu tun ist?


    MfG Max


    PS: Varroabehandlung letztes Jahr habe ich mit Apilife Var Anfang August begonnen und entsprechend der "Packungsbeilage"
    durchgeführt. Im Winter mit Oxalsäure. Zu keinem Zeitpunkt war das Volk jedoch Auffällig durch verkrüppelte Bienen oder
    erhöhten Varroaabfall.

  • Hallo Max,


    Dein "Varroaschaden" wird um diese Zeit wahrscheinlich verkühlte Brut sein, die Verkrüppelungen sehen ganz ähnlich aus. Ausgelöst wird die Sache durch tiefe Nachttemperaturen und ein ungünstiges Verhältnis von Bienenmasse zu gepflegter Brut.
    Hast Du den Bodenschieber offen?

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Nein der ist drin. Ich habe allerdings vor 6 Tagen den Drohnenrahmen und nen Honigraum gegeben. Das Volk sitzt jetzt auf 5+1 Waben.


    Die Temperaturen sind in den letzten Tagen in der Tat gefallen.

  • Wenn das Volk zu weitläufig brütet, muss es bei kalten Nächten einen Teil der Brut verlassen, der dann verkühlt und abstirbt. Unter anderem deshalb schiedet man bei ungeteiltem Brutraum die Völker. Am Tage expandieren die Bienen über das Schied hinaus, sind aber in einer kalten Nacht in der Lage, sich über dem kompakten Brutnest zusammen zu ziehen und die Brut warm zu halten.


    Gruß Ralph

  • Ok, ich werde nachher nochmal drauf achten, dass nicht zu viele Waben vor dem Schied sind. War aber eigentlich der Meinung, entsprechend der besetzten
    Wabengassen zu schieden.


    Hat noch jemand ne Meinung zu den Kotspritzern?

  • Schiede entsprechend der Brutwaben, dann bist Du richtig.
    An jeder Seite eine unbebrütete Futter-Wabe extra, den Rest hinter den Schied oder bei Tracht dann raus.
    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Ich erlaube mir eine andere Meinung:
    Die toten Bienen auf dem Foto haben keine Flügel. Auch nicht im Ansatz. Ergibt den Anfangsverdacht auf Varroaschaden.
    Verkühlte Brut hat Flügel. Außerdem räumen Bienen verkühlte Brut in diesem späten Stadium nur sehr selten aus. Wenn, dann vor dem Verpuppen. Zu dieser Zeit benötigen sie konstante Wärme, danach nicht mehr. Wenn ein Volk in der 14. KW solche Schäden zeigt, war es doch vorher schon Todkrank.
    Die Nosema (verschmutzte Flugbretter usw.) deuten ebenso darauf hin.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,


    haben das Volk eben durchgesehen. Bezüglich Varroa konnten wir keine Auffälligkeiten feststellen, sprich geschädigte Bienen.
    Außerdem gab es in der Kiste keine Kotflecken.


    Das Volk sitzt auf 5 Waben + Drohnenrahmen den sie seit letzten Sonntag komplett ausgebaut haben und teils bestiftet ist.
    Die erste Wabe ist voll mit Pollen + Futterkranz, die letzte Wabe auf der Schiedseite Futter auf der anderen Stifte + offene Brut.
    2,5 Waben sind voll mit verdeckelter Brut (geschlossenes Brutnest, keine Auffälligkeiten). Enstprechend haben wir nichts weiter
    unternommen.


    MfG

  • Hallo


    ob der gesehenen Bilder würde ich erst mal nicht in Panik verfallen. Die Kotflecken gehören noch zum normalen Bild des Abkotens, bedingt durch unterschiedliche Gründe, die im Volk auftreten können. Die toten Drohnen und die Biene würde ich auch als Varroaschaden ansehen, aber auch Verkühlung wird hier Einfluß gehabt haben. Das Volk weiter beobachten, warm halten und Baurahmen geben, dann wird alles gut.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Wie gesagt, den Baurahmen haben sie seit einer Woche und ist bereits ausgebaut.


    Nach dem Blick ins Volk hab ich eigentlich keine großen Sorgen mehr, werde es aber weiter beobachten :daumen:


    Bin gespannt ob und wie schnell sie in den kommenden Tagen den HR ausbauen nachdem der Drohnenrahmen schon fertig ist. Werde dann in einer Woche
    das Absperrgitter einlegen wenn alles glatt läuft. Entsprechend bei den andern Völkern dann auch. Ganz schön aufregend alles im ersten Wirtschaftsjahr :-D

  • sag mal, wie lange war dieses Volk geöffnet, als du den Honigraum gegeben hast?
    und welche Außentemperatur hatte es zu dem Zeitpunkt?


    Wie viele Tage davor hast du deine Völker schon mal kontrolliert und wie lange waren die dort geöffnet?

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Verkrüppelte Drohnen hatte ich letztes Jahr auch. Allerdings gingen diese voll entwickelt, aber ohne Flügel, auf dem Oberträger spazieren. hier wurde eine Verkühlung vermutet. Toyotafans Vermutung könnte schon stimmen, weil ich über die Öffnungszeiten dieser Schauvölker keinen Überblick habe. Ein Leserbrief an das Bienenjournal blieb unbeantwortet. Kein Wissenschaftler konnte sich der Sache annehmen.:roll::wink::-D
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • es gab hier im Forum von jemand mal der Hinweis, dass wenn die 6 am meisten im DeBiMo gefundenen PSM (alles nurFungizide) vorhanden sind, dass dann ein Bienenvolk nach dem öffnen bis zu 18 Stunden braucht, bis es wieder auf die "normaler" Brutnesttemperatur gelangt. Je nach dem auch wie kalte es war und ob Gitterboden offen usw. hab es aber leider nicht mehr parat wo das genau stand und in welchem Zusammenhang und auch nicht mehr von wem das geschrieben wurde.


    Ich werde älter :-(

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Puh, das erste mal geöffnet habe ich das Volk beim Schieden. Das ist aber länger her als ein Brutzyklus lang ist. Fällt also raus.


    Das 2te und letzte mal beim Drohnenrahmen und HR geben. Das war mittags um 2 bei gefühlten 20 Grad. Wie lang das gedauert hat?
    Ich behaupte mal nicht mal ne minute. Deckel auf, Schied und Futterwabe bei Seite schieben, Drohnenrahmen rein, Schied und Wabe wieder ran
    HR druaf, Deckel zu.


    Das Brutnest blieb unberührt, weitere Waben wurden auch nicht gezogen. Aber wie bereits gesagt, gab es in den darauf folgenden tagen nen kleinen
    Temperatursturz und Nachts wurde es schon recht ungemütlich kalt. Wenn eine unterkühlung der Auslöser war vermute ich eher die Außemtemperaturen
    in Bezug zur Brutnestgröße als ein zu lange geöffnetes Volk.


    MfG Max