Bienenbeuten direkt an Pferdekoppel - besser nicht?

  • Hallo,


    wie sieht es eigentlich mit Bienenbeuten in der unmittelbaren Nähe von Pferdekoppeln aus?
    Gibt es da Erfahrungen, die nahe legen würden, dass man das besser vermeiden sollte oder ob es völlig ok ist?


    Es wären meine Bienen, aber nicht meine Pferde und ich will hier nichts machen, wenn bekannt ist, dass das wahrscheinlich zu Problemen führen könnte.
    Pferde sind halt schon groß und teuer, wenn die mal durch gehen oder selber eingehen wegen Bienenbesuch oder gar Stichen, dann ist das sicherlich nix.
    Ich kann aber überhaupt nicht eischätzen, wie robust Pferde sind und ob Bienen mit Pferden ein Problem haben.


    Hier scheint es zwar viele zu geben, die Bienen mit Hühnern, Schafen oder Ziegen dicht beieinander halten, aber Pferde scheinen doch nochmal eine etwas andere Liga zu sein.


    Die Bienen stünden zwar am Koppelrand, wären aber in einem kleinen (ca. 7x7m) großen, zur Koppel hin abgezäunte Bereich bewachsen mit ein paar Bäumchen und die Fluglöcher würden von der Koppel weg zeigen. Die Pferde kämen also nicht näher als vieleicht 6 m an die Bienen ran und dazwischen wären wie gesagt noch ein paar Sträucher und kleine Bäumchen.


    Allerdings könnte es halt schon mal sein, dass bei einer Durchsicht ein paar mehr Bienen herumschwirren, auch dass mal was schief geht und ein paar dieser Bienen etwas ärgerlicher sind - ich könnte dann den Schleier überziehen aber vielleicht gehen sie dann halt auch ein Pferd an, das 10 m weiter arglos grast?
    Schwärme sind natürlich auch nie auszuschließen.


    Was meint ihr?
    Gruß hornet


  • Die Bienen stünden zwar am Koppelrand, wären aber in einem kleinen (ca. 7x7m) großen, zur Koppel hin abgezäunte Bereich bewachsen mit ein paar Bäumchen und die Fluglöcher würden von der Koppel weg zeigen. Die Pferde kämen also nicht näher als vieleicht 6 m an die Bienen ran und dazwischen wären wie gesagt noch ein paar Sträucher und kleine Bäumchen.


    Das gibt keine Probleme.
    Meine Bienen stehen seit 11 Jahren neben einer Pferdewiese u. in unmittelbarer Nähe zweier Offenställe. Ein Pferd wurde noch nie gestochen.



    Einzig worauf Du achten solltest ist die Tränke.
    Bienen, die keine Wasserstelle in unmittelbarer Nähe haben, nutzen gerne die Pferdetränke oder den tröpfelnden Gartenschlauch der Nachbarn.


    Sonnige Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Hallo,


    Bienen und Pferde passen im Grunde weniger gut zusammen als etwa Bienen und Kühe oder Schafe, weil Bienen wohl den Geruch der Pferde weniger mögen.


    Ich selbst habe aber jahrelang genau erstere Kombination in geringer Entfernung ohne Probleme gehalten.


    Bei den genannten Verhältnissen müsste es ohne große Konflikte gehen.
    Es kommt aber auch auf die Einzelheiten an: Sind die Bienen nicht allzu aggressiv?
    Sind es ruhige Pferde oder überdrehte Biester?
    Ist die Halterin gelassen oder konfliktfreudig ? (sehr wichtig!)


    Von einigen wenigen Stichen stirbt ein Pferd ebenso wenig wie ein Mensch; es kann allerdings davon in Panik geraten und womöglich ausbrechen.
    Meistens geht alles besser, als man denkt; ich würde einfach einmal abwarten.


    Freundl. Grüße
    Quirin

  • Kauf den Pferden halt auch einen Schleier...


    https://www.kraemer.de/AMIGO-Fliegenschutzmaske.htm?websale8=kraemer-pferdesport&pi=420336&ci=248465&prod_number=420336-L-SI&ref=Produktportal%2Fgoogle&subref=420336-L-SI&gclid=CIDA-NGa4csCFWoz0wod6sYNew



    Ok, Spaß beiseite. Auch ich hatte auf unserer Wiese des öfteren Pferde zu Gast, wenn Nachbars Weide nichts mehr hergab. Obwohl die Bienen zwar nicht direkt in der Wiese standen, aber direkt daneben, gab es keine Probleme.


    Die Tränken sollten allerdings tatsächlich im Auge behalten werden. Wie groß ist die Wiese und wieviele Pferde stehen drauf? Wenn ausreichend Platz für die Pferde vorhanden ist, würde ich schon einen Versuch starten.


    Pferde sind (von Ausnahmen abgesehen) in der Regel weitaus gelassener als ihre Besitzer(innen)...


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Unsere Pferde stehen etwa 20 m vom Bienenstand entfernt und es gab nie Probleme. Dass man in der Nähe von Pferden keine Bienen halten soll, hatte man man mir vielfach gesagt.
    Meine Nachbarin klagte über Stiche bei Ihren Pferden und verdächtigte meine Bienen. Wie sich herausstellte, haben die doofen Viecher ihre Nasen in ein Erdwespenloch gesteckt, das auf der Koppel war. Auch mit Hornissen und Pferden hatten wir mal ein Problem. Aber nur, weil das Hornissennest in einem hohlen Apfelbaum auf dem Paddock war, an dem sich die Pferde gern schubbern. Das ließ sich mit einer Einzäunung beheben.
    Ich vermute, dass manches Vorurteil, was Bienen und Pferde betrifft, daher kommt, dass die lieben Nachbarn wieder mal Bienen und Wespen nicht unterscheiden können.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Habe einen kleinen Stand in ähnlicher Situation. Letztes Frühjahr/Sommer 1 Volk, seit Herbst 3 Völker. Abstand der Beuten von Koppel ca. 4 m; Flugrichtung von der Koppel weg. Bisher hatten die Pferde kein Problem mit den Bienen. Der Koppelbesitzer hatte die Abzäunung der "Beuten-Ecke" zunächst nicht unter Strom gesetzt nach dem Motto "Das sagen wir den Pferden nicht". Bis letzte Woche ging's gut; dann haben die Pferde einen Besuch abgestattet und Beuten auf dem Untergestell verschoben / Anflugbretter gelöst. Waben hingen noch normal in den Beuten. Ich hoffe, dass die Bienen/Kö'skein Schaden genommen haben. Seitdem ist Strom auf der Abzäunung, und ich muss aufpassen, wenn ich drunter durch krieche.
    Von einer Imkervereinskollegin kenne ich einen Fall, wo die Beuten sogar Fluglöcher Richtung Koppel haben.
    Karl

    Etwa 10 Völker auf Dadant an etwa 3 Standorten. "Bienenrasse":roll:: was sich bei Nachbarimkern so bewährt hat.

  • Guten Abend
    Vor drei Jahren hatten wir einen Stand mit zwei Völkern auf einem Pferdehof in einem Busch. Die Flugöffnungen wiesen in Richtung auf die Pferdeweide des Nachbarn. Der Abstand zum Weidezaun betrug ca. 1,5m. ...keine Beschwerden o.ä.
    Weil dieser Stand etwas schwer zugänglich war, haben wir einen neuen Stand zugewiesen bekommen. ...auf dem Besucherparkplatz. Bis jetzt keine Klagen o.ä., obwohl die Beuten mitunter nur 2m von den Autos entfernt stehen. Flugöffnung natürlich in die Richtung Parkplatz.
    Zum einen gewöhnen sich Bienen an vieles und zum anderen stechen sie auf dem Dorf sowieso nicht so leicht. :wink:
    Bei uns hat sich in den 5 Jahren, die wir Bienen halten noch nie auch nur einmal jemand über die Bienen beklagt. Toi,Toi,Toi ...
    mit optimistischen Grüßen Ralf

  • Ich hatte mal die Bienen in einem aufgeschnittenem Bauwagen - und bloß 3x3m mit Flatterband abgezäunt - die abfliegenden Bienen gingen immer sofort hoch, und die landenden flogen unter den Pferden durch.
    Wir haben damals keinen einzigen Stich gehabt, weder bei Mensch oder Tier.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ein Großteil meiner Völker steht mit Fluglöchern in Richtung Pferde ca 1,50 m außerhalb des Zauns.
    Die vier Pferde scheint es nicht zu stören und die Bienen auch nicht.
    Denke aber auch (gerade mit Blick auf unsere schreckhafte Stute(, die woanders steht)), dass es ein bisschen drauf ankommt, wie cool die Pferde sind.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Hallöchen,


    ich konnte gestern bei der Frühjahrsdurchsicht das Verhalten eines Pferdes beobachten.
    Meine Völker stehen an einem Weg mit einem Maschendrahtzaun dazwischen. Flugloch in Richtung Weg und 1,5 m Abstand.
    Die Bienen flogen gut durch und über den Zaun
    Da kam ein Pferd nebst Reiterin den Weg entlang. Auf einmal wollte das Pferd nicht mehr weiter
    .. Sie sagte dann: "Komm schon Sundance, das sind doch nur Bienen, du Angsthase!" Nach einem kleinen Plausch meinerseits mit der Reiterin, so von wegen Die machen nichts setzte sich das Pferd dann nach zwei Minuten doch in Gang...


    Nun weiß ich aber nicht, ob das Pferd Angst vor den Bienen oder vor mir in meinem Imkermondanzug gehabt hat.
    Mein Vater meinte auch immer, dass Pferde weniger Angst vor den Bienen haben als vor dem Imker in seiner Kluft.


    Grüße, Thomas (der mit der Smartphonetastatur am kämpfen ist, wo das Eingabefeld viel zu klein ist... )

    Morgen ist die Summe aus gestern und heute :daumen:

  • Hallo,


    viele Dank für die ermutigenden Rückmeldungen - sie bestätigen, was ich selbst gehofft und leise vermutet hätte!
    An die Sache mit der Tränke hätte ich allerdings nicht gedacht.


    Jetzt mal schauen, im speziellen Fall sind einige Leute beteiligt, wenn da einer nicht will, wird's eh nix und wenn doch, kann ich es jetzt wenigestent mit einem ruhigere Gefühl mal ausprobieren. Wieder weggestellt sind die Bienen im Zweifel ja schnell.


    Gruß
    hornet

  • Es geht rein um die Befindlichkeiten der Pferdehalter und was sie wie interpretieren. Die Ängste vom Herrchen übertragen sich schnell auf das Fluchttier Pferd.


    In meiner Nähe wurde ich zu einem Reitstall gerufen, weil mind. zwei Schwärme in den Bäumen hingen. Genau über dem Reitweg und ein Tag vor einem Turnier. Der Imker steht mit seinen Bienen nur wenige Meter weg vom Gelände.


    Die Pferde hätten es sicherlich nicht gemerkt. Die Halter schon.