Im April noch füttern?

  • Hallo zusammen,


    ich habe dieses Jahr zwei Völker, die sogut wie kein Futter mehr haben. Da keine Futterwaben vorhanden sind habe ich beide mit Futterteig versorgt. Die anderen Völker haben wenig Futter aber es reicht noch.


    Bei uns blüht im Moment die Weide und meine Damen tragen dicke Polensäckchen und wohl auch Nektar nach hause. Die Frage ist, reicht den beiden Völkern der eingetragene Nektar so dass ich nicht mehr füttern muss oder soll ich noch bis zur Kirschblüte füttern?


    Danke gruß


    Mimi

  • Hallo, Mimi,
    also nach meiner Stockwaage gibt es noch eine Nettozehrung - zwar wird am Nachmittag ordentlich eingetragen aber das langt noch nicht, den Verbrauch zu kompensieren. So ein Pfund in der Woche; kann aber auch mehr sein, wird verzehrt...
    Aber oft unterschätzt man auch die Vorräte - wie sieht es auf den Waben aus? Dicke Futterecken oder umgelagertes Futter vorhanden? Die Damen nutzen das milde Wetter ja auch zur brutnestnahen Umlagerung...


    Melanie

  • Ein Volk habe ich auch noch vor dem Verhungern gerettet. Es gehörte zu meinen Überlebensvölkern und hatte vor dem Winter reichlich zu futtern. Alle anderen Völker haben auch ordentlich was weggepustet. Die kalten Nächte bei vorhandener Brut haben die Bienen viel Energie gekostet.

  • Gib doch portionsweise Futterteig, oder, wenn Du hast, glasweise eigenen Honig. Es macht zwar erheblich Mühe und kostet Zeit, aber das ist m.E. die einzig sichere Methode, um so einen Wackelkandidaten einerseits vor dem Hungern zu bewahren, andererseits Verfälschungen mit dem ersten eingetragenen Honig zu vermeiden.
    Ich persönlich würde zunächst alle 2 Tage füttern bzw kontrollieren. Die Bienen tolerieren das sehr gut, wenn Du was zu essen mitbringst, vorausgesetzt, Du gehst bei anständigen Temperaturen bzw zu anständiger Tageszeit ran. Das würde ich solange machen, bis deutliche Futterkränze über den Brutwaben angelegt sind.Füttern auf den Oberträgern ist eine schöne, schnelle, einfache Angelegenheit.
    Lieben Gruss
    Landpomeranze

  • Hallo zusammen,


    ich habe dieses Jahr zwei Völker, die sogut wie kein Futter mehr haben. Da keine Futterwaben vorhanden sind habe ich beide mit Futterteig versorgt. Die anderen Völker haben wenig Futter aber es reicht noch.


    Bei uns blüht im Moment die Weide und meine Damen tragen dicke Polensäckchen und wohl auch Nektar nach hause. Die Frage ist, reicht den beiden Völkern der eingetragene Nektar so dass ich nicht mehr füttern muss oder soll ich noch bis zur Kirschblüte füttern?



    Hallo Mistermister606!


    Die Frage stellt sich aus meiner Sicht überhaupt nicht. Nicht umsonst heißt es in den Imkerbüchern, dass immer 5 kg Futter vorhanden sein müssen. Ich kann diese Forderung nur unterstützen. Niemand kann wissen wie das Wetter in den nächsten Tagen wird. Was machst du, wenn 14 Tage Sauwetter kommen, dann hast du zwar deine Völker gut überwintert, aber sie haben das Frühjahr nicht überlebt.


    Wenn das Futter knapp ist und es droht zu Ende zu gehen, dann ist es völlig egal, welche Jahreszeit ist, dann muss gefüttert werden, ansonsten gefährdest du die Völker. Bienen haben keinen Speckgürtel, sobald die letzte Futterzelle geleert ist, geht es bergab und das schnell. Zuerst wird die junge Brut und die Drohnenbrut ausgeräumt und dann versiecht das ganze Volk.



    MfG
    Honigmaul

  • Nö, nicht mal das...


    Im Ernst: Ich kann mich erinnern, daß meine Völker im Raps nur 1 bis 3 Waben angetragen hatten. Das habe ich dringelassen und mich dann in der Robinie über die auskristallisierten Waben geärgert.


    Gruß Jörg


    Nachtrag: Vielleicht noch zur Erklärung. 2013 hatten wir auch einen tollen warmen Start Ende Februar/Anfang März. Da sind die Völker massig in Brut gegangen. Dann kam ab Mitte März noch einmal heftiger Frost, eine Woche lang mindestens -10°C. Da ist die Brut in meinen Holzkisten m.E. komplett erfroren. Die Völker standen dann wirklich auf der Kippe.

  • Hallo,
    hier bei mir im Raum Hannover ergibt sich nach der Frühjahrsnachschau in meiner Imkerei folgendes Bild. Die Überwinterungsverluste, tote Völker,
    sind sehr gering. Etwa zwei drittel der Völker machen einen guten und starken Eindruck, haben oder bekommen nun zeitnah den HR aufgesetzt
    (ich arbeite mit einem BR Segeberger DNM). Völker aus dem letzen drittel haben in den letzten vier Wochen hier und da kräftig an Vieh verloren,
    diese werden nun teilweise vereinigt (alles was aktuell weniger als sechs Wabengassen besetzt). Bei diesen etwas schwächer über den Winter
    gegangenen Einheiten hat das Brutgeschäft auch erst vor 14 Tagen nenenswert eingesetzt. Aktuell blüht hier die japanische Zierkirsche
    und selbstverständlich alle Weiden. Mit der Süßkirsche rechne ich in knapp einer Woche, Raps ungefähr 14 Tage. Gespannt wie das weitergeht !


    LG
    Frank

  • Vegetation ist auch hier so weit, Spitzahorn beginnt zaghaft. Aber die Stockwaage zeigt selbst im milden Erfurter Becken keine Gewichtszunahme an, sondern seit 6.4.16 Abnahmen; davor am 3. + 4.4. Eintrag 300g/Tag, am 5.4.16 nur 100g. Da ist viel Wasser dabei und auch Pollen. Viel Energie kommt da nicht rein. Und die Nächte sind noch kalt.
    http://www.wolf-waagen.de/report.php?s=3272

  • Moin,
    hier Leipzig ist es viel zu kalt. Es blühen Süßkirsche, Pfaumen, Ahorn, Löwenzahn etc.. Aber es kommt weniger rein wie gefuttert wird. Habe gestern bei vielen Völkern Futterwaben zugehängt da Sie kurz vorm verhungern waren. Seit Tagen warte ich auf das angkündigte schöne Wetter und Wärme :ma und die Wetteraussichten für nächste Woche noch schlechter ...


    Honigräume haben nur ein Paar Völker wegen der Bienenmenge bekommen.


    Schickt doch bitte Wärme und Sonne:wink:

  • Hier ist es auch noch viel zu kalt. Z.Z. haben wir 7°C und dazu ein böiger Wind. Gestern hatte sich nicht eine Biene am Flugloch gezeigt. Die Süßkirschen, der Raps und auch Löwenzahn beginnen nur an geschützten Stellen sehr zaghaft zu blühen. Dieses Wetter hält nun fast 2 Wochen an, langsam mache ich mir auch Gedanken um die Futtervorräte in den Völkern. Was nützen blühender Ahorn und Johannisbeere, bei den Temperaturen produzieren sie keinen Nektar und die Bienen können auch nicht ausfliegen.