Bodenheizungen / Unterschiede?!? Logar / Bienen Ruck

  • Wir arbeiten bei Raps mit 3 Doppelsieben im Wechsel.


    Wenn der Raum kalt ist beim Schleudern oder Abfüllen, kann man mit Heizkissen, oder moderner - Folienheizung- eine Abkühlung des Honigs am Edelstahl vermeiden, bei ca 50-60W besteht auch keine Gefahr der Überhitzung.
    Ein Frostschutzheizkörper (250-500W, ca 20-30€) gekoppelt mit einem Temperaturregler- mit Fühler am Boden- unter die Schleuder, erwärmt zwar auch den Raum, kann aber auch im Wärmeschrank verwendet werden- Kosten unter 80€. Reicht zum Experimentieren erstmal aus.
    Gruß Fred

  • Bei meinem Siebeimer kann ich unter den Umständen gut 1.000 Kg durchsetzen bevor ich dann mal ran muss. Hat dafür auch 2-3 unterschiedliche Siebe eingesetzt.
    Gerade diese kleinen Kristalle machen dir die Siebe sehr schnell zu -wenn der Ablaufhahn nicht mit einem Rohr nach unten versehen ist!


    Also bei der Menge müsste ich nun nachdenken wie man es kostengünstig und praktisch lösen könnte. Selbst die normalen Doppelsiebe sind da nach 10-20Kg dicht.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Stichwort: Dachrinnenheizung.


    Ansonsten Kegelsieb im Abfülleimer. Mit einem Honigspaten kannst Du die Kristalle im Kegelsieb immer wieder durchstreichen, wenn nötig.

  • Was soll denn 'ne Bodenheizung bringen? Der Honig läuft aus der Wabe, mal kurz über den Boden und aus dem Hahn ins Sieb. Das Problem ist doch, dass du bei Raps schon Kristalle im Honig hast und die werden mit einer Bodenheizung garantiert nicht verflüssigt, ausser du lässt den Honig in der Schleuder erst mal vorkochen. Bekommst du den Schleuderraum gut warm und wie entdeckelst du? Dann nimm doch einfach nur ein Grobsieb und lass den Honig aufklären. Wachs kannst du dann einfach abschäumen und die kleinen Kristalle am Boden sind gute Starter für den Raps - fast wie impfen!

  • Hallo,


    ich denke es ist so wie Jantje schrieb. Ich holte meine Honigzargen Pfingstmontag 2015 von den Stöcken in den Schleuderraum. Infolge von Regenschauern hatte ich erst abends um 20 Uhr alles zusammen. Ein Verschieben des Schleuderns auf den nächsten Tag war ausgeschlossen.


    Obwohl mein Schleuderraum gut geheizt war, hatte ich nachdem 2/3 in den Eimern war, mit dem Rest genau das Problem, das Frank so frustrierte.


    Der Honig war eindeutig schon zu sehr abgekühlt. Für mich bedeutet das: An 2 Tagen schleudern und jeweils nur die Hälfte der Zargen von den Ständen holen.


    Gruß
    Ulrich

  • Hallo,
    Ich weiß, dass der Thread ein wenig älter ist, möchte aber trotzdem ein Video vom Dirk Unter vorschlagen, wo er seine Methode zum Sieben zeigt. Die werde ich auch nutzen, sobald es sich bei mir lohnt. Er hat unten an der Schleuder ein grobes Spitzsieb mit Honigtherme im Siebkübel, und lässt es dann in einem 50kg-Abfüllkübel durch ein feines Spitzsieb, ebenfalls mit Therme laufen.
    https://youtu.be/Gk7rS1swf1Y


    Liebe Grüße, Alfred

  • Gibt es da keine andere Lösung? 200 Kilo kommt schon hin - zumindest im letzten Jahr. Auftauschrank habe ich nicht - nur Einkochtopf. Dann sitzt das Zeug im Eimer mit Spitzsieb. Den kann ich auch nicht Wasserdicht verschließen. Kann doch nicht angehen, dass das so schwierig ist.


    Unter die Schleuder nur ein Grobsieb, nach dem Schleudern alles in ein 200 oder 300 kg-Fass, der Raum sollte gut warm sein! Nicht zu lange sehen lassen!! Is ja Raps! ;-) Aber nach ein, zwei Tagen sind die Wachsteilchen alle oben, Abschöpfen, dann in Eimer Abfüllen und ggf. wenn der Honig kristallisiert ist nochmal die obersten 2 mm mit einer Spachtel abkratzen.

  • Ich habe sehr viele Jahre mit genau dem Aufbau gesiebt, den wegistziel oben skizziert hat:
    Ersten Hobbock etwas höher gestellt, darin ein feines Spitzsieb, oben ein Quetschhahn, darunter jeweils der zu füllende Lagerhobbock. Damit habe ich bis zu 250 kg am Tag gesiebt.
    Sehr wichtig fand ich immer, erstmal zusätzlich noch ein klassisches Doppelsieb auf den Siebhobbock aufzulegen. So war der Siebhobbock mit klarem Honig gefüllt (wenn der voll war, dann war das Doppelsieb oft auch dicht).
    Wenn jetzt weiterer Honig direkt in den Siebhobbock geflossen ist, dann ist durch den Auftrieb des Wachses das Spitzsieb zumindest unten lange offen geblieben.
    Für kleine Erntemengen finde ich das nach wie vor eine schöne low-budget Variante.

  • Hallo Hornet,


    ich hatte mir mal einen einfachen "Honigsumpf" aufgezeichnet.
    Die Idee stammt bestimmt hier aus dem Forum


    Danke, danke, danke für diese Skizze, wer auch immer Urheber ist. Fünf Jahre habe ich mich mit Doppelsieben und Spitzsieb auf Dreifuß herum gequält, einmal ein Spitzsieb voll Bienenfutter produziert, da der komische Dreifuß zusammen gebrochen ist.


    Heute habe ich dann diese Variante gewählt, ergänzt um das Grobsieb der Doppelsiebe. Dieses lag auf dem 25 kg Eimer. Damit haben wir ohne Probleme 129 kg Honig gesiebt, lediglich das Grobsieb haben wir von Zeit zu Zeit ausgekrazt (3 mal), und in der Zeit durch ein Zweites ersetzt.


    Die 20 kg im Eimer waren am Ende nach Hochziehen des Spitzsiebes in 10 min in den Eimern.


    Lief total Klasse. Dahe,r auch wenn die Beiträge schon etwas her ist, für alle Interessierten, es lief super !

  • Entschuldigt, dass ich diesen leicht angestaubten Faden nochmal aus der Versenkung hohle, aber hat jemand einen guten Tip, wie ich ein sauberes Loch für den zweiten Quetschhahn in den Eimer bekomme?

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Auslasern.


    Sonst mit einer Lochsäge, und auf der Rückseite n Holzblock gegendrücken, damit nichts ausreist. Alternativ wenn n Rohr/Lochpfeife mit dem richtigen Aussendurchmesser hast, anspitzen, und ausstanzen.