Zwei Schwache Völker in einer Brutraumzarge !?

  • Hallo, habe vor paar Tagen das Buch "Erfolgreich Imkern mit der Pressing-Methode" gelesen.


    Es gibt ein verfahren, dass zwei schwache Völker nach dem Auswintern in einem Brutraumzarge zusammenlogiert werden.


    Dabei wird die Brutraumzarge in der Mitte mit ein Trennschied halbiert, so das zwei Königinnendicht getrennte Bereiche entstehen.


    Es gehört dazu auch ein unterer wie auch ein oberer Absperrgitter.


    Die neue Brutaumzarge hat auch zwei getrennte Fluglöcher.



    Möchte es dieses Jahr mit zwei schwachen Völker ausprobieren.



    Hat Jemand Erfahrung mit dieser Methode?


    Wenn ja, wie waren eure Erfahrungen?





    Gruss
    Bircan

    Jeder Mensch hat ein Recht auf meine Meinung!:lol:

  • Hallo Bircan,


    guck mal hier haben wir schon einmal darüber diskutiert.


    Ich habe mir das mal in einer Imkerei angesehen, selbst aber noch nicht (getraut) ausprobiert. Theoretisch geht das wohl sehr gut.


    Gruß Jörg

  • Hallo Jörg,


    vielen Dank für den Beitrag, hatte ich garnicht gesehen, muss alles fleissig durchlesen :-)


    Werde es vermutlich mal testen, habe zwei Schwächlinge auf mein Stand, die könnten sich gegenseitig aushelfen.



    Gruss
    Bircan

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  • Hallo Bircan


    das ist zwar eine Möglichkeit mit 2 Königinnen in einem Brutraum aber getrennt, ich würde das so nicht empfehlen. sondern eine Königin abdrücken und beide Völker in der Brutraumzarge vereinigen. Eine leicht aufgerissene Futterwabe zwischen beide Brutnester und den Rest Bienen auch gleich in den Brutraum kehren, fertig.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Reinhard,


    vereinen ist bei mir die letzte Option, daher würde ich erst die 2 Königinnen betriebsweise versuchen, wenn es nicht klappt kann ich immer noch die Völker vereinigen.


    Trotzdem vielen Dank für dein Beitrag.



    Gruss
    Bircan

    Jeder Mensch hat ein Recht auf meine Meinung!:lol:

  • Mir ist bei der Durchsicht meiner Unterlagen von 2015 wieder aufgefallen, daß Völker, die ich mit weisellosen Einheiten im zeitigen Frühjahr verstärkt habe offenbar enorm von dieser Maßnahme profitiert haben.


    Was ich damit sagen will: 1 mittelgroßes Volk und ein Mickerling = wenig Honig von 2 potentiellen Schwächlingen / 1 mittelgroßes Volk dazugefegte Bienen von einem aufgelösten Mickerling = viel Honig!


    Gruß Jörg

  • Hallo Jörg,


    danke für die Info.


    Das problem ist, dass die Königinnen eigentlich gesund und auch jung sind, nur mein Fehler war, dass ich die Völker letztes Jahr sehr spät gebildet habe.


    Würde gerne die Methode nach Emmanuel Gettich ausprobieren, dies wird von Herrn Dieter Schürer in seinem Buch "Erfolgreich Imkern mit der Pressing-Methode" näher beschrieben.


    Wer das Buch bzw. die Methode kennt wird vielleicht festellen, dass dies keine direkte 2 Königinnen Betriebsweise ist, sondern sozusagen eine Partnerschaft um mit zwei schwachen Völker auch im Frühjahr Honig ernten zu können.


    Jedoch was mich bei dieser Methode stört, ist dass die Völker zur Sommerssonnenwende (21. Juni) aufgelöst werden, was nach meiner Meinung sehr spät ist.


    Ich würde die Völker schon vorher direkt nach der Frühtracht im Mai auflösen, da eine Brutraumzarge für zwei Völker im Sommer zu eng wird.
    Wir wissen ja, wenn das Volk bzw. die Völker keinen platz haben können sie Schwärmen, deshalb würde ich die Völker schon vorher trennen.


    Ich würde ein Volk nach der Früchtracht, zu einem anderen Standort ausserhalb des Flugkreises transportieren um die Flugbienen nicht zu verlieren.


    Mir geht es auch Hauptsächlich ums Frühtracht, zur Sommertracht sind die Völker eigentlich stark genug.


    Vielleicht hätte ja jemand diese Methode nach Gettich bzw. nach Schürer ausprobiert und mir von seiner Erfahrungen berichten können.



    Gruss


    Bircan

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  • Hallo Bircan,


    theoretisch möchte ich auch mal solche Sachen ausprobieren. Aber irgendwie habe ich in der Saison keine Nerven mehr für solche Extratouren. Irgendwie bin ich zu dem Schluss gekommen, daß man die Völker ordentlich aufbaut und dann wenig Arbeit mit ihnen hat. Klingt wahrscheinlich arrogant, aber ich hatte mich auch schon bös verzettelt und dann kommt da nur viel Arbeit und nichts weiter heraus...


    Kann Bernhard da nicht helfen? Er hat doch auch schon mal mit mehreren Königinnen gearbeitet.



    Gruß Jörg

  • Es gehört dazu auch ein unterer wie auch ein oberer Absperrgitter.


    Alles richtig, ich würde aber nur ein Absperrgitter verwenden: das Absperrgitter oben. Unten muss der Boden bienendicht ausgeführt sein. Bis vor das Flugloch.


    Wichtig: Du mußt die Bienen nach dem Umlogieren in einen Brutraum erst zwei Wochen mindestens völlig getrennt voneinander lassen. Erst zur Kirschblüte dann Absperrgitter drauf und dann die Honigräume.


    Zweiköniginnenvölker, die aus zwei schwachen Völkern gebildet wurden, haben mir stets die gleiche Menge Honig gebracht, wie meine besten Völker. Schwache Völker weiterlaufen lassen, bringt nur ein Bruchteil. Vereinen oder zu zweit führen, lohnt sich also.

  • Beim 12er Dadant wären auf jeder Seite ja mindestens 5 Waben möglich und ausreichend, 6 wären wohl auch möglich, je nach Trennschiedausführung.
    Irgendwie gefällt mir die Idee.
    Mal sehen, ob ich das auch mal mit zwei Schwächlingen probiere.
    Wären zwei Fluglöcher in komplett andere Richtungen nicht noch besser?

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Je kleiner die Anzahl der Brutwaben desto besser. So merkwürdig es klingt. Nur ein bisschen zu viele Brutzellen und die Zweiköniginnenvölker wollen dauerschwärmen.


    Am besten die Unterlagen von Wolfram Peschetz studieren. Siehe:


    Das Triomagazin von Wolfram Peschetz:
    http://www.immenfreunde.de/docs/Triomagazin.pdf (27 MB)


    Zwei mal eine kurz vor dem Schlupf stehende Brutwabe in den Honigraum umhängen und mit einer Mittelwand ersetzen. Und dann schröpfen.


    Je enger die Königinnen gehalten werden, desto eher ballern sie alles mit Stiften zu. Die Queens suchen richtig nach freiwerdenden Zellen und neue Mittelwände werden schon während des Ausbauens bestiftet.


    Wenn man das System auf seine Beute umgemünzt hat und etwas Erfahrung sammelt, ist es ein top Betriebssystem.

  • Jörg


    Nein, klingt garnicht Arrogant. Das ist schon richtig so, dass man im Stand nur gut aufgebaute und früh gebildete Völker haben sollte.
    Bin ja nur Hobbyimker und habe nur 14 Völker, deshalb ist das für mich eigentlich nicht viel Arbeit.


    Der Bernhard hat mir liebenswerter weise letztes Jahr ausgeholfen und auch mit mir die Völker geteillt.
    Ihm habe ich die schwachen 2 Völker zu verdanken :-D


    Bernhard


    Danke für deine Beiträge, werde es auf jeden Fall befolgen.




    Michi


    Bei einem 12er Dadant Brutzarge passen insgesamt 13 Rähmchen incl. Abstandshalter, also werden rechts und links 6 Rähmchen locker passen.
    Der Trennschid muss ja nicht ein Waben breit sein etwas schmaler is sogar besser, damit sich die Völker besser erwärmen bzw. von ihrer wärme gegenseitig profitieren können, somit sollen sie sich auch besser entwickeln.
    Die erste Brutwabe soll am Trennschied sein und die letzte Wabe sollte eine Futterwabe, dies wird später mit Brut belegt.


    Ja, zwei Fluglöcher in komplett andere Richtungen sind sogar besser, werde aber das Flugloch in zwei teilen, damit das eine Volk rechts aussen und die andere links aussen ausfliegen können.


    Gruss
    Bircan

    Jeder Mensch hat ein Recht auf meine Meinung!:lol: