Im April noch füttern?

  • Moin,
    in Ostbrandenburg ist es immer noch zu kalt - bisher nur zwei, drei Tage über 18 Grad. Weide ist durch, die Kirsche blüht, der Raps fängt an. Die Bienen bleiben aber erst mal zu Hause - da stehen sie bei unter 10 grad auch ganz gut....


    Die Überwinterung war ohne Verluste - aber nun geht langsam das Futter aus, weil nix reinkommt. Die Vorhersage für die nächste Woche ist ja auch eher deprimierend.
    Solche Konstellation im Frühjahr hatten wir hier lange nicht. Wenn ich nicht laufend füttern würde, wäre schon manch Volk verhungert.


    Aber irgendwann muss das Wetter ja mal umschalten.


    Grüße ralf_2

  • Moin,


    bei unseren 3 Völkern fliegen diese schon sehr gut. Insgesamt sind diese auch schon sehr weit in der Entwicklung.
    Wir haben soviel Futterrähmchen drin - das wir uns gestern dazu entschieden haben den Honigraum aufzusetzen.
    Insgesamt haben wir aus 3 Völkern 14 Futterrähmchen entnommen.


    Grüße aus Siegen

  • Hallo zusammen,


    Ich habe mir vor zwei Wochen zwei neue Völker holen müssen und da ging es gerade los mit der Kirschblüte. Es wurde fleißig Nektar gesammelt und eingetragen. Dann kam plötzlich diese Woche der Wintereinbruch. Es schneit und graupelt schon die ganze Woche.


    Daran habe ich als Anfänger nicht gedacht, dass man im April noch einmal dermaßen füttern sollte und da ich erst wieder am Wochenende zu meinen Bienen kann, werden sie wohl bis Freitag hungern müssen und da habe ich jetzt schon ein ganz schlechtes Gefühl dabei...


    Aber was würden sie machen wenn das Wetter sonnig geblieben wäre? Tragen sie dann überschüssiges Zuckerwasser vom Brut in den Honigraum?

  • Hallo,


    auch wenn der Threas aus 2016 ist würde ich ihn gerne nochmal aktualisieren und euch um eure Meinung bitten.


    Folgende Situation:

    1.) Ich habe zwei Völker. Beide habe ich einzargig überwintert.

    2.) Anfang August 2017 habe ich bei einem Volk 3 KG Apifonda und bei dem anderen 5 KG Apifonda eingefüttert. Ende August bekamen beide Völker noch 14Kg Apiinvert.

    3.) Anfang März kamen mir die beiden sehr leicht beim Anheben vor, deswegen habe ich 0,5 KG Apifonda in zwei Phasen a 250 Gramm nachgefüttert. Am 31.03.2018 habe ich noch mal 1Kg Apifonda in beide Völker gegeben. Dieses wird von einem Volk mäßig, bei dem anderen Volk praktisch gar nicht angenommen. Seit zwei Tagen tragen die Bienen gut ein.

    4.) Ich habe Vorgestern die Honigräume aufgesetzt.


    Nun würde ich euch um eure Meinung bitten, wie ich vorgehen soll. Soll ich das Apifonda wieder entfernen? Hätte es einen negativen Effekt, wenn ich es entferne oder auch im Volk lasse?


    Wie würdet ihr vorgehen?


    Schon mal vielen Dank im Voraus und viele Grüße

    Manuel

  • Willst du Honig oder Apifonda schleudern?

  • Natürlich Honig ;-)


    Im Ernst: Würdest du das Apifonda entfernen?

  • Ich habe die Reste vom Apifonda entfernt.

    Wie Messad schon schrieb....

    Ich bin als Anfänger auch eher ängstlich und habe vor meinem ersten Winter bestimmt zuviel eingefüttert.

    Apifonda hatte ich im Dezember aufgelegt. Das wurde schlecht abgenommen.

    Mein Fehler lag im Wiegen dieses einen Stockes, hatte mich schlicht verwogen ^^

  • Ich glaube, viel ernster geht es gar nicht mehr. ;) Futter entfernen und Honigraum aufsetzen gehört in der Regel untrennbar zusammen.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Manuel, wenn du dir sicher bist, dass genug Nektar eingetragen wird (so dass Reserven für eine evtl. Kältewoche da sind) nimm das Futter weg. Ich hätte bedenken, dass sich Honig und Futter in der HZ vermischen...

  • Denkt ihr, die Bienen machen sich die Arbeit Wasser zu holen, um den Futterteig aufzulösen und im Honigram einzulagern? Wenn Nektar reinkommt, wird der genommen, und wenn nix reinkommt, nehmen sie den Futterteig und der wird verbrütet. Es kommen bestimmt noch einige kühle Abschnitte. Der 1. Honigraum bleibt bei mir eh für die Bienen. Selbst wenn sie von dem 1Kg! da etwas einlagern, holen sie sich das auch irgendwann. Wir reden ja hier nicht von 10 kg.

    Bei Sirup würde es sicher anders aussehen.

    Nur meine Meinung:)

  • Wie wäre es mal mit Reinschauen...nur so zur Abwechslung? Im Phaeno, dem Experimentiermuseum in Braunschweig, hatten sie ein eindrucksvolles Experiment um zu demonstrieren, dass der Mensch sehr schlecht Gewichte schätzen kann.

    Der Verbrauch muss auch nicht so hoch sein wie es hier oft herumgeistert - das ist regional sehr verschieden. Am besten eine lokale Stockwaage suchen und sich daran orientieren.


    Und für die Zukunft jetzt schon einen Massstab entwickeln: Einfach eine entnommene und nicht mehr verwertbare Futterwabe (z.B. kotverschmutzt o.ä.) mit beidseitig verdeckeltem Futter nehmen, Hand drauf, rundum ausschneiden und den Ausschnitt wiegen....schon hat mat für die Zukunft ein praktisches, nicht verlegbares "Handmass" mit dem man das Futter abschätzen kann (allerdings halbieren wenn nicht auf beiden Seiten Futter vorhanden ist).

    Klappt für mich besser als irgendwelche Schätzrahmen...


    M.