Abwesenheit im Mai

  • Hallo allerseits, nach erstmaliger Kontrolle heute sieht es so aus als ob unsere drei Völker es prima über den Winter geschafft haben. Sie haben noch etwas Futter und es kommt trotz dem miesten 7 Grad Wetter die ein oder andere Biene mit gelbem Pollen angesummt. Jetzt haben wir allerdings ein Problemchen: Ich/wir werden beruflich bedingt von Ende April bis Anfang Juni außer Landes sein und haben auch keinen Imker, der nach unseren Bienen gucken könnte. Das fällt natürlich total in die Zeit, wo man als Imker regelmäßig tätig werden sollte. Nun wären wir für Tipps dankbar, wie wir die Völker am besten auf unsere Abwesenheit vorbereiten. Die Bienchen stehen auf dem Dorf, die letzten Jahre waren immer Rapsfelder im Einzugsgebiet. Wie es dieses Jahr aussieht: keine Ahnung. Letztes Jahr haben wir Anfang Juni geerntet (etwas früh...). Unser derzeitiger Plan wäre deshalb: - ab Trachtbeginn 1 Honigraum drauf, ggfs. nen zweiten dazu vor Abreise (je nach Trachtlage: Raps / kein Raps) - Ende April einen Sammelbrutableger aus den drei Völkern (je 2-3 Brutwaben entnehmen). Daraus würden wir dann zwei Ableger in einer Kiste bilden. - Anfang Juni: Honigernte, sollten Bienen und Honig vorhanden sein ;-) Die Ablegerbildung wäre natürlich etwas früh, aber besser als erst im Juni ;-). Die Frage wäre, ob das so Sinn macht oder ob wir etwas anderes machen könnten. Bin gespannt auf Eure Vorschläge!

  • Hi BorderCollie ...hast du auch einen Vornamen?


    ich war letztes Jahr den ganzen Mai weg...und ich habe auch Raps.


    Wie Jörg gesagt hat:Königinnenableger machen...


    Ich habe es so gemacht:
    Die bis dato 2 Räumig auf Zander plus gut angetragenem Honigraum geführten Völker habe ich folgendermaßen geteilt:


    Ich habe aus der oberen Zarge einen starken Ableger mit nahezu der ganzen Brut gebildet. So ich hatte, habe ich Weiselzellen oder junge Königinnen dazu gegeben. Mitsamt dem Honigraum habe ich diese Völker zu meinem Kollegen gebracht. Der hat mir den Honig geschleudert und durfte die Hälfte behalten...und er hat dann auch mal nach Weiselrichtigkeit geschaut...nebenbei hatte das den Vorteil, dass bei Ihm auch noch Akazientracht zu holen war...womit ich aber vorher nicht gerechnet hatte :-)


    Die daheimgeliebenen Königinnenvölker hatten also alle Flugbienen und die Kö, und bekamen einen neuen leeren Honigraum aufgesetzt. Nur wenig Brut und keine Vorräte = Schwarmgefahr gebannt.


    Nach meiner Rückkehr konnte ich sogar von diesen Völkern im Juni Raps schleudern...wobei der kaum noch aus den Waben ging...:eek:


    Das ganze ist sehr gut gelaufen. Ich hatte frühzeitig starke Ableger, die ich noch nicht mal füttern musste. und sogar noch Sommertracht ernten konnte. Lediglich die Varroabelastung bei den Brutablegern war relativ hoch.


    Würde ich wieder so machen.


    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

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  • Hallo,


    zum Raps: Wenn der doch schon recht früh blüht, könnte der dir dann die ganze Ernte versauen. Wenn der erste Raps z. B. Mitte April eingetragen wird und du erst 6-7 Wochen später erntest, wirst du alles, was mit Raps in Verbindung steht, rauslecken können. Schleudern ist dann nicht mehr. Ich hatte letztes Jahr nach fünf Wochen versucht zu schleudern, das war schon eine Qual. Also das solltest du auch mit einplanen bzw. beachten.


    Gruß
    Frank



  • Hallo Jule,


    Name vorhanden (eigentlich sind wir zu zweit, aber schreiben tut meist nur Björn ;-)).


    das klingt auch nicht schlecht. Ich lasse mir das mal durch den Kopf gehen. Optimalerweise würde ich gerne alle Aktionen an einem Standort durchführen. Würde das nicht auch ohne Standortwechsel funktionieren? Der Ableger hätte dann erstmal keine Flugbienen, und die nachkommenden wissen ja eh noch nicht, wo sie hingehören ;-). Generell wäre die Frage: wie stark den Ableger bilden? Wer bekommt die Flugbienen?



    Hallo,


    zum Raps: Wenn der doch schon recht früh blüht, könnte der dir dann die ganze Ernte versauen. Wenn der erste Raps z. B. Mitte April eingetragen wird und du erst 6-7 Wochen später erntest, wirst du alles, was mit Raps in Verbindung steht, rauslecken können. Schleudern ist dann nicht mehr. Ich hatte letztes Jahr nach fünf Wochen versucht zu schleudern, das war schon eine Qual. Also das solltest du auch mit einplanen bzw. beachten.


    Gruß
    Frank


    Hm, also letztes Jahr mussten wir am (lass mich lügen...) 5.6. schleudern, da war der Raps fast durch und die Waben waren noch nichtmal vernünftig verdeckelt, weshalb der Honig eigentlich noch zu nass zum ernten war. Würde aber natürlich gucken, wo/wann dieses Jahr der Raps in der Umgebung blüht! Letztes Jahr, war hauptsächlich im Mai Rapsblüte.


    Danke Euch! Auch den Demaree-plan habe ich mir schon angeschaut...

  • Hallo Björn-zuzweit:wink:


    die Ableger waren eine Zanderzarge stark, also im Nachhinein betrachtet wohl 2/3 der Brut. Denn die anderen hatten zwar die legende Königin und die Flugbienen behalten, aber zum Aufziehen der Brut brauchts auch ein paar Jungbienen.


    Sicher kannst du das auch an einem Stand machen. Mir ging es nur darum, dass mein Kollege zum ernten und gucken nicht auch noch fahren musste....außerdem hat er den "besseren" Begattungsort, da er selbst die Drohnenhohheit stellt und ziemlich allein dort ist.


    Ich war sehr froh, dass er mir den Raps rausgeschleudert hat, denn die daheimgebliebenen hatten ja wie geschrieben einen neuen= leeren HR bekommen...der war nach 3 Wochen voll und gerade noch schleuderbar (und 3 Tage später im Glas... 6. Platz dieses Jahr bei der Honigverkostung am IFT :cool:)


    Vielleicht habe ich auch einfach Glück gehabt bei dieser schon sehr willkürlichen Auseinanderreißung der Völker.


    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.