MW aus pestizidfreiem Wachs aus Afrika

  • Seit doch nicht so vorschnell, nur weil die Spurbiene aus 'nem belasteten Bundesland kommt :)


    Vielleicht meint sie ja seltene Erden und Blutdiamanten und sowas. Da wär ich ja gleicher Meinung.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hoppla, was ist jetzt los.


    Ein hohes Roß ist, wenn man keine Ahnung hat und hier Andeutungen macht. Woher kommt das mit Cadmium verunreinigte Phosphor allüberall, na? Und solche Beispiele gibt´s endlos.


    Chrom - keine Ahnung. Die Frage ist doch, geht Edelstahl auch ohne? Nö, geht nicht. Geht Imkerei ohne getötete Bienen in Afrika. Ja, geht. Also.


    Ich hoffe, bei Dir kommt kein französischer Strom aus der Steckdose, das Netz ist nämlich länderübergreifend. Und über deren Uran-Förderbedingungen in Afrika habe ich mal was im Fernsehen gesehen. Pfui Deibel.


    Hallo Ralf, Du kommst aber auch aus einem belasteten Bundesland, falls ich deine Andeutung richtig verstanden habe. Blutdiamanten mußte ich erstmal googeln. Auch sowas überflüssiges.


    Vielleicht hast Du aber auch die Nitrat-Belastung gemeint. Gerade gestern kam eine Meldung dazu, daß es in Sachsen-Anhalt nicht so sehr gut aussieht, wie manche behaupten, die hier immer mehr Schweinemastanlagen bauen wollen.

  • Sorry Hartmut, ich versuche nicht total OT zu werden und das Thema wenigstens anzuschneiden.


    Also die gute imkerliche Praxis sorgt eigentlich schon immer dafür, dass man unbelastet imkern kann.


    Einfach die dunklen/braunen Waben entfernen und gegen unbelastete austauschen. Da ist es dann eigentlich völlig egal, ob man normale Mittelwand, Anfangsstreifen oder Naturbau nimmt. Darf auch gerne aus Äthiopien sein.


    Hauptsache die Wachsqualität stimmt in der Beute, dann hat auch der Honig keinen faden Beigeschmack.


    Ach ja und nicht jede Spurbiene fliegt auch immer in der richtigen Spur.


    Gruß Jürgen

    Nicht jeder, der mir Honig ums Maul schmiert, meint es auch wirklich gut mir mir. :wink:

  • Darf auch gerne aus Äthiopien sein.


    Hauptsache die Wachsqualität stimmt in der Beute, dann hat auch der Honig keinen faden Beigeschmack.


    Hallo ich nochmal. Doch, es HAT einen faden Beigeschmack, wenn Du wissentlich diese Methoden unterstützt. Ich habe schon jede Menge solches Wachs gekauft, aber ich habe es damals nicht gewußt. Habs erst geschnallt, als der Lieferant mitteilte, er könne nicht liefern, die Lieferung läge noch beim Zoll. Beim Zoll?!! Hä? Wissentlich solche Methoden mitmachen, also aus Profitgründen Bienenvölker töten (lassen) und sich vom Kunden als Naturfreund feiern lassen, das geht fließend in Täuschung über. Oder sagst Du Deinem Kunden, daß Du wissentlich Afrika-Wachs von getöteten Völkern verwendest. Ich glaube das nicht.


    Dazu nochwas: Wenn Du Bienenvölker für sauberes Wachs töten willst, kannst Du das auch ganz leicht hier in Deutschland tun. Du mußt nur einen Kunstschwarm zur Robinie ff. oder in der Stadt bauen lassen und dann tötest Du das Volk. Afrika brauchst Du dafür nicht, wenn Du Bienen töten willst. Und ob aus einem Intensiv-Agrarland wie äthiopien, wo die gleichen agrochemischen Methoden wie hier angewendet werden, wirklich pestizidfreies Wachs kommt, wer weiß das schon. Aber der Deutsche glaubt gern an Zertifikate.

  • ... Afrika-Wachs von getöteten Völkern...



    Was bringt Euch nur alle auf diese Idee? Schon mal überlegt, dass in Afrika so viel Wachs zum Verkauf anfällt, weil da so viel naturnaher Naturbau gemacht wird?

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  • Ich habe diese Mittelwände auch einmal verwendet, aber habe es anschließend bereut!


    Naturnahe Imkerei hat damit nichts zu tun. Ein weiteres Kriterium war der furchtbare Gestank dieses Wachses. Es ist ein ganz anderes Gefühl für mich, wenn ich jetzt in meine Arbeitsräume mit den dort gelagerten fertigen MW gehe und der einzigartige Geruch des Bienenwachses bemerkbar macht, es fühlt sich einfach besser an.


    Wenn man auf rückstandsfreies Wachs bedacht ist, dann sollte man einfach viel mit Anfangsstreifen arbeiten und dementsprechend bauen lassen.

  • Hallo zusammen,


    zum Thema des pestizidfreien Wachses aus Afrika möchte ich kurz meine Erfahrungen darlegen:
    Ich bin Jungimker und fange jetzt gerade mit zwei Völkern der „regionalen Carnica-Landbiene" an. Ich habe einen Imkerpaten, bin im örtl. Imkerverein, mache mir Gedanken, dass ich meine Imkerei möglichst ökologisch aufbaue, welche Bienenstöcke ich verwende und, und, und, …
    Trotz all dem bin ich auf das Afrika-Wachs hereingefallen und bin jetzt froh, dass dieses Thema hier ausführlich diskutiert wird.
    Als ich im Januar meine Wachs-Lieferung eines großen deutschen Imkereibedarfs-Händlers bekam, strömte mir auch dieser Geruch entgegen (...riecht für mich eher nach feuchtem Kaffeesatz). Als ich in der mitgelieferten Rückstandsanlyse die Herkunft aus Äthiopien laß, war ich sehr verwundert, um nicht zu sagen verärgert. Verärgert deshalb, weil man als Anfänger auf so etwas wirklich nicht denkt.


    Die Lehre die ich für mich aus diesem Vorfall ziehe, ist folgende:
    - auch unsere Bieneninstitute sind ins „große Business“ integriert und machen für diese Wachslieferungen ihre Dienstleistungen. Aus rein marktwirtschaftl.
    Aspekten ist das wieder verständlich.
    - Es hängt letztendlich alles am Kunden. Das Wort Verbraucher verwende ich hier nicht, denn „der Kunde ist König“ und hat die Wahl wo er einkauft. Erst
    wenn die Kunden diese Angebote nicht mehr wahrnehmen, hören diese Schweinereien auf.
    - Ich werde in Zukunft für meinen Wachskreislauf nur eigenes Wachs verwenden und nur regional einkaufen. Dies gilt nicht nur für die Imkerei....


    Letztendlich bekommt man Qualität nie „billig“, aber man bekommt sie preiswert (d.h. die Qualität ist ihren Preis wert !).


    In diesem Sinne, viele Grüße aus dem nebligen Chiemgau