Behälter zum Honigrühren

  • Ich habe mir einen Edelstahl-Honigabfüllkanne für 35 Kg gekauft.


    Ich würde jetzt zu Beginn (1 Volk) direkt in Honiggläser abfüllen.


    Aber in welchem Behälter kann ich den Honig stehen lassen zum Abschöpfen und auch Rühren (Auf- und Ab-Rührstab).
    Direkt in der Abfüllkanne? Oder lieber ein weiteres Gefäß - wenn ja, wieviel Kilo sollte dieses haben?



    Danke schon im Voraus.

  • Hallo Hobbiene!


    Zum Rühren und Abschöpfen tut es auch die Edelstahlkanne, nur auskristallisieren darin könnte ein Problem werden, wenn Du keine Vorrichtung hast, um eine Abfüllkanne zu erwärmen, um den Honig wieder anzutauen!
    Ich halte es so: was direkt nach dem Rühren in die Gläser kommt, geht in die Abfüllkannen, der Rest in Eimer, welche in meine "Auftauvorrichtung" passen.
    Bitte auch das Gewicht beachten, ich nutze maximal 15 KG Eimer. Beim Stapeln der selbigen Bretter zwischenlegen, damit die Dichtheit der Deckel garantiert ist


    Gruß: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hi,


    ich habe mehr als einen Abfüllkübel und bin sehr froh darüber. Ok, ich habe auch mehr als ein Volk, aber man braucht immer etwas Rangierplatz. Und sei es nur, um von dem einen Abfüllkübel durch ein Feinsieb hindurch in einen anderen Abfüllkübel fließen zu lassen. Klar, man kann sich zwischendurch auch mit Eimern behelfen, aber mit dem bodenebenen Ablaufhahn ist es oft angehmer, als mit Umschütten.
    Und bei einem Volk bleibt es in den allermeisten Fällen ja eh nicht.


    Zur Größe: ich habe 50kg-Abfüllkübel, in denen ich auch rühre. Weil die Qualität meiner Kübel nicht so toll ist überlege ich schon, welchen ich demnächst kaufe, und dabei auch welche Größe dann am besten wäre. In meine 50kg-Kübel fülle ich eigentlich nie mehr als ca. 35-38kg ein, aber selbst dann ist der Kübel so schwer, dass es problematisch wird, ihn auf seine Arbeitshöhe beim Abfüllen zu wuchten. Auch ist der Rand dann so hoch, dass kleinere Personen nicht mehr so einfach reinschauen können. Auch beim Saubermachen wäre ein niedrigerer Kübel einfacher.
    Aber beim Rühren verwende ich einen 'Rapido'-Rührstab. Im Gegensatz zum 'Auf und Ab' spritzt da schonmal Honig, z.B. wenn man in den Tiefen des Honigs auf- und abtaucht, um alle Schichten zu erwischen. Und spätestens, wenn man fertig ist und den Stab knapp über der Honigoberfläche rotieren lässt, um den Honig abzuschütteln. Und bei all diesen Aktionen bin ich froh, dass die Wände des Edelstahlkübels so hoch sind.


    Grüße,
    Robert

  • Hi Robert,


    ich habe auch so einen Abfüllkübel. Die Dinger müssen m.E. möglichst schlank sein, weil die größere Füllhöhe (hydrostatische Säule) den Honig besser herausfließen lässt.


    Gruß Jörg


  • ich habe mehr als einen Abfüllkübel und bin sehr froh darüber.


    Gute Idee. Für dieses Jahr wird mir dann der eine reichen, nächstes Jahr kaufe ich mir dann
    noch einen Abfüllhobock aus den von dir genannten Gründen.




    Und bei einem Volk bleibt es in den allermeisten Fällen ja eh nicht.


    Ganz sicher nicht. 4 Wirtschaftsvölker möchte ich mindestens. Danke jedenfalls.

  • Hallo Hobbiene,


    vor exakt dem gleichen Problem wie du, stand auch ich vor 1 1/2 Jahren: Wie kann ich Honig zum Rühren und zum Auftauen zwischenlagern? Und zwar in Gefäßen, die ich auch mit 70 Jahren hoffentlich noch ohne Kran heben kann - daher bitte schon etwa 15 kg. Und da ich so weit wir irgend möglich auf Plastik verzichten will, sollten das schon Edelstahlgefäße sein.


    Nur bin ich nirgens in Deutschland fündig geworden, habe darauf "Bezahlbare Lagereimer aus Edelstahl" eröffnet. Schau dir doch mal an, was bei 21.000 Besuchen und bis jetzt 87 Antworten herausgekommen ist! :)


    Liebe Grüße
    DOMMY

  • Hallo Dommy,


    danke für den Link. verwendest du inzwischen die Gastro-Norm-Behälter?
    Ich möchte nämlich auch auf Plastik verzichten und habe bisher noch nichts anderes als die Metall-Hobboks gefunden.


    Hallo Hobbiene,


    gern geschehen! :)


    Mich hat´s im Rahmen dieses Themas wirklich faszieniert, wieviel BlaBla Leute so produzieren können, wenn sie von etwas keine Ahnung haben! Schau dir doch bloß mal die Einträge an, die statt einer Bezugsquelle für Edelstahl-Honigeimer vermeintliche Vorteilen von Plastikeimern aufzählen, die Reinigungstipps geben und von Problemen mit Aluminium erzählen, bis hin zu inbrünstiger Schwärmerei für Riesenkübel, welche nur mit Flaschenzug zu heben wären - wobei ein Gabelstapler eigentlich noch cooler wäre...


    Ausnahmslos alle Hobbyimker scheinen also zum Lagern Plastik-Hobbocks zu verwenden. Diese werden dann alle drei, vier Jahre ausgetauscht, weil sie spröde geworden sind. Fragt sich eigentlich niemand, warum die spröde geworden sind? Was also mit dem Weichmacher passiert ist, wohin der entschunden ist?
    Und ganz scharf finde ich dann noch so Meldungen, von wegen, dass es ja furchtbar wäre, dass beim Auftauen der Auftauschrang so nach Plastik stinken würde... :roll:


    Letztendlich habe ich mir selbst geholfen und mir bei einem österreichischen Hersteller einige 20 Kilo fassenden Edelstahl-Honigeimer bestellt. Die haben eine Silkondichtung und einen Spannring und sind stapelbar. Nur zwei Sachen stören: Mit knapp 90,- Euro sind auch die nicht wirklich preiswert (da sie aber hoffentlich noch vererben werden kann, dürfte sich das irgendwann doch rechnen). Und dadurch, dass man den Griffbügel der Eimer nicht entfernen kann, schauen beim Auftauen die Eimer aus meinem WECK-Automaten ein Stückchen raus.


    Hier ein paar Bilder, auf denen ich einen dieser Eimer gerade zum Erstellen von Futterteig nutze.


    Leider traue ich mich aber nicht, dir die Bezugsquelle zu nennen, um mir nicht wieder Ärger mit Hartmut Einzufangen: Genau dafür hat mich beim letzten Mal durch die Löschung meines Eintrages mit dem Vermerk "unerwünschte Werbung" gerügt. (siehe http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=43060&page=2 zwischen Beitrag 20 und 21). Auch eine anschließende Diskussion darüber, dass genau solch eine Quellennennung ja die Antwort auf das Thema wäre, verlief ergebnislos.


    Gastronorm-Behälter haben wieder den Nachteil, dass du Honig darin nicht auftauen kannst. Daher habe ich GN-Behälter nur zum Bau von Entdecklungsgeschirren un Wabenböcken verwendet.


    Erneut liebe Grüße
    DOMMY

  • Noch einmal herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort.
    Dann schaue ich mich mal nach dem Österreicher Hersteller um :-)


    Bei momentan einem Volk kann ich ja langsam in die Honigeimer investieren. Aber lieber investiere ich ein einziges Mal
    vernünftig und weiß dann auch, was ich habe. Aus dem gleichen Grund (Weichmacher etc.) möchte ich meinen Honig
    keinesfalls in Plastik lagern. Ich spare dann lieber an den Dingen, die ich mit wenigen Völkern nicht unbedingt haben muss, als
    an der Qualität der Dinge, die ich kaufe. Ich sehe das genauso: "Wer billig kauft, kauf zweimal".